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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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monatliche Barometerschwaukung war die ungewöhnlich starken Barometer- 
gröfstentheils normal. Schwankungen (35—40 mm) im letzteren 
Gebiete. 
3. Das Vorherrschen südlicher 
Winde von der Golfküsto bis zum 
unteren Missouri, östlicher von den 
Seen bis zum oberen Missouri-Thal 
und nordwestlicher iu New-England. 
Grofse Zahl von Tornados auf dem 
Baume zwischen der westlichen Golf- 
küste und den Seen. Unter den aus 
gedehnteren Stürmen war namentlich 
derjenige vom 12.—13. an der Golf 
küste durch Stnrmfluth auf der Vorder 
seite und heftigen Northor auf der Rück 
seite verderblich. 
4. Ziemlich normale Regenverhält 
nisse; die gröfste Regenmenge (150 
bis 200mm) l ) fiel zwar am unteren 
Mississippi, doch nahm die abnorme 
Höhe des Wassers in diesem Strome 
während des Monats allmählich ab. 
Die Regen an der Pacifisehcn Küste 
stellten die Ernte daselbst aufser Ge 
fahr und begünstigten sehr den Gras 
wuchs. 
5. Die ini Vergleich zur Normalen 
im Südosten zu hohe, im Westen zu 
tiefe Mitteltemperatur des Monats und 
die, die Obsternte schädigenden, Nacht 
fröste vom 10.—15. in einem bedeuten 
den Theilo des Gebiets (namentlich 
Tennessee, Kentucky und den NW- 
Staaten). Die Abweichungen des 
Monatsmittels betrugen: 
New-England ... — 0,4° C. 
Mittl. atlant. Staaten . -f- 0,2 
Südl. „ * . +0,9 
Florida 4- 1,4 
„ ... . , f östliche. -f 1.8 
Golistaaten | we8tUc ] ie _ 0 ,3 
Riogrande-Thal...-}- 0,2 
Tennessee u. Ohio-Thal -f- 1.1 
Untere Seenregion . . — 0,6 
Obere „ . . + 0,2 
Oberes Mississippi-Thal 4" 1.1 
Missouri-Thal . . . 1,2 
Felsen- 1 nördi. Hang — 0,9 
gebirge I mittl. u. südl. 0,0 
Nördliches Plateau. . — 1,1 
Mittleres „ . . — 2,6 
Südliches „ . . — 1,4 
Pacifische Küste . . — 1,7 
3. Das Vorwalten schwacher nörd 
licher und östlicher Winde während 
der ersten Dekade, südlicher und 
westlicher, häufig starker Winde wäh 
rend der zweiten Hälfte des Monats. 
In der Monatssumme waren im Nordsee 
gebiete dio südlichen UDd östlichen, in 
Süddeutschland die westlichen Winde 
überwiegend. Bemerkenswerth ist 
ferner der starke Sturm, welcher das 
unter 1. erwähnte Minimum begleitete 
und im deutschen Nordseegebiete am 
30. herrschte, nachdem er am 29. die 
Luft bis über London hinaus mit 
Salzwasserstaub erfüllt hatte. 
4. Eine Regenmenge, welche im 
gröfseren Theile des Gebietes etwas 
zu gering war und nur etwa 3 /t der 
normalen Menge betrug, während sie 
in Schlesien, Baden, dem nördlichen 
Dänemark und vereinzelten ander 
weitigen Stationen dieselbe merklich 
überschritt. Für die Vegetation waren 
die Niederschlags- und ßewölkungs- 
verhältnisse im Allgemeinen sehr 
günstig. 
5. Das im Nordosten des Gebietes 
zu hohe, sonst ungefähr normale Mo 
natsmittel der Temperatur und die 
ausgedehnten Nachtfröste und Schnee 
fälle in den Tagen vom 9,—13. April. 
Die durchschnittlichen Abweichungen 
der Mitteltemperatur des Monats von 
der Normalen betrugen für die einzelnen 
Distrikte: 
östliches 
mittleres 
westliches 
2. Mittel- j a. östliches 
1. Nord- j 
deutsches 1 
Tiefland 
a. 
b. 
c. 
deutsches <! b. mittleres 
Hügelland | c. westliches 
3. Süd- f a ‘ Ra - verQ 
4* 
I 
+ 
4- 
1,0'C. 
0,3 
0,3 
0,4 
deutseh- 
land 
+ 
+ 
4. Dänemark 
5. Niederlande 
6. Oesterreich- 
7. Schweiz . . 
b. Württemberg 
c. Baden ... — 
d. Hnksrhein.Geb.-f- 
a. nördi. 
b. mittl. 
e. südl. 
+ 
4* 
4 
0,0 
0,6 
0,6 
0,6 
0,2 
1,1 
0,7 
0,8 
0,2 
0,3 
0,4 
l) Zu Mobile fielen am 18.—19. 6,70 Zoll = l70«im im Laufe voo 8 Stunden.
	        
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