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bestanden, besitzen die Firma Hernsheim & Co. und die Südsee-Planiagen-
Gesellschaft in diesen Gegenden jetzt zusammen auf verschiedenen Plätzen dieser
Inseln 32 Unteragenten, welche in der Nähe ihrer Station Landesprodukte,
hauptsächlich Kopra, gegen Waaren eintauschen. Auch australische Schiffe
treiben hier Handel, Eine Sydney’er Firma, Kelley & Williams, hat vor
einiger Zeit den Versuch gemacht, auf Matupi eine Station zu gründen, die
selbe ist jedoch wieder aufgegeben worden.
Die Verbindung zwischen Matupi und Australien ist eine lebhafte. Im
Durchschnitt kommt mindestens einmal im Monat ein Schiff von Sydney an;
aufserdem fahren Hernsheim’sche Dampfer häufiger nach Cooktown. Diese
Verbindung ist also jedenfalls eine schnellere, als die mit Apia. Die deutschen
Handelsinteressen wachsen in hiesiger Gegend an Umfang und Bedeutung.
Dauerproviant uud Kohlen (meist westfälische) sind zu Matupi stets zu haben,
frischer Proviant und Wasser aber nicht.“
9. Duke of York -Inseln. *)
„Am 21. Juli wurde Matupi zu einer Reise nach den Duke of For/fc-Inseln
und Neu-Irland wieder verlassen und am Nachmittage im Hafen von Meoko
geankert. Zum Einlaufen in den Hafen wurde die Levinson-Passage gewählt
und dieselbe in Uebereinstimmung mit den Angaben S. M. S. „Ariadne“ in den
„Ann. d. Ilydr. etc.“, 1879, pag. 283, als recht einfach befunden. Jedoch er
streckt sich das von der Nordseite von Meoko auslanfende Riff weiter nach der
Insei Muarlin hinüber, als in der dem Heft IV der „Ann. d. Hydr. etc.“, 1879,
beigefügten Karte angegeben ist. Auf der Spitze dieses Riffes sind aber immer
noch 7,3m (4 Fad.) Wasser.
Die Handelsstation der Südsee-Plantagen-Gesellschaft ist von dem Nord
ende der Insel nach der Westspitze verlegt worden. Die Flagge ist von Sec
aus durch die Bäume zu sehen.
Die in der vorerwähnten Karte der Duke of York - Inseln zwischen den
Inseln Utuan und Meoko verzeichnete Bootspassage existirt nicht; das Riff ist
hier vielmehr ungebrochen und scheint auch mit dem von Keravara in Ver
bindung zu stehen.
Auf den Duke of ForA-Inseln hat die Firma Hernsheim & Co., seitdem
sie ihre Sammelstation von Makata nach Matupi verlegt hat, keine Faktorei
mehr. Ausrüstungsgegenstände irgend welcher Art sind in Meoko nicht zu
bekommen.
Ueber die Bevölkerungsverhältnisse dieser Insel ist nichts von Belang
in Erfahrung gebracht worden. Die Eingeborenen gleichen denen von Neu-
Britannien und leben, wie diese, auf den einzelnen Inseln in von einander
unabhängigen Stämmen.
Am 22. Juli Mittags verliefs S. M. Aviso „Habicht“ Meoko durch die
Lmwson-Passage uud steuerte bei frischer südlicher Briese nordwärts; am Morgen
des 23. Juli wurde bei flauer Briese durch den Gazelle-Kanal in die Steffen-
Strafse eingetreten (s. unten sub 10). Bis zu dieser war ein der Karte ent
sprechender Strom von ca 1 Sm bemerkt worden.
Auf der Rückreise von Nusa (s. sub 10 pag. 230) durch die Steffen-Strafse,
Juli 28./29., nach den Duke of York-ln. wurde am 29. Juli vor Port Iiunter
gestoppt.
Port Hunter und Makata-Passagen, Der Hafen ist augenscheinlich sehr
gut geschützt, aber sehr eng. Auf der beim Einsegeln an St. B. liegenden
hohen Landspitze (Kap Mitchell) liegt die englische Missionsstation. Während
des Aufenthalts vor Port Hunter wurde auch in die Passagen zwischen Makata
und Amacata eingesehen. Die mittlere zwischen den beiden kleinen Inseln
Bradley und Maiil gelegene, und von dem Kommandanten S. M. S. „Ariadne“
s. Z. Hernsheim - Passage genannte Einfahrt (vgl. die Karte in den „Anu. d.
Hydr. etc.“, Heft IV, 1879) soll für alle Schiffe passirbar sein und erschien auch
beim Einsehen ganz klar. Es sollen in derselben nicht weniger als 9,1m (5 Fad.)
Wasser sein. Zwischen Bradley-1. und dem sich von Makata viel weiter östlich
*) Vgl. „Ann. (1. Hydr. etc.“, 1876, pag. 11 und 400; 1879, pag. 177, 283, und Karte zu
Heft IV d. „Ann. d. Hydr, etc.*, 1879.
Ann. d. Hydr. «»tc., 1882, Heft IY.
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