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von Manglar Alto sind allerdings mehrere kleine Dörfer, jedoch alle ohne
Thürme. Die Häuser von Manglar Alto sind Bambushütten. Fleisch ist zu
1 Real pro */s Kilo käuflich zu haben; Grüuwaaren sind jedoch selten. Das
Trinkwasser ist gut, aber schwer an Bord zu bekommen. Man bezahlt für
30 kleine Fässer ä 40 Liter 6 Dollar frei an Bord. Hauptausfuhrartikel
sind Steinnüsse. Zum gröfsten Theile werden dieselben aber vermittelst kleiner
Fahrzeuge nach Guayaquil oder Marita gebracht. Gröfsere Schiffe kommen selten
hierher. Eine Dampferverbindung mit Guayaquil besteht nicht, wohl aber eine
solche mit Balenita (Sta. Elena-Bai). Wegen der hohen Brandung am Lande
ist das Landen mit dem Schiffsboote nicht rathsam. Die Ladung wird ver
mittelst Kanoes an Bord geschafft. Da die Kanoes oft kentern, immer aber
halb voll Wasser sind, wenn sie längsseits kommen, so ist es nicht möglich, die
Ladung trocken zu erhalten. Obwohl am Lande eine starke Brandung steht,
liegt das Schiff doch gut und sicher. Der vorherrschende Wind war von
SW; derselbe erreichte nur selten die Stärke 3. Abwechselnde Land- und See
briese machten sich nicht bomcrklich; nur mitunter kam in der Nacht oder gegen
Morgen leiser Zug aus südlicher bis südöstlicher Richtung durch. Die Strömung
setzte in Manglar Alto gewöhnlich längs der Küste von Süd nach Nord, doch
war auch einige Male eine solche aus der entgegengesetzten Richtung bemerkbar.
Die Stärko der Strömung war sehr veränderlich und erreichte höchstens 1 Sm
die Stunde. Für gewöhnlich aber war dieselbe sehr schwach. Der Himmel
war meistentheils bedeckt, und waren deshalb astronomische Beobachtungen zur
Bestimmung der genauen Lage des Ortes nicht gut zu erhalten.“
8. Reihentemperaturen im Südatlantic westlich und südlich
von Feuerland. Kapitän C. H. F. Ringe, Führer der deutschen Bark
„Jupiter“, dem wir schon mehrere werthvolle oceanographische Beobachtungen
verdanken (s. diese Annalen 1880 pag. 405 und 1881 pag. 229) hat uns neuer
dings nachstehende Messungen von Reihentemperaturen eingesendet, welche er
auf der Reise von Hamburg nach San Diego und zurück im August 1881 und
Februar 1882 ausgoführt hat. Die folgenden Angaben sind nach den für die
angewendeten Thermometer festgestellten Korrektionen verbessert.
f“
Art
Temperatur °C
Spec.
Wind '
i Datum
j und
j Stunde
54 100 110
, r ~ Fad. Fad. Fad.
Hache
(korr.); 99 m 183 m ¡201 in
170 250
290
370
Gewicht
auf
17,5°C
red.
S-15r
W-Lg
Fad. Fad.
311 m 466 m
Fad.
530 m
Fad.
677 m
Rieht.
und
Stärke;
1881
O 4
O 4
1 1 '
Aug.22
ll h a. m.
52 48
66 44
6,4 5,3»), — ; 5,3»)
_ . _
1,02766
8 1
1882
Febr. 1
3 h p. m.
57 2
64 59
1
8,1 1 — 5,1 | -
3,9!) 2.7
4.1!)
2,9»)
1,02765
NNE l 1
A n m.
Die Beobachtungen ad J ) sind angestellt mit Thermometer
von Negretti & Zambra.
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1
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, Miller-Casella.
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Gedruckt lind in Kommission bei E. S. Mittler & So hü.
Königliche Hofbuchhandlung.
Kochstrafse 69/70.