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Des Morgens trat er weniger kräftig, doch immer noch mit der Stärke einer
mäfsigen Briese auf. Windstillen wurden nicht uotirt. Die Beobachtungen vom
25. Januar bis zum 9. Februar 1879 zeigen in der grofsen Veränderlichkeit und
geringeren Stärke des Windes trotz der frühen Jahreszeit schon den Uebergang
vom NE- zum SW-Monsun au. Es traten Winde aus allen Quadranten auf, ge
wöhnlich Morgens aus SW uud NW, Abends aus NW und NE. Die mittlere
Stärke ergiebt sich zu 3,2. Für die Zeit vom 17. bis zum 25. April 1881 ist
nach den 8 h a. m.- Beobachtungen ein beständiger SW-Wind von der mittleren
Stärke 5 notirt.
Die Beobachtungen von Mozambique ergaben für die Zeit vom 16. bis
zum 24. Januar 1880 NE-Mousun, hinsichtlich der täglichen Veränderung in der
Richtung in ähnlicher Weise, doch in geringerer Stärke auftretend wie etwa
einen Monat vorher in Ibo. Die mittlere Stärke war 3. Um 8 h a. in. war es
an mehreren Tagen windstill. Vom 24. März bis zum 1. April 1879 und vom
12. Juni bis zum 5. Juli 1881 herrschte der SW-Monsun. Während der ersteren
Zeit wehte derselbe noch leicht uud ziemlich veränderlich, insbesondere um
8 S p. m., für welche Stunde Winde aus den verschiedensten Richtungen zwischen
ENE durch Süd bis West von der mittleren geringen Stärke 2 notirt sind.
Morgens wehte der Wind beständiger aus SW bis West. Für die spätere Zeit
liegen nur Morgenbeobachtungen vor. Dieselben ergaben Winde aus SW und
WSW von der mittleren Stärke 4,5.
Stürmische Winde wurden nur für den SW-Monsun notirt, nämlich am
17. April 1881 in Ibo SW 8 und am 17. Mai 1881 in Zanzibar SW 9. Der
NE-Mousun erlangte keine gröfsere Stärke als 7.
2. Der Luftdruck. Aus den Beobachtungen über den Luftdruck läfst
sich mit Deutlichkeit eine allmähliche Zunahme desselben mit der vorrückenden
Jahreszeit erkennen. An allen drei Plätzen war er während des NE-Monsuns
am geringsten, zur Zeit des volleu SW-Monsuns dagegen am höchstem Die
8 h a. m.-Beobachtungen ergabeu als Mittel:
in Zanzibar vom 27. Dezember 1879 bis 9. Januar 1880 758,0mm, vom
17. Februar bis 8. März 1879 759,7 mm, vom 1. Mai bis 19. Mai 1881
760,6 mm;
in Ibo vom 6. Dezember biä 17. Dezember 1879 758,6mm, vom 25. Januar
bis 9. Februar 1879 759,3mm, vom 17. April bis 25. April 1881
760,9 mm;
in Mozambique vom 16. Januar bis 24. Januar 1880 758,6mm, vom 24. März
bis 1. April 1879 761,2mm, vom 12. Juni bis 5. Juli 1881 765,2mm.
Es zeigt sich hierin ebenfalls, dafs der Luftdruck, zur Zeit des SW-
Mousuns wenigstens, um so höher war, je weiter südlich der Beobachtuugsort
lag. Der mittlere Luftdruck um 8 Uhr Abends war immer tiefer als um 8 Uhr
Morgens. Der durchschnittliche Unterschied für die drei Plätze und die beiden
ersten, in der vorstehenden Zusammenstellung aufgeführteu Zeitabschnitte (für
den dritten liegen keino Abendbeobaehtungen vor) betrug 1,4mm. Der höchste
Barometerstand — 768,3mm — wurde am 7. Juli 1881 um 8 Uhr Morgens in
Mozambique beobachtet; der niedrigste — 753,8mm — fand am 14. Dezember
1879 um 8 Uhr Abends in Ibo statt. Es wehte zu der Zeit ein steifer NE-
Mousun bei klarer Luft.
3. Die Beobachtungen über die Temperatur der Luft ergaben
als Mittel für 8 Uhr Abends:
in Zanzibar vom 27. Dezember 1879 bis 9. Januar 1880 26,6°, vom
17. Februar bis 8. März 1879 26,5° C.;
in Ibo vom 6. Dezember bis 17. Dezember 1879 27,3°, vom 25. Januar
bis 9. Februar 1879 27,3° C.;
in Mozambique vom 16. Januar bis 24. Januar 1880 27,5°, vom 24. März
bis 1. April 1879 27,4° C.
Die Temperatur um 8 Uhr Morgens war in diesen Zeiträumen uud den
drei Plätzen durchschnittlich um 1° höher. Die höchste beobachtete Lufttemperatur
fand am 30. März 1879 um 8 Uhr Morgens in Mozambique hei leichtem SW-
Windo und wenig bewölktem Himmel statt und betrug 33,5° C.; die niedrigste
wurde am 3. Februar 1879 um 8 Uhr Abends und am 4. Februar Morgens in
Ibo bei mäfsigem Westwinde und Regen zu 23,5° C. beobachtet.