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monatliche Barometerschwaukung war die ungewöhnlich starken Barometer-
gröfstentheils normal. Schwankungen (35—40 mm) im letzteren
Gebiete.
3. Das Vorherrschen südlicher
Winde von der Golfküsto bis zum
unteren Missouri, östlicher von den
Seen bis zum oberen Missouri-Thal
und nordwestlicher iu New-England.
Grofse Zahl von Tornados auf dem
Baume zwischen der westlichen Golf-
küste und den Seen. Unter den aus
gedehnteren Stürmen war namentlich
derjenige vom 12.—13. an der Golf
küste durch Stnrmfluth auf der Vorder
seite und heftigen Northor auf der Rück
seite verderblich.
4. Ziemlich normale Regenverhält
nisse; die gröfste Regenmenge (150
bis 200mm) l ) fiel zwar am unteren
Mississippi, doch nahm die abnorme
Höhe des Wassers in diesem Strome
während des Monats allmählich ab.
Die Regen an der Pacifisehcn Küste
stellten die Ernte daselbst aufser Ge
fahr und begünstigten sehr den Gras
wuchs.
5. Die ini Vergleich zur Normalen
im Südosten zu hohe, im Westen zu
tiefe Mitteltemperatur des Monats und
die, die Obsternte schädigenden, Nacht
fröste vom 10.—15. in einem bedeuten
den Theilo des Gebiets (namentlich
Tennessee, Kentucky und den NW-
Staaten). Die Abweichungen des
Monatsmittels betrugen:
New-England ... — 0,4° C.
Mittl. atlant. Staaten . -f- 0,2
Südl. „ * . +0,9
Florida 4- 1,4
„ ... . , f östliche. -f 1.8
Golistaaten | we8tUc ] ie _ 0 ,3
Riogrande-Thal...-}- 0,2
Tennessee u. Ohio-Thal -f- 1.1
Untere Seenregion . . — 0,6
Obere „ . . + 0,2
Oberes Mississippi-Thal 4" 1.1
Missouri-Thal . . . 1,2
Felsen- 1 nördi. Hang — 0,9
gebirge I mittl. u. südl. 0,0
Nördliches Plateau. . — 1,1
Mittleres „ . . — 2,6
Südliches „ . . — 1,4
Pacifische Küste . . — 1,7
3. Das Vorwalten schwacher nörd
licher und östlicher Winde während
der ersten Dekade, südlicher und
westlicher, häufig starker Winde wäh
rend der zweiten Hälfte des Monats.
In der Monatssumme waren im Nordsee
gebiete dio südlichen UDd östlichen, in
Süddeutschland die westlichen Winde
überwiegend. Bemerkenswerth ist
ferner der starke Sturm, welcher das
unter 1. erwähnte Minimum begleitete
und im deutschen Nordseegebiete am
30. herrschte, nachdem er am 29. die
Luft bis über London hinaus mit
Salzwasserstaub erfüllt hatte.
4. Eine Regenmenge, welche im
gröfseren Theile des Gebietes etwas
zu gering war und nur etwa 3 /t der
normalen Menge betrug, während sie
in Schlesien, Baden, dem nördlichen
Dänemark und vereinzelten ander
weitigen Stationen dieselbe merklich
überschritt. Für die Vegetation waren
die Niederschlags- und ßewölkungs-
verhältnisse im Allgemeinen sehr
günstig.
5. Das im Nordosten des Gebietes
zu hohe, sonst ungefähr normale Mo
natsmittel der Temperatur und die
ausgedehnten Nachtfröste und Schnee
fälle in den Tagen vom 9,—13. April.
Die durchschnittlichen Abweichungen
der Mitteltemperatur des Monats von
der Normalen betrugen für die einzelnen
Distrikte:
östliches
mittleres
westliches
2. Mittel- j a. östliches
1. Nord- j
deutsches 1
Tiefland
a.
b.
c.
deutsches <! b. mittleres
Hügelland | c. westliches
3. Süd- f a ‘ Ra - verQ
4*
I
+
4-
1,0'C.
0,3
0,3
0,4
deutseh-
land
+
+
4. Dänemark
5. Niederlande
6. Oesterreich-
7. Schweiz . .
b. Württemberg
c. Baden ... —
d. Hnksrhein.Geb.-f-
a. nördi.
b. mittl.
e. südl.
+
4*
4
0,0
0,6
0,6
0,6
0,2
1,1
0,7
0,8
0,2
0,3
0,4
l) Zu Mobile fielen am 18.—19. 6,70 Zoll = l70«im im Laufe voo 8 Stunden.