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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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von Manglar Alto sind allerdings mehrere kleine Dörfer, jedoch alle ohne 
Thürme. Die Häuser von Manglar Alto sind Bambushütten. Fleisch ist zu 
1 Real pro */s Kilo käuflich zu haben; Grüuwaaren sind jedoch selten. Das 
Trinkwasser ist gut, aber schwer an Bord zu bekommen. Man bezahlt für 
30 kleine Fässer ä 40 Liter 6 Dollar frei an Bord. Hauptausfuhrartikel 
sind Steinnüsse. Zum gröfsten Theile werden dieselben aber vermittelst kleiner 
Fahrzeuge nach Guayaquil oder Marita gebracht. Gröfsere Schiffe kommen selten 
hierher. Eine Dampferverbindung mit Guayaquil besteht nicht, wohl aber eine 
solche mit Balenita (Sta. Elena-Bai). Wegen der hohen Brandung am Lande 
ist das Landen mit dem Schiffsboote nicht rathsam. Die Ladung wird ver 
mittelst Kanoes an Bord geschafft. Da die Kanoes oft kentern, immer aber 
halb voll Wasser sind, wenn sie längsseits kommen, so ist es nicht möglich, die 
Ladung trocken zu erhalten. Obwohl am Lande eine starke Brandung steht, 
liegt das Schiff doch gut und sicher. Der vorherrschende Wind war von 
SW; derselbe erreichte nur selten die Stärke 3. Abwechselnde Land- und See 
briese machten sich nicht bomcrklich; nur mitunter kam in der Nacht oder gegen 
Morgen leiser Zug aus südlicher bis südöstlicher Richtung durch. Die Strömung 
setzte in Manglar Alto gewöhnlich längs der Küste von Süd nach Nord, doch 
war auch einige Male eine solche aus der entgegengesetzten Richtung bemerkbar. 
Die Stärko der Strömung war sehr veränderlich und erreichte höchstens 1 Sm 
die Stunde. Für gewöhnlich aber war dieselbe sehr schwach. Der Himmel 
war meistentheils bedeckt, und waren deshalb astronomische Beobachtungen zur 
Bestimmung der genauen Lage des Ortes nicht gut zu erhalten.“ 
8. Reihentemperaturen im Südatlantic westlich und südlich 
von Feuerland. Kapitän C. H. F. Ringe, Führer der deutschen Bark 
„Jupiter“, dem wir schon mehrere werthvolle oceanographische Beobachtungen 
verdanken (s. diese Annalen 1880 pag. 405 und 1881 pag. 229) hat uns neuer 
dings nachstehende Messungen von Reihentemperaturen eingesendet, welche er 
auf der Reise von Hamburg nach San Diego und zurück im August 1881 und 
Februar 1882 ausgoführt hat. Die folgenden Angaben sind nach den für die 
angewendeten Thermometer festgestellten Korrektionen verbessert. 
f“ 
Art 
Temperatur °C 
Spec. 
Wind ' 
i Datum 
j und 
j Stunde 
54 100 110 
, r ~ Fad. Fad. Fad. 
Hache 
(korr.); 99 m 183 m ¡201 in 
170 250 
290 
370 
Gewicht 
auf 
17,5°C 
red. 
S-15r 
W-Lg 
Fad. Fad. 
311 m 466 m 
Fad. 
530 m 
Fad. 
677 m 
Rieht. 
und 
Stärke; 
1881 
O 4 
O 4 
1 1 ' 
Aug.22 
ll h a. m. 
52 48 
66 44 
6,4 5,3»), — ; 5,3») 
_ . _ 
1,02766 
8 1 
1882 
Febr. 1 
3 h p. m. 
57 2 
64 59 
1 
8,1 1 — 5,1 | - 
3,9!) 2.7 
4.1!) 
2,9») 
1,02765 
NNE l 1 
A n m. 
Die Beobachtungen ad J ) sind angestellt mit Thermometer 
von Negretti & Zambra. 
If 
1 
* 
* 
* *) * * * 
» 
, Miller-Casella. 
j 
Gedruckt lind in Kommission bei E. S. Mittler & So hü. 
Königliche Hofbuchhandlung. 
Kochstrafse 69/70.
	        
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