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schäften wilde Sellerie,, welcher, nach Art des Spinates ¡¿übereilet, für die Tafel
eine angenehme Beigabe lieferte.
Eingeborene. Vou der „Alet't“ worden während ihres Aufenthaltes (1879
bis 1880) nur wenige Indianer augetroffen; nach der Aussage der Robbenschlägen
sollen sich dieselben in grofsor Anzahl während der Robbenfangzeit (im
Dezember und Januar) an den äufseren Se.eküsten auflmlten. Obgleich die
Eingeborenen harmlos und ruhig sind, wenn ein Schiff oder ein armirtes Boot in
der Nähe ist, so darf man denselben doch nicht recht trauen. Mehrere Fälle
aus den letzten Jahren sind bekannt, wo sie schlecht besetzte Segelschiffe an-
gefallen haben.
Beitrag zur Kenntnifs des Klimas der Ostküste von Afrika.
(Mittheilung von der Deutschen Seewürfe.)
Von deu Kapitänen F. Föh vom Schiffe „Amanda <f Elisabeth“ und
G. Frühling vom Schiffe „Suaheli“ wurden der Seewarte Aufzeichnungen über
meteorologische Beobachtungen eingeliefert, welche sie während ihres Aufenthaltes
in den Häfen von Zanzibar, Ibo und Mozambique in den Jahren 1879, 1880
und 1881 angestellt halten. Die Beobachtungen umfassen im Ganzen 127 Tage
und vertheilen sich auf die verschiedenen Plätze und Zeiträume, wie folgt;
1, in Zanzibar
vou Kapt. Föh vom 17. Februar 1879 bis zu in 8. März 1879,
27. Dezember 1879
1. Mai 1881
9. Januar 1880,
19. Mai 1881,
19 Tage
13 »
19
von Kapt. Föh
9. Februar 1879, 15
17. Dezember 1879, 11
25. April 1881, 9
1. April 1879, 8
24. Januar 1880, 9
5. Juli 1881, 24
59 yy
„ Fröhling
2 in Ibo
vom 25. Januar 1879
„ 6, Dezember 1879
" „ Fröhliug „ 17. April 1881
3. in Mozambique
vou Kapt. Föh vom 24. März 1879
„ „ „ „ 16. Januar 1880
„ „ Fröhliug „ 12. Juni 1881
Kapitän Föh beobachtete zweimal täglich, nämlich um 8 Uhr Morgens
und um 8 Uhr Abends; von Kapt. Fröhling wurde nur die Beobachtung um
8 Uhr Morgens augestellt. Die benutzten Barometer und Thermometer sind
den Kapitänen vou der Seewarte geliefert und die Standfehler der Instrumente
vor Antritt und nach Beendigung jeder Reise durch Vergleichungen mit den
Normal-Instrumenten des Instituts bestimmt worden.
Im Nachstehenden sind die hauptsächlichsten Ergebnisse der eingelioferteu
Beobaehtungsreihen in Kürze aufgeführt.
1. Beobachtungen über den Wind. In Zanzibar wehte vom 27. De
zember 1879 bis zum 9. Januar 1880 beständiger NE-Monsun. Die vorherrschende
Richtung war Nord um 8 h a. in., NE um 8 h p. m.; die mittlere Windstärke
betrug 3,5. Während der Zeit vom 17. Februar bis zum 18. März 1879 machte
sich ebenfalls NE-Monsun als der herrschende Wind geltend, doch war er jetzt
veränderlicher in Richtung und häufiger von Windstillen unterbrochen, als in
der früheren Jahreszeit. Er hatte mehr den Charakter von Land- und Seebriese;
insbesondere änfserte sich dies um 8 Uhr Morgens, zu welcher Zeit der Wind
oftmals aus dem westlichen Halbkreise war. Die 8 h a. m, - Beobachtungen vom
1. bis zum 19. Mai 1881 ergeben als den herrschenden Wind einen frischen,
sehr beständigen SW-Monsun.
In Ibo herrschte während der Zeit vom 6. bis zum 17. Dezember 1879
NE-Monsuu. Es trat hier dieselbe Erscheinung auf wie in Zanzibar, dafs
nämlich der Wind am Morgen eine vorwiegend nördliche und selbst westliche
Richtung hatte, am Abend dagegen aussehliefslich ans der NE-Richtung wehte.
Um diese Zeit war der Wind durchweg von bedeutender Stärke (im Mittel — 6).