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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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3. Die nördlichste Insel von Yap soll nicht Ronno, sondern Ramoun 
heifsen. 
4. Der in der Karte Gelowith genannte Ort soll richtig Okau heifsen. 
Gelowith soll auf der 5 Sm nördlicher befindlichen Ecke liegen, wo sich in der 
Karte ein Hafen befindet. Letzterer ist von Herrn Holcomb mit kleinen Fahr 
zeugen besucht worden, soll aber wegen zahlreicher einzelner Steine für gröfsere 
Schiffo nicht zu empfehlen sein.“ 
14. Wind- und Strömungsverliältnisse zwischen Yap und Ponape. 
„Am 26. August verliefe S. M. Aviso „Habicht“ die T<wm7-Bucht. Die 
Witterungsverhältnisse gestalteten sich bald sehr ungünstig; cs zeigte sieh dabei, 
clafs die Navigirung zwischen diesen Inseln während der Monsunzeit recht 
schwierig ist. Am 27. August wurde bei schönem Wetter eine Versetzung von 
25,5 Sm in 24 Stunden nach Süd gefunden. Am 28. August wurde bei auf 
frischendem WSW-Winde das Wetter dick und regnerisch. Am 29. wurde es 
zwar etwas besser, aber am 30. August schlug es wieder um. Vom 27. zum 
29. August war das Schiff um ca 20 Sm in 48 Stunden nach NE versetzt worden, 
und vom 29. zum 31. August um 35 Sm nach ESE.“ 
15. Bemerkungen über Ifalik. Fahrt von Ifalik nach Ponape. 
„Am 31. August befand sich S. M. Aviso „Habicht“ vor der //‘«¿¿¿•Gruppe; 
diese besteht aus drei Inseln und oinem kleinen Inselchen; letzteres liegt auf 
der Mitte des langen Riffes, welches sich von der nördlichsten Insel ca 3 Sm 
weit nach West hinaus erstreckt. 
Die Bewohner von Ifalik sind hübsche, kräftige Leute von ungewöhnlich 
heller Hautfarbe. Sie gehen (abgesehen von dem Moro) nackt, wie die Be 
wohner von Yap. 
Am 2. September steuerte bei schönem Wetter „Habicht“ mit vollen 
Segeln zwischen Suluk- (Pulasuk-) I. und dem Helenen-Riffe durch. Der SW- 
Monsun stand bis zum 4. September auf 151° O-Lg durch, ging dann abflauend 
auf NW und hörte an diesem Tage auf; ihm folgten sodann unregelmäfeige 
Winde mit böigem Wetter; erstere hielten sich jedoch meistens aus nordwest 
licher und südwestlicher Richtung. Am 7. September l' 1 a. m. kamen die Par- 
guenema- (Pakin-) ln. in Sicht, wobei eine Versetzung nach ONO von 0,7 Sm 
p. h. konstatirt wurde.“ 
16. Ponape. 
„Am 7. September lief S. M. Aviso „Habicht“ in den Hafen von Jamestown 
bei der Nordküsto von Ponape ein. Die beste Marke für das Ansegeln ist eine 
schroffe Felsspitze auf der Insel Jekoits, welche dem Rammbuge unserer älteren 
Panzerschiffe in der Form sehr ähnlich ist. Um 9 Uhr wurde unter der Insel 
Lungur in 54m Wasser, gelber Korallensand, mit je 100m von beiden Ketten 
in folgenden Peilungen vermoort: Lw«<?«r-Nordspitze mw NOzO, Lw«<7wr-Süd- 
spitze OSO 3 /*!). 
Der Hafen von Lungur — wie dieser Ankerplatz richtiger heifsen würde 
— ist sehr eng und von zahlreichen Korallenriffen besetzt, so dafs nur zwei 
bis drei kleinere Schiffe zugleich in demselben vermoort liegen können. Für 
ein grofses Schiff ist das Ankern hier nicht unbedenklich, da dasselbe nur mit 
kurzen Ketten rnooren kann und der Platz für das Manövriren beim Ankerauf 
gehen äufserst beschränkt ist. Für ein solches Schiff wäre das Ankern auf der 
Stelle, wo in der Br. Adm.-K. (Tit. XI, No. 404) 40 Faden verzeichnet sind, 
räthlieher, obwohl auch hier der Platz noch beschränkt ist. 
Im Uebrigen hat das Ein- und Auslaufen keine Schwierigkeiten, da die 
Untiefen bei günstiger Beleuchtung gut zu sehen und aufserdem seitens der 
Firma Capelle & Co., welche auf Lungur ihre Hauptstation hat, recht gut 
markirt sind. Die kleineren Korallenriffe dicht unter dem Strande vou Lungur 
sind durch Stangen und die in der Karte verzeiehnete 2 Fad.-Stelle durch eine 
Holzboje bezeichnet, welch letztere allerdings schon bei mittlerer Fluth ver 
schwindet. Die gröfseren Riffe sind von der Einfahrt bis zum Ankerplätze
	        
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