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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

winde  von  längerer  Dauer  beobachtet  wordeu  waren,  erreichte  „Pacific*  aui
5.  Dezember  den  Bestimmungshafen.  Die  Reisedauer  betrug  GO  Tage.  Während
dieser  Zeit  hatte  man  90°  O-Lg  in  ’21,3°  S-Br  am  4.  November,  G0°  O-Lg  in
28°  S-Br  am  20.  November  und  30°  O-Lg  in  33°  S-Br  am  3.  Dezember  gekreuzt.
Nach  Entlöschung  der  Ladung  wurde  „Pacific“  mit  einer  aus  einem  koudemnirten
  holländischen  Schiffe  stammenden  Ladung  beladen  und  trat,  nachdem
dieses  geschehen,  am  22.  Januar  1882  die  Heimreise  nach  Amsterdam  an.  Der
den  Anfang  derselben  begünstigende  Ostwiud  führte  die  Bark  bis  zum  25.  Januar ­
  in  Sicht  des  Kap  der  guten  Hoffnung,  und  der  hier  südöstlich  holende
Wind  ging  später  fast  ohne  jede  vorhergehende  Störung  in  den  Passat  über.  Bei
diesem  bis  nach  17°  S-Br  mäfsig  und  beständig  auftretenden  Winde  nahm  die
Reise  auch  fernerhin  einen  befriedigenden  Verlauf,  während  nördlich  von  dieser
Breite  bei  dort  herrschendem  flaueren  Winde  die  Fahrt  nur  eine  langsame  war.
Am  17.  Februar  erreichte  „Pacific“  bei  ganz  leisem  südöstlichen  Zuge  den
Acquator  in  21,6°  W-Lg.  Von  der  Bark  war  die  zwischen  30°  S-Br  und  dem
letzteren  Punkte  liegende  Strecke  in  21  Tagen  durchsegelt,  und  auf  derselben
20°  S-Br  in  1,4°  W-Lg  am  2.  Februar  und  10°  S-Br  in  11,8°  W-Lg  am
10.  Februar  gekreuzt  worden.
Der  gleich  nördlich  von  der  Linie  beginnende  Stillengürtel  erstreckte
sich  für  „Pacific“  bis  nach  5,5°  N'-Br  in  25,5°  W-Lg.  Man  überschritt  ihn  bei
leichtem  östlichen  Winde  in  sechs  Tagen.  Der  NE-Passat,  welcher  zwischen
7°  und  26°  N-Br  in  gröfster  Stärke  auftrat,  dehnte  sein  Gebiet  aus  bis  nach
29,5°  N'-Br  in  3G°  W-Lg.  Unweit  dieses  Punktes  lief  am  5.  März  der  flau
gewordene  Wind  bei  einem  höchsten  Barometerstände  von  769,5  mm  südöstlich,
und  wurde  der  bei  Weitem  gröfste  Theil  der  noch  vorliegenden  Reise  bei  südöstlichem ­
  Winde  zurückgelegt.  Nicht  eher  als  am  18.  März  lief  in  der  Nähe
von  45°  N-Br  und  18°  W-Lg  der  Wind  durch  Süd  nach  SW,  das  Schiff  bis  zum
22.  März  zur  Mündung  des  Kanals  führend.  Die  Reise  war  in  59  Tagen
vollendet,  33  derselben  waren  in  nördlicher  Breite  verbracht  worden,  und  hatte
man  dort  10°  N-Br  in  30,5°  W-Lg  am  26.  Februar,  20°  N-Br  in  37,4°  W-Lg
am  1.  März,  30°  N-Br  in  35,2°  W-Lg  am  5.  März  und  40°  N-Br  in  22,5°  W-Lg
am  11.  März  geschnitten.
7.  Reise  der  Bremerliavener  Bark  „Adele“,  Kapt.  II.  F.  Logemami.
Die  auf  einer  Reise  von  Cardiff  nach  Hongkong  begriffene  Bark  „Adele“
stand  am  22.  Juni  1881  auf  dem  Parallel  von  50°  Nord.  Nachdem  leichte
veränderliche  Westwinde  das  Schiff  von  hier  aus  bis  zum  27.  Juni  nach
45,2°  N-Br  in  13,8°  W-Lg  geführt  hatten,  lief  dort  der  Wind  bei  einem  höchsten
Luftdrucke  von  773,2  mm  durch  Nord  nach  NE,  und  ohne  dafs  eine  Störung  des
Windes  beobachtet  wurde,  ging  dieser  von  einem  beständigen,  mehr  als  768,0mm
hohen  Barometerstände  begleitete  Wind  später  in  den  Passat  über.  Man  segelte
bis  zum  11.  Juli  nach  12,5°  N-Br  in  24,6°  W-Lg,  wo  die  äquatoriale  Passatgrenze ­
  lag,  in  ruhiger  gleichmäfsiger  Fahrt  und  verbrachte  südlich  vom  Passat
drei  Tage  bei  leichter  Mallung  und  Windstille,  bevor  es  gelingen  wollte,  unweit
9°  N-Br  und  23,4°  W-Lg  den  SW-Monsun  wieder  anzutreffen.  Bei  diesem
mäfsigen  aber  von  starker  Ostströmung  begleiteten  Winde  erreichte  die  über
B.  B.-Bug  segelnde  „Adele“  am  19.  Juli  15,8°  W-Lg  in  5,2  N-Br,  wendete  dort
und  gelangte  südwestwärts  steuernd  zum  Aequator  in  24,2°  W-Lg  am  25.  Juli.
Es  waren  dann  33  Tage  verflossen,  seit  man  den  Kanal  verlassen  hatte,  und
während  dieser  Zeit  war  40°  N-Br  in  16,4°  W-Lg  am  29.  Juni,  30°  N-Br  in
20,3°  W-Lg  am  3.  Juli,  20°  N-Br  in  25°  W-Lg  am  8.  Juli  und  10°  N-Br  in
23,5°  W-Lg  am  14.  Juli  geschnitten  worden.
An  demselben  Tage,  als  „Adele“  es  tliat,  überschritt  auch  das  eiserne
Bremer,  von  Cardiff  nach  Hongkong  bestimmte  Vollschiff  „  Wega“  den  Parallel
von  50°  Nord.  Dieses  an  Sogeifähigkeit  der  „Adele“  augenscheinlich  überlegene
Schiff  fand  ebenfalls  am  27.  Juni,  aber  unweit  43,3°  N-Br  in  12,2°  W-Lg  NE-Wind,
  dor  direkt  in  den  NE-Passat  überging.  Verlor  den  Passat  in  11,8°  N-Br
und  25,7°  W-Lg  am  9.  Juli,  erreichte  als  östlichsten  Punkt  19,8°  W-Lg  iu
6,4°  N-Br  am  15.  Juli  und  den  Aequator  iu  25,9°  W-Lg  am  19.  Juli.
Im  Südatlautischen  Oceati  fand  „Adele“  nur  einen  mäfsigen,  beständigen
Passat,  dessen  polare  Grenze  sich,  weil  der  Wind  nicht  früher  als  in  der  Nähe
            
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