accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

ganzen  Reise  war  141,  von  der  Swnda-Strafse  her  125  Tage.  Im  Nordatlantischon ­
  Ocean  hatte  mau  47  Tage  zugebracht  und  dort  10°  N-ßr  in
18,3°  W-Lg  am  13.  Juui,  20°  N T -Br  in  30,1°  W-Lg  am  23.  Juni,  30°  N-Br  in
34,7°  W-Lg  am  28.  Juni  und  40°  N-Br  in  27°  W-Lg  am  11.  Juli  geschnitten.
20.  Reise  der  Bremer  Bark  „Goethe“,  Kapt.  J.  F.  Dierks.
Am  21.  Juli  1880  befand  sich  die  von  Hamburg  nach  den  Marshall-Tusoln
  bestimmte  Bark  „Goethe“  in  der  Nähe  von  IAzard.  Bei  nahezu  denselben
Verhältnissen,  wie  sie  schon  im  Bericht  der  Reise  des  „F.  Ii.  Drews“  angegeben
worden  sind,  segelte  auch  der  „Goethe.“  südwärts.  Man  erreichte  am  4.  August
in  der  Nähe  von  33,5°  N-Br  und  17,7°  W-Lg  das  Gebiet  des  NE-Passats  und
verliefe  dasselbe  wieder  am  5.  August  unweit  12°  N-Br  und  25,5°  W-Lg.
Nachdem  der  Passat  aufgehört  hatte  zu  wehen,  herrschte  an  einem  Tage  Windstille ­
  und  Mallung,  auf  die  am  17.  August  in  11,5°  N-Br  der  frische  SW-Monsun
folgte.  Bei  diesem  wurde  südwestwärts  gesegelt,  bis  18,0°  W-Lg  in  3,9°  N-Br
erreicht  war.  Am  25.  August  wurde  dort  gewendet,  und  drei  Tage  später
erreichte  man  den  Acquator  in  23,8°  W-Lg.  Der  „F.  II.  Drews*  gelaugte
erat  am  7.  September  dahin.  Von  „Goethe“  war  die  zwischen  50°  undO°  N-Br
liegende  Strecke  in  38  Tagen  durchsegelt  und  auf  derselben  40°  N-Br  in
13,7°  W-Lg  am  31.  Juli,  30  N-Br  in  19,1°  W-Lg  am  6.  August,  20°  N-Br  in
24,6“  W-Lg  am  11.  August  und  10°  N-Br  in  23,5°  W-Lg  am  18.  August
geschnitten  worden.
Im  Südatlantischen  Ocean  dehnte  sich  das  Gebiet  des  frisch  und  beständig
angetroifeuen  Passats  aus  bis  nach  22,5°  S-Br  in  29,9°  W-Lg.  Bei  einem
höchsten  Luftdruck  von  769,1  mm  lief  dort  der  ganz  flau  gewordene  Wind
nordöstlich;  später  drehte  dersclbo  nach  links  um  den  ganzen  Kompafe,  und
schliefslich  wehte  wieder  für  einige  Zeit  östlicher  Wind.  Durchstehende  Westwinde ­
  wurden  erst  unweit  39°  S-Br  angetroffen,  und  bei  diesen  überschritt
man  am  21.  September  in  40°  S-Br  den  Meridian  von  Greenwich.  Man  hatte
bis  dahin  24  Tage  in  südlicher  Breite  zugebraeht  und  dort  10°  S-Br  in
29,5°  W-Lg  am  2.  September,  20°  S-Br  iu  30,3°  W-Lg  am  5.  September  und
30°  S-Br  in  25,5°  W-Lg  am  12.  September  geschnitten.  Der  Mitsegler
„F.  H.  Drews“  hatte  östliche  Länge  in  39,5°  S-Br  am  19.  September  erreicht.
Beim  Ablaufen  der  Länge  hielt  „Goethe“  sich  für  längere  Zeit  in  der
Nähe  von  44°  S-Br.  Man  traf  dort  fast  nur  aus  günstiger  Richtung  wehende,
nicht  übermäfeig  stürmische  Winde,  bei  denen  man  einen  befriedigenden  Fortgang ­
  erzielen  konnte.  Am  28.  Oktober  ankerte  die  Bark  im  Hafen  von
Melbourne.  Die  Dauer  der  ganzen  Reise  betrug  99  Tage.  In  östlicher  Länge
war  der  Meridian  der  Kapstadt  iu  43,3°  S-Br  am  26.  September,  50°  O-Lg  iu
43,5°  S-Br  am  4.  Oktober,  80°  O-Lg  in  44°  S-Br  am  11.  Oktober  und  die
Länge  der  Südwestspitze  von  Australien  in  42,8°  S-Br  am  19.  Oktober  überschritten ­
  worden.  Der  n F.  H.  Drcws“  war  nach  80°  O-Lg  in  38°  S-Br  am
10.  Oktober  gelangt.
Melbourne,  welches  von  „Goethe“  nur  zum  Zwecke  der  Ergänzung  des
Wasservorrathes  angelaufen  worden  war,  wurde  am  30.  Oktober  wieder  verlassen ­
  und  die  Reise  nach  der  J/arsÄaW-Gruppe  fortgesetzt.  Kräftiger  Wind,
der  südlich  von  37,5°  S-Br  aus  südwestlicher,  später  aus  nordwestlicher  Richtung
wehte,  begünstigte  den  Anfang  dieser  Reise.  Als  die  Bark  am  5.  November
nach  unweit  32,5°  S-Br  in  163,5°  O-Lg  gelangt  war,  sank  dort  der  Westwind
fast  zur  Stille  herab,  und  nach  kurzer  Zeit  folgte  auf  ihn  der  rasch  auffrischende
SE-Passat.  Zwischen  der  Fiji-  Inselgruppe  und  deijenigen  der  Neu-Hebriden
wurde  der  Wind  schwächer  und  nahm  eiue  nördlich  von  Ost  liegende  Richtung
an,  und  als  man  uach  9°  S-Br  in  170,7°  O-Lg  gekommen  war,  gerieth  die
Bark  in  ein  Gebiet  der  leichten  Mallung.  Hier  erfolgte  eine  bedeutende  Verzögerung ­
  der  Fahrt,  und  erst  als  man  am  21.  November  unweit  4°  S-Br  in
169,5°  O-Lg  wieder  etwas  frischeren  Ostwind  antraf,  nahm  die  Reise  wieder
einen  rascheren  Verlauf.  Am  23.  November  überschritt  „Goethe“  bei  frischem
Ostwind,  dem  Passate,  den  Aequator  in  170,4°  O-Lg,  und  am  27.  November
ankerte  die  Bark  bei  der  lusel  Jaluit,  dem  Bestimmungsplatze.  Die  Reise
hatte  von  Melbourne  ab  nur  28  Tage  gedauert,  und  man  hatte  während  derselben ­
  30°  S-ßr  in  166,3°  O-Lg  am  7.  November,  20°  S-Br  in  171,5°  O-Lg
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.