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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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dieser Zeit liatte taau 20° S-Br in 2,4° W-Lg am 3. Mai und 10° S-Br in 
16,4° W-Lg am 10. Mai geschnitten. 
Den Stillengürtel fand „Papa“ zwischen 2,3° N-Br in 30,6° W-Lg und 
4,3° N-Br in 31,8° W-Lg. Nachdem mau bei leichter südlicher und östlicher 
Mallung in demselben 2 Tage zugebracht hatte, erreichte man den NE-Passat, 
welcher bis nach 15° N hin sehr kräftig und beständig auftrat, während er 
nördlich von dieser Breite nur in geringer Stärke und wiederholt zum leiseu 
unbeständigen Zuge herabsinkend beobachtet wurde. Schon unweit 22,5° N-Br 
in 02,5° W-Lg hörte am 2. Juni der Passat zu wehen auf; doch waren um 
laufende leichte Ostwiude noch bis nach 33° N-Br hin vorherrschend. Bei 
uiäfsigen Westwinden wurde der letzte Theil ’der Reise zurückgelegt, und am 
18. Juni ankerte „Papa“ im Ilafca von New- York. Die Datier der ganzen Reise 
betrug 104 Tage. Seit man die Swnda-Strafsc verlassen hatte, waren 89 Tage 
verflossen und im Nordatlantischen Ocean waren 33 Tage zugebracht worden. 
Während dieser letzteren Zeit hatte man 10° N-Br in 40° W-Lg am 22. Mai, 
20° N-Br in 57,8° W-Lg am 30. Mai und 30° N-Br in 71,2° W-Lg am 10. Juni 
gekreuzt. 
Am 8. August verliefs „Papa“ auch den Hafen von New-York wieder, 
um nach dem Hcimathshafen zurückzukehren. Bei fast nur aus westlicher 
Richtung wehenden Winden vollendete man diese Fahrt über den Ocean, ohne 
dafs sich Hervorzuhebendes während derselben ereignete, und schon am 29. Mat 
befand sieh das sehr rasche Schiff in der Nähe von IJsard. Die Reisedauer 
betrug 21 Tage. 70° W-Lg war in 39,6° S-Br am 9. August, 60° W-Lg in 
39,1° N-Br am 12. August, 50° W-Lg in 40,7° N-Br am 15. August und 30° 
W-Lg in 42,8° N-Br am 23. August geschnitten worden. 
8. Reise der eisernen Bremer Bark „Germania“, Haiti. 0. Romberg. 
Am 24. September 1880, während einer Reise von Cardiff nach Singapore, 
überschritt die Bark „Germania“ den Parallel von 50° N. Südlich desselben 
wurden derart ungünstige Verhältnisse angetroffen, dafs man erst am 5. Oktober 
nach 40° N-Br gelangen konnte. Man beobachtete annähernd dieselben Ver 
hältnisse, wie sie die eiserne, demselben Rheder gehörende Bark „Armin“, 
welche den Kanal am 30. September verlassen hatte, fand und wie sie im 
Reiseberichte dieses Schiffes schon erwähnt worden sind. „Germania“ über 
schritt 40° N-Br in 18,6° W-Lg am 4. Oktober, 30° N-Br in 21,8“ W-Lg am 
10. Oktober, 20° N-Br in 27,4° W-Lg am 21. Oktober und 10° N-Br in 25,3° 
W-Lg am 28. Oktober. Am 8. November erreichte „Germania“ den Acquator 
unweit 27® W-Lg. Die Dauer der Reise von 50° N-Br ab betrug 45 Tage. 
Nahezu gleichzeitig mit „Germania“ hatte „Armin“ in 27° W-Lg die nördliche 
Halbkugel verlassen. Den Südatlantischen Ocean durchsegelten die beiden 
Schiffe fast genau in derselben Zeit. „Germania“ schnitt 10° S-Br in 32,4° W-Lg 
am 13. November, 20° S-Br in 31° W-Lg am 17. November uud 30° S-Br in 
23,7° W-Lg am 24. November. Am 4. Dezember, dem 26. in südlicher Breite 
zugebrachten Tage, wurde in 40,4° S-Br der Meridian von Greenwich über 
schritten. „Armin“ hatte dasselbe etwa 4 Stunden vorher in 40° S-Br gethan. 
Beim Abläufen der erforderlichen Länge erreichte „Germania“ als süd 
lichsten Punkt am 18. Dezember 45,2° S-Br in 61° O-Lg. Die angetroffenen 
Winde kamen fast ununterbrochen aus westlicher Richtung und waren nicht 
stürmisch; dagegen beobachtete man an mehreren Tagen eine unerwünscht 
geringe Windstärke. Am 24. Dezember gelangte man in 39° S-Br zum Meridian 
von 80° Ost, nachdem mau bis dahin 20 Tage in östlicher Länge verbracht hatte. 
Der Mitsegler „Armin“ kreuzte 80° O-Lg in 37,7° S-Br am 23. Dezember. 
Auf dem Wege zum Passatgebiet wurde „Germania“ zunächst von kräftigen 
beständigen Westwinden begünstigt. Als 35° S-Br überschritten worden war, 
liefen dieselben südlich und wurden gleichzeitig flauer, und nördlich von 29° S-Br 
beobachtete man an 2 Tagen ganz leichte südliche Mallung. Aus dieser ent 
wickelte sich am 31. Dezember in der Nähe von 27,5° S-Br und 93,2° O-Lg 
der SE-Passat, dessen Gebiet sich bis nach 13,4° S-Br in 92,2° O-Lg ausdehnte. 
Nachdem man diesen letzteren Punkt am 5. Januar 1881 erreicht hatte, mufste 
4 Tage lang gegen Windstille und Mallung gekämpft werden, bevor es gelang, 
in 11,5° S-Br und 91,7° O-Lg den westlichen Monsun aufzufinden. Als dieser,
	        
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