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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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bestanden, besitzen die Firma Hernsheim & Co. und die Südsee-Planiagen- 
Gesellschaft in diesen Gegenden jetzt zusammen auf verschiedenen Plätzen dieser 
Inseln 32 Unteragenten, welche in der Nähe ihrer Station Landesprodukte, 
hauptsächlich Kopra, gegen Waaren eintauschen. Auch australische Schiffe 
treiben hier Handel, Eine Sydney’er Firma, Kelley & Williams, hat vor 
einiger Zeit den Versuch gemacht, auf Matupi eine Station zu gründen, die 
selbe ist jedoch wieder aufgegeben worden. 
Die Verbindung zwischen Matupi und Australien ist eine lebhafte. Im 
Durchschnitt kommt mindestens einmal im Monat ein Schiff von Sydney an; 
aufserdem fahren Hernsheim’sche Dampfer häufiger nach Cooktown. Diese 
Verbindung ist also jedenfalls eine schnellere, als die mit Apia. Die deutschen 
Handelsinteressen wachsen in hiesiger Gegend an Umfang und Bedeutung. 
Dauerproviant uud Kohlen (meist westfälische) sind zu Matupi stets zu haben, 
frischer Proviant und Wasser aber nicht.“ 
9. Duke of York -Inseln. *) 
„Am 21. Juli wurde Matupi zu einer Reise nach den Duke of For/fc-Inseln 
und Neu-Irland wieder verlassen und am Nachmittage im Hafen von Meoko 
geankert. Zum Einlaufen in den Hafen wurde die Levinson-Passage gewählt 
und dieselbe in Uebereinstimmung mit den Angaben S. M. S. „Ariadne“ in den 
„Ann. d. Ilydr. etc.“, 1879, pag. 283, als recht einfach befunden. Jedoch er 
streckt sich das von der Nordseite von Meoko auslanfende Riff weiter nach der 
Insei Muarlin hinüber, als in der dem Heft IV der „Ann. d. Hydr. etc.“, 1879, 
beigefügten Karte angegeben ist. Auf der Spitze dieses Riffes sind aber immer 
noch 7,3m (4 Fad.) Wasser. 
Die Handelsstation der Südsee-Plantagen-Gesellschaft ist von dem Nord 
ende der Insel nach der Westspitze verlegt worden. Die Flagge ist von Sec 
aus durch die Bäume zu sehen. 
Die in der vorerwähnten Karte der Duke of York - Inseln zwischen den 
Inseln Utuan und Meoko verzeichnete Bootspassage existirt nicht; das Riff ist 
hier vielmehr ungebrochen und scheint auch mit dem von Keravara in Ver 
bindung zu stehen. 
Auf den Duke of ForA-Inseln hat die Firma Hernsheim & Co., seitdem 
sie ihre Sammelstation von Makata nach Matupi verlegt hat, keine Faktorei 
mehr. Ausrüstungsgegenstände irgend welcher Art sind in Meoko nicht zu 
bekommen. 
Ueber die Bevölkerungsverhältnisse dieser Insel ist nichts von Belang 
in Erfahrung gebracht worden. Die Eingeborenen gleichen denen von Neu- 
Britannien und leben, wie diese, auf den einzelnen Inseln in von einander 
unabhängigen Stämmen. 
Am 22. Juli Mittags verliefs S. M. Aviso „Habicht“ Meoko durch die 
Lmwson-Passage uud steuerte bei frischer südlicher Briese nordwärts; am Morgen 
des 23. Juli wurde bei flauer Briese durch den Gazelle-Kanal in die Steffen- 
Strafse eingetreten (s. unten sub 10). Bis zu dieser war ein der Karte ent 
sprechender Strom von ca 1 Sm bemerkt worden. 
Auf der Rückreise von Nusa (s. sub 10 pag. 230) durch die Steffen-Strafse, 
Juli 28./29., nach den Duke of York-ln. wurde am 29. Juli vor Port Iiunter 
gestoppt. 
Port Hunter und Makata-Passagen, Der Hafen ist augenscheinlich sehr 
gut geschützt, aber sehr eng. Auf der beim Einsegeln an St. B. liegenden 
hohen Landspitze (Kap Mitchell) liegt die englische Missionsstation. Während 
des Aufenthalts vor Port Hunter wurde auch in die Passagen zwischen Makata 
und Amacata eingesehen. Die mittlere zwischen den beiden kleinen Inseln 
Bradley und Maiil gelegene, und von dem Kommandanten S. M. S. „Ariadne“ 
s. Z. Hernsheim - Passage genannte Einfahrt (vgl. die Karte in den „Anu. d. 
Hydr. etc.“, Heft IV, 1879) soll für alle Schiffe passirbar sein und erschien auch 
beim Einsehen ganz klar. Es sollen in derselben nicht weniger als 9,1m (5 Fad.) 
Wasser sein. Zwischen Bradley-1. und dem sich von Makata viel weiter östlich 
*) Vgl. „Ann. (1. Hydr. etc.“, 1876, pag. 11 und 400; 1879, pag. 177, 283, und Karte zu 
Heft IV d. „Ann. d. Hydr, etc.*, 1879. 
Ann. d. Hydr. «»tc., 1882, Heft IY. 
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