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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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Insel  St.  Antonio,  fand  eine  regelmäfsige  südwestliche  Strom  Versetzung  von
Vs  bis  1  Kn  Geschwindigkeit  statt,  während  dieselbe  südlich  dieser  Insel  bis  zu
5°  N-ßr  mit  einer  ähnlichen  Stärke  in  südlicher  Richtung  setzte.  Von  5°  bis
1,5°  N-Br  setzte  der  Strom  nördlich  und  nordwestlich,  ebenfalls  mit  einer
Geschwindigkeit  von  ‘/s  bis  1  Kn.  Dahingegen  fand  unter  der  Linie  zwischen
1,5°  N-Br  und  2°  S-Br  keine  Stromvorsctzung  statt.  Von  2°  S-Br  bis  5°  S-Br
beobachteten  wir  eine  westsüdwestliche  Strömung  von  ungefähr  1  Kn  Fahrt.
Südlich  von  dieser  Breito  wurde  keine  neunonswerthe  Versetzung  wahrgenommen.
Von  25°  S-Br  an  machte  sich  jedoch  eine  leichte  östliche  Versetzung  bemerkbar;
wohl  infolge  des  stürmischen  Westwindes,  den  wir  dort  antrafen,  denn  mit  dem
Aufhöron  dieses  hatte  auch  die  Strömung  ihr  Ende  erreicht.
In  40,5°  S-Br  und  17°  O-Lg  beobachteten  wir  die  erste  starke  Schwankung
in  der  Wassertemperatur,  indem  dieselbe  in  8  Stunden  von  10,3°  C.  auf  18,8°  C.
zunahm,  ohne  dafs  wir  bis  dahin  irgend  welche  Stromversetzung  von  Bedeutung
gespürt  hatten.  In  39,5°  S-Br  und  von  20°—22°  O-Lg,  woselbst  wir  während
eines  ganzen  Etmals  in  Windstille  trieben,  lief  eine  ostnordöstliche  Strömung
von  2  Kn  Stärke,  und  auch  im  folgenden  Etmale,  bis  zur  Länge  von  26°  Ost
fanden  wir  uns  40  Sm  nach  EzN  versetzt.  Auf  ungefähr  40°  S-Br  weiter
segelnd  beobachteten  wir  bei  starkem  Schwanken  dor  Wassertemperatur  beständig ­
  östliche  Stroinversetzuugen,  und  zwar  im  Anfänge  eine  rocht  östliche
von  ungefähr  I  Kn  Geschwindigkeit,  nachher  bis  80°  O-Lg  von  */a—1  Kn
mit  der  Richtung  etwas  nördlich  von  Ost.  Ocstlich  von  80°  O-Lg  konnte  mit
Sicherheit  keine  Strömung  konstatirt  werden.  Ebenso  wenig  als  die  sogenannte
australische  Triftströmung  machte  sich  bis  nach  12°  S-Br  eine  Versetzung  in
der  Passatregion  bemerkbar.  Weiter  nördlich  trat  jedoch  eine  westliche
Strömung  von  1  Kn  Geschwindigkeit  auf,  die  westlich  von  der  iS««i6a-Insel  mit
vermehrter  Geschwindigkeit  westsüdwestlich  setzte.  Dicht  unter  der  Küste  von
Sumbawa  war  die  Strömung  veränderlich.
Als  wir  am  24.  Juli  der  Küste  von  Sumba  näher  kamen,  wurde  der
Wind  flau  und  Mittags  in  der  Nähe  der  SW-Spitze  dieser  Insel  fast  still.  Bei
ganz  leichten,  gelegentlich  von  Stillen  unterbrochenen  südlichen  Winden  umsegelten ­
  wir  am  Nachmittage  die  erwähnte  Landspitze.  In  der  Nacht  steuerten
wir  bei  leichten  östlichen  und  südöstlichen  Winden  einen  nordöstlichen  Kurs,
parallel  der  Küste  von  Sumba.  Mit  Tagesanbruch  fanden  wir  uns  jedoch  weit
westlich  von  der  Insel  versetzt,  und  ich  liofs  deshalb  bei  dem  jetzt  auffrischenden
östlichen  Winde,  am  Winde  segelnd,  das  Schiff  nach  Sumbawa  hinüber  laufen,
woselbst  ich  weniger  westliche  Strömung  vermuthete.  Der  recht  frische  Wiud
war  am  Vormittage  östlich  oder  etwas  südlicher,  am  Nachmittage  aber  BNE
und  sogar  noch  nördlicher.  Um  2  Uhr  Nachmittags  wendeten  wir  dicht  unter
Sumbawa,  wo  ein  leichter  östlicher  Strom  zu  sein  schien.  Um  ö’/a  Uhr  Nachmittags ­
  sprang  der  Wind  plötzlich  um  auf  ESE  und  wehte  in  der  folgenden
Nacht  von  SE  mit  der  Stärke  3.  Die  Luft  war  während  der  Nacht  hell  und
sichtig,  und  da  wir  immer  die  Swaifea-Insel  sehen  konnten,  während  die  nördlich
von  uns  gelegenen  Inseln  nicht  sichtbar  waren,  so  folgerte  ich,  dafs  uns  der
Strom  vor  dor  Sapte-Strafse  stark  nach  Süd  versetzte,  und  liefs  ich  deshalb  das
Schiff  nur  zwei  Stunden  nach  Süd,  die  ganze  übrige  Zeit  der  Nacht  aber  nach
NE  stehen.  Mit  Tagesanbruch  bestätigte  sich  meine  Erwartung,  denn  wir
fanden  uns  z.  Z.  kaum  10  Sm  nördlich  von  der  Sum^a-lnsel  entfernt.  Nun
erhob  sich  ein  frischer  SE-Wind.  Wir  steuerten  bei  demselben  einen  nördlichen
Kurs,  direkt  auf  die  östliche  Seite  der  Einfahrt  zur  SapiVStrafse.  Je  näher
wir  aber  der  Strafse  kamen,  desto  stärker  wurde  die  aus  derselben  setzende
Strömung,  so  dafs  um  10Va  Uhr  Vormittags  bei  einer  Fahrt  von  8‘/a  Kn  und
bei  SE-Wind  von  der  Stärke  7  das  Schiff  in  der  starken  Stromkabbelung  und
der  wilden  See  fast  nicht  von  der  Stelle  kam.  Es  steuerte  jedoch  immer  uoch
gut.  Gegen  11  Uhr  schien  der  Strom  weniger  zu  werden,  und  eine  halbe  Stunde
später  passirten  wir  in  1—1‘/2  Sm  Abstand  die  kleine,  an  der  SW-Spitze  von
Comodo  liegende  Insel  Schoorsteen,  woselbst  kaum  noch  eine  nach  Süd  setzende
Strömung  vorhanden  war.  Südlich  von  der  Strafse  setzte  der  Strom  südsüdöstlich. ­

Beim  Durchsegeln  der  Strafse  blieb  der  Wind  frisch  aus  SSE;  als  wir
uns  aber  am  Nachmittage  der  am  nördlichen  Ausgange  gelegenen  Insel  Banta
            
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