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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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oodlicli bis zum 6. März in Sicht von Java Head. Die Dauer der Reise von 
50® N-Br ab betrug 105 Tage. 
Bei westlichem Winde durchsegelte „Josefa“ auch die S«»da-Strafse, am 
8. März befand die Bark sich in der Nähe von Anger und am 14. März vor 
dem Eingänge zur ßajHa-Strafse. Die Durchsegelung derselben wurde durch 
den meist aus nordnordwestlicher Richtung wehenden Wind und Gegenströmung 
sehr erschwert. Am 3. April gelangte „Josefa“ zum Aequator in 105,4° O-Lg. 
Nachdem man nördlich von demselben gekommen war, wurde zunächst solch 
anhaltende Windstille angetroffen, dais erst am 13. April 8° N-Br in 104,8° O-Lg 
erreicht werden konnte. Nördlich von dieser Position gewährten leichte Ost 
winde, die einen NNO-Kurs ermöglichten, eine günstigere Gelegenheit, und als 
8,5° N-Br überschritten worden war, wehten häufig leichte südwestliche Winde. 
Den von 15° N-Br ab noch vorliegenden Tlieil der Reise legte die Bark bei 
ziemlich frischem Ostwindo zurück, und am 4. Mai ankerte „Josefa“ im Hafen 
von Hongkong. Die Dauer der ganzen Reise betrug 164 Tage. In der China- 
See war 5° N-Br in 105,4° O-Lg am 16. April, 10° N-Br in 110,3° O-Lg am 
23. April und 15° N-Br in 113,3° O-Lg am 29. April geschnitten worden. 
Am 24. Juni verliofs „Josefa“ die Rhede von Hongkong wieder, um eine 
Anzahl chinesischer Passagiere nach Portland zu bringen. Der mäfsige, während 
der ersten beiden Tage aus Ost wehende Wind lief später südöstlich und am 
28. Juni in der Nähe von 25° N-Br in 120° O-Lg südwestlich. Der meist 
frisch aus letzterer Richtung wehende Wind führte die Bark dann in ziemlich 
rascher Weise nordostwärts, so dafs man bis zum 10. Juli nach 37° N-Br in 
147° O-Lg gelangte. Unweit dieses Punktes endete die günstige Gelegenheit, 
und man muiste sehr lange Zeit bei vorherrschend östlichen Winden segeln. 
Durchstehende Westwinde wurden in der That erst angetroffen, nachdem „ Josefa“ 
am 11. August in die Nähe von 45,5° N-Br in 149° W-Lg gelangt war, und 
führten diese das Schiff dann in befriedigend rascher Fahrt zur Mündung des 
CWamim-Flusses. Am 22. August befand man sich nahe vor der Barre der 
Flufsmündung, und am nächsten Tage schleppte ein Dampfer das Schiff nach 
der Rhede von Astoria. Die Dauer der Reise betrug 59 Tage. Während dieser 
Zeit war 30° N-Br in 131,9° O-Lg am 2. Juli und 40° N-Br in 148° O-Lg am 
13. Juli, wie 130° O-Lg in 29° N-Br am 1. Juli, 150° O-Lg in 41,8° N-Br am 
14. Juli, 180° Länge in 43,7° N-Br am 31. Juli und 150° W-Lg in 45,5° N-Br 
ain 10. August gekreuzt worden. 
Am 12. Oktober verliefs „Josefa“ den Columbia-Flufs -wieder, um nach 
Liverpool zu segeln. Der beim Antritt der Reise wehende NW-Wind drehte 
unweit 44° N-Br durch Nord nach NE und wurde später, nachdem 38° N-Br 
überschritten worden war, flau und unbeständig. Unweit 32,5° N-Br in 125,3° W-Lg 
schien am 21. Oktober der NE-Passat, dessen Gebiet sich bis nach 8° N-Br in 
120,5° W-Lg ausdehnte, einzusetzen. Den Stillengürtel, in welchem leichte 
südöstliche Briese vorherrschte, überschritt „Josefa“ in vier Tagen, nach welcher 
Zeit am 7. November in 6,5° N-Br und 121,4° W-Lg der SE-Passat wieder an 
getroffen wurde. Am 13. November, dem 32. Tage der Reise, überschritt 
„Josefa“ den Aequator in 127,6° W-Lg. Auf dem Wege zu diesem Punkte 
war 40° N-Br in 126,7° W-Lg am 15. Oktober, 30° N-Br in 125,3° W-Lg am 
22. Oktober, 20° N-Br in 123° W-Lg am 27. Oktober und 10° N-Br in 
120,8° W-Lg am 1. November gekreuzt worden. 
In südlicher Breite wurde nur ein sehr mäfsiger, jedoch aus raumer 
Richtung wehender Passat angetioffen. Au mehreren Tagen war derselbe, wie 
es in diesem Theile des Oceans in der Nähe der Paumotu - Inselgruppe nicht 
selten geschieht, durch leichte Mallung gestört. Dafür erstreckte er sich aber 
so weit nach Süden, dafs nicht früher als unweit 43° S-Br der Wind eine 
nordöstliche Richtung annahm. Das Maximum des Luftdrucks beobachtete man 
mit 772,5mm in der Nähe von 33° S-ßr und 132° W-Lg. Nachdem der Wind 
die nordöstliche Richtung angenommen hatte, behielt er dieselbe auch für 
längere Zeit, und wurden durchstehende Westwinde nicht eher als südlich von 
50° S-Br angetroffen. Am 23. Dezember befand „Josefa“ sich in Sicht der 
Insel Diego Ramírez. Es waren 40 Tage nach dem Passiren der Linie ver 
flossen, und in dieser Zeit hatte man 10° S-Br in 128,8° W-Lg am 19. No 
vember, 20° S-Br in 127,6° W-Lg am 24. November, 30° S-Br in 128,8° W-Lg
	        
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