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N ordamerika.
1. Die geringe Anzahl barometrischer
Minima, welche, meist von unbedeutender
Tiefe und Intensität, in
kurzen Bahnen das nördliche Gebiet
durchzogen. Nur eine Depression
durchschritt vom 1. bis 6. zuerst iu
südöstlicher, danu in nordöstlicher
Richtung das ganze Gebiet vom Felsengebirgo
bis zum Atlantischen Ocean.
2. Der ungewöhnlich hohe Luftdruck;
das Monatsmittel des Luftdrucks
lag bei ziemlich regelmäfsiger
Vertheilung in allen Gebietstheilen
über der Normalen, ausgenommen der
östliche Abhang des Felsen gebirges.
Die Barometerschwankungen variirten
zwischen 5 und 22mm; am
gröfston waren dieselben in den nordwestlichen
Gebietstheilen.
3. Das entschiedene Vorherrschen
der südlichen Winde auf dem ganzen
Gebiete östlich vom Felsengebirge,
ausgenommen die Küste von New-Englaud,
wo westliche Winde vorwalteten.
Die Seltenheit der stürmischen
Winde; auch Lokalstürme und
Tornados traten verkältnifsmäfsig nur
wenig auf, und auch diese waren von
geringer Heftigkeit.
4. Die zu geringen Regenmongen
in den Distrikten nördlich vom 36.
Breitograde, dagegen die zu grofsen
in den südatlantischen und Golf-Staaten.
Hervorzuheben ist die Dürre
in den Staaten New-Englands, welche
auf die Ernte sehr nachtheiligo Folgen
ausübte.
5. Die zu goringen Mitteltemperaturen
in allen Staaten, aufser in New-England,
auf dem nördlichen Plateau
und an der mittleren und südlichen
Pacifischen Küste. Die gröfste negative
Abweichung von der Normalen
war 3,3° C. im oberen Mississippi-Thal.
Die Abweichungen des Monatsmittels
von der Normalen betrugen:
Centralour opa.
1. Das fast ununterbrochene Vorwalten
eines bis zu 740 mm tiefen
Depressionsgebietes im N ord westen
des Erdtheils und die grofse Häufigkeit
barometrischer Minima in Centraleuropa
selbst; einige von ihnen sind
bemerkenswerth durch anomale ßewegungsrichtung,
insbesondere dasjenige,
welches am 29. und 30. Deutschland
von Südost nach Nordwest durchschritt.
2. Die Geringfügigkeit dor Gradienten
nach den Monatsmitteln des
Luftdruckes, welche 762 mm am Nordfufse
der Alpen und 757 mm im südlichen
Norwegen betrug und in
Deutschland um etwa 1mm hinter der
Normalen zurückblieb.
Der im Südosten normale, sonst
aber um 7* zu grofse Betrag der
Barometerschwankungen.
3. Das im Süden ziemlich entschiedene,
im Norden jedoch nur sehr
undeutlich ausgeprägte Vorherrschen
südwestlicher bis nördlicher Winde;
Stürme waren in ganz Europa selten.
4. Die anomale Häufigkeit und
Menge der Niederschläge, indem letztere
nur am Ostrande des Gebietes
meist etwas unter der Normalen blieb,
während sonst meist das 17a- bis
2fache derselben erreicht wurde; besonders
reichlich waren die Regenfälle,
welche die oben erwähnte Depression
mit anomaler Fortpflanzungsrichtung
begleitete.
Die grofse Gowittcrfrequenz des
Monats, indem in Deutschland nur
etwa fünf Tago von Gewittern frei
blieben, jedoch entsprachen die Maxima
der Regenmenge nicht derjenigen der
Gewitterhäufigkeit.
5. Die im Nordosten und Norden
zu hohe, sonst aber wesentlich zu
niedrige Mitteltemperatur des Monats.
An einigen Orten wurde Reif beobachtet.
Die Abweichungen des Monatsmittels
der Temperatur von der Normalen
betrugen für die einzelnen
Distrikte: