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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

396 
; Datum 
i| 1872 
Ort 
N-Br j O-Lg 
Tiefe 
ro 
Temp. 
°C 
Spec. 
Gew. 
Bemerkungen 
Datum 
1872 
Ort 
N-Br | O-Lg 
Tiefe 
m 
Temp, 
°C 
Spec. 
Gew. 
Bemerkungen ji 
Aug. 8 
74° 12' 
53° 49' 
0 
2,2 
1,0245 
Aug. 10 
74° 56' 
55° 26' 
0 
1,5 
1,0230 
2 
0,2 
Von l h —8 h p. m. 
5 
0,9 
Luftspiegelungen bei 1 
2 h p.m 
4 
0,0 
durch Treibeis ge- 
12 h p.m. 
11 
—0,1 
klarer Luft. Wasser 
6 
0,0 
steuert. Wasser 
18 
—0,6 
hellblau, durch-! 
8 
—0t8 
blau und durch- 
27 
1,5 
sichtig bis lim. 
12 
—i,i 
sichtig bis 4 tu. 
91 
—2,0 
15 
—1,2 
Nördlich setzende 
137 
-2.1 
Schlamm. 
27 
—1,7 
Strömung bemerkt. 
Aug. 11 
75° 24' 56° 25' 
0 
0,6 
1,0245 
Eis sehr venheilt und 
40 
-2,0 
2 
-0,1 
morsch. Wasser, 
82 
—2,1 
12 11 p.m. 
9 
—0,5 
meergrün und bis] 
155 
—3,0 
Schlamm. 
1 
18 
—1,0 
4 m durchsichtig-! 
Aug. 9 
75° 4' 
55° 12' 
0 
2,7 
1,0220 
37 
—1,5 
Strom südl. setzend 
1 
1,5 
An derWestküste von 
73 
—2,0 
Mittag 
2 
1,4 
Nowaja-Semlja. 
97 
-2,3 
4 
1,1 
8 
1,0 
11 
0,9 
15 
0,7 
18 
0,1 
22 
—1,4 
27 
—11 
37 
—1.5 
42 
-1,7 
Kleine Steine. 
Die Beobachtungen erfolgten in der Regel um 7 h a. m., 2 b p. m., 9 h p. m. 
und Mitternacht, zuweilen auch noch zu anderen Stunden, und erstreckten sich 
auf die Messungen des Luftdruckes (an einem Quecksilberbarometer und zwei 
Aneroiden), der Temperatur der Luft (an Thermometern von Kapeller) und 
des Wassers an der Oberfläche und in verschiedenen Tiefen (an Thermometern 
von Miller-Casella), des specifischen Gewichtes, 1 ) des Dunstdruckes, des 
Windes, des Seeganges, der Strömungen und des Zustandes des Eises. 
Nach den in dieser Tabelle enthaltenen Angaben erreicht der Meeres 
boden Va Grad südlich von Harn-Sund an der SW-Küste von Spitzbergen (in 
ca 77° N-Br und 16° O-Lg) eine Tiefe von 457 m; östlich davon bis 50° O-Lg 
sind als gröfste Tiefen nur 150 bis 300m gelothet worden; diese Lothungen be 
stätigen das Vorhandensein eines flachen Meeres (der Barents-See) zwischen 
Spitzbergen und Nowaja-Semlja, welches der „hbjöm“ bereits bei seiner Fahrt 
im Jahre 1871 naebgewiesen hatte. 
Zwischen Norwegen und Spitzbergen (s. Tabelle sub Juni 22 bis Juli 7) 
sind bis zu dem Parallel von 75° Nord höhere Bodentemperaturen gefunden 
worden, entsprechend den No. 1 und 2 der Tabelle I. Eine auffallende 
Erscheinung zeigt sich bei den zwei Temperaturmessungen am 26. Juni in 
ca 76° 50' N-Br und 17 l /s 0 O-Lg; die Messung um 5 h p. m. ergab in 165m Tiefe 
eine Temperatur von -|- 2,1°, vier Stunden später, nachdem das Schiff einen 
grofsen Eisberg passirt hatte, war die Temperatur in 137 m Tiefe —0,2° und 
in 172m Bodentiefe bis zu —1,5° gesunkeu; von 9 h p. m. bis Mitternacht sank 
die Oberflächentemperatur von -f- 2,4° bis -f- 0,7°. 
Im Horn-Sund selbst, in dessen Innerem 128 m Bodentiefe gelothet wurde, 
lag die 0°-lsothcrme in 55m Tiefe; in derselben Tiefe, aber einen halben Grad 
weiter südlich, im offenen Meere, betrug die Temperatur noch 3,8°, in 366m 
noch 1,5° und am Boden in 457 m Tiefe —0,7°, während sie im Ilorn-Sund 
am Boden in 128 m Tiefe — 1,0 war. 
Das specifische Gewicht des Wassers war dabei von 1,0235 bis 1,0275 
gestiegen. 
Die Temperaturmessungen des „Isbjörn* von 1872 Juli 8 bis August 11, 
zwischen Spitzbergen und Nowaja-Semlja und längs der Westküste dieser Insel, 
ergaben im Allgemeinen niedrigere Wassertemperaturen für dieselben Tiefen, 
als diejenigen, welche dasselbe Schiff auf der Fahrt im Jahre 1871 in denselben 
i) Die Reduktionen der Beobachtungen des Luftdruckes etc. wurden vom hydrographischen 
Amte zu Pola ausgefdhrt.
	        
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