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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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schritten worden war, lief der Wind südwestlich und schliefslieh, indem er 
gleichzeitig ganz flau wurde, durch Süd nach SB. Aus letzterer Richtung nach 
kurzer Zeit auffrischend wurde der Wind zum Passat, dessen polare Grenzo am 
24. November in der Nähe von 30° S-Br uud 107,5° O-Lg zu liegen schien. 
Der Barometerstand erreichte dort mit 765,8 mm sein Maximum. Das Gebiet 
des frisch wehenden Passats dehnte sich aus bis nach 20° S-Br in 113,5° O-Lg. 
Schon hier, wo der Luftdruck bis auf 761,0 mm gesunken war, drehte der Wind 
durch Süd nach SSW zurück, um dann ganz allmählich an Stärke abzunehmen. 
Bei leichtem unbeständigen Westwinde und gewitterhaftein Wetter, das bei einem 
gleichmäfsig niedrigen Luftdruck von etwa 757,5 mm auftrat, wurde daun der 
letzte Theil des Weges zu den Sw/ida-Inseln zurückgelegt. Am 4. Dezember 
wurde die Sandelbosch-lnsoil gesichtet, und drei Tage später die (bw&a^-Passage 
durchsegelt. 
ln der Molukken-Sec fand „Papa“ eine ziemlich günstige Gelegenheit. 
Mau befand sich dort am 9. Dezember in Sicht der Insel Buru und erreichte 
am 15. Dezember den Aequator in der Nähe der Insel Geby. Kurze Zeit nach 
dem die Bark in nördliche Breite gekommen war, frischte der von starker Ost 
strömung begleitete Westwind auf und zwischen 1° und 3° N-Br wehte er als 
recht kräftiger Wind. Als die letztere Breite überschritten worden war, be 
obachtete man an mehreren Tagen Mallung von mäfsiger Stärke, aus welcher 
sich am 20. Dezember in geringer Entfernung von 5° N-Br in 136,5° O-Lg der 
NE-Monsun entwickelte. Mit dem Antreffen dieses Windes sah Kapt. Bannau 
die Schwierigkeiten der Reise als überwunden an; doch erwies sich dieses als 
eine Täuschung. Man segelte bei dem, von trübem regnerischen Wetter be 
gleiteten steifen unbeständigen Monsun nördlich. Als 9° N-Br überschritten 
worden war, lief der Wind so schral, dafs gewendet und über St. B.-Bug ge 
segelt werden mufste. Am Mittage des 25. Dezember befand „Papa“ sieh in 
10,4° N-Br und 132,3° O-Lg. Nach diesor Zeit nahm die Stärke des NE-Windes 
mehr und mehr zu, und am Schlüsse des Etinales stürmte es in Böen bei auf 
757,7 mm gesunkenem Luftdrucke heftig. Kapt. Bannau gelangte jetzt zu der 
Ueberzeugung, dafs, trotz der vorgerückten Jahreszeit, ein Taifun in der Nähe 
herrschen müsse. Man drehte daher mit dem Schiffe über B. B.-Bug bei, dio 
Segel wurden bis auf wenige Schrägsegel festgemacht, Bramraaen an Deck 
genommen und Alles an Bord so weit wie möglich gesichert. Den 26. und 
27. Dezember hindurch hielt der Sturm dann aus nordöstlicher Richtung an, 
jedoch wehte er nicht stets in gleicher Stärke. Zuweilen war dieselbe orkan 
artig, und daun gab es wieder Pausen, in deucu die Windstärke nicht übermäfsig 
stark war. Es regnete ununterbrochen, dabei sank der Luftdruck noch langsam, 
und war er am 27. Dezember auf 753,4 mm gefallen. Am 28. Dezember erreichte 
unweit 10,2° N-Br und 130° O-Lg das Barometer mit 753,1 mm seinen niedrigsten 
Stand. Der Sturm wehte um diese Zeit aus Nord in Böen, deren Stärke bis zu 
11 stieg. Um 8 h a. m. dieses Tages wurde es, nach einer sehr heftigen Böo, 
ganz windstille, doch setzte der Sturm bald wieder aus der Nordrichtung ein. 
Nach diesem Vorgänge begann, obgleich die Witterung noch ebenso regnerisch 
und die Böen gleich schwer wie zuvor blieben, der Luftdruck langsam zuzu 
nehmen, auch drehte der Wind durch Nord nach NNW. Am 29. mäfsigte sich der 
Sturm bedeutend, am Ende dieses Tages war das Barometer auf 758,3 mm ge 
stiegen, und am Morgen des 30. Dezember setzte der iu 8,6° N-Br und 128,0° 
O-Lg stehende „Papa“ bei stürmischem NW-Wiud Segel, um einen südöstlichen 
Kurs zu verfolgen. Als der Wind nun noch mehr nach links drehte, wurde 
ein dem entsprechender östlicherer und nördlicherer Kurs gesteuert. Der Wind 
setzte seine Drehung auch in deu folgenden Tagen fort; am 2. Januar 1881 
war dieselbe unweit 10° N-Br in 133,8° O-Lg eine südöstlioho geworden, uud 
einen Tag später ging er in deu, freilich zunächst sich als gänzlich gestört 
zeigenden NE-Monsun über. 
Erst am 7. Januar fand „Papa“ kräftigen beständigen NE-Wind, hei 
welchem am 9. Januar der Balingtan-Kanal passirt uud am 11. Januar der 
Ilafeu von Hongkong erreicht wurde. Die Dauer der Reise von Lizard ab 
betrug 124, bis nach der Sandelbosch-Insel 86 Tage. Auf dem letzteu Reise 
abschnitte im indischen Oeean hatte man 30° S-Br in 107,6° O-Lg am 24. No 
vember, und 20° S-Br in 113,3° O-Lg am 28. November überschritten,
	        
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