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Peilung SSO. Von diesem Punkte aus fühlt der Kurs 113 Sm weit W s /iS bis
zwischen Seal-Rh. und Port Henry, und von liier WSW'/sW nach See
zu. Hält man Three peaks nördlich von O'/tN, so bleibt man südlich frei von
den bei Primero-Pt. liegenden Untiefen. Es ist anzurathen, zunächst offene See
zu erreichen, denn bei der Westküste der Mornington- und Compaña-1. liegen,
mindestens bis auf oinen Abstand von 12 Sm vom Lande entfernt, blinde Klippen;
deshalb ist es gefährlich, zu früh nach Norden aufzusteuorn.
Von Westen kommend. Man darf sich dem Lande nicht mehr als bis
auf 76° W-Lg nähern, bevor man 49° 58' S-Br erreicht hat: von hier kann
man sich den verschiedenen Fahrwassern auf diesem Parallel nähern, bis entweder
Horn Rk. oder Eastern Peaks östlich von Port Henry erkannt werden kann.
Das Land bei der südlichen Einfahrt ist hoch und zeigt viele zerklüftete Berge,
unter dencu die Eastern Peaks,-- Ttnlor Range und die Organ Pipes besonders
in die Augen fallen; die letzteren bilden einen scharf ausgezackten Bergrücken.
Die drei Gipfel der Eastern Peaks sind von schwarzer Farbe und bilden die
beste Laudmarke, wenn man dicht beim Fahrwasser sich befindet. An der
Nordküste befindet sich der 746 m hohe Berg Nares, er bildet das höchste Land
über dem ylfert-Hafen, wenn man ihn westlich von der Halbinsel Corso, in der
Peiluug OzS erblickt; von hier aus gesehen erscheint er als ein flachgipfligcr,
kegelförmiger Berg. Von derselben Position aus erscheint das Kap Gamboa
wie ein langer, plötzlich steil in die Seo abfallender Bergrücken, weil man das
niedrige, am Fufse der Berge befindliche Land in dieser Entfernung nicht
sehen kann. Bei klarer Luft kann man auch die Schneoberge an der Ostküste
von Brazo del Norte erblicken, unter welchen der vorher erwähnte Berg
Cathedral auffällt. Die Peilung: Three Peaks in O’AN, führt südlich von allen
bei Pnmero Pt. befindlichen Untiefen vorbei, und auf 73 m Wassertiefe in die
Einfahrt des Fahrwassers hinein.
Sobald der Berg Corso NzW peilt, steuere man 11 Sm mit ON0 3 /<tO
zwischen Seal Rks. und Arragon-I. hindurch. Sobald Rugged Head SO peilt,
flacht das Wasser bis auf 44 w ab und darauf wird es wieder allmählich tiefer,
so dafs, wenn Seal Rh. NNW'/sW peilen, die Tiefe auf 55 m zunimmt; von
hier ab ist das Fahrwasser tief und frei von Untiefen. Ist man 13 Sm mit dem
Kurs 0 3 /iN gesegelt, so befindet mau sich 1'/2 Sm NNW von Kap Candelaria
entfernt, und von hier mufs man zwischen Medio-1. und der Halbinsel Brazo
hindurch OSO'/iO steuern, '/« Sm östlich von Ins-I. passiren und dann den
Kurs nach dem Concepción-Kanal setzen.
Inocentes-L erscheint von der östlichen Einfahrt des Trinidad-Kanals
wie ein fiachgipfliger Berg mit niedrigem Lande an allen Seiten. Beide Küsten
des Concepción-Kanals sind bergig; der am meisten in die Augen fallende
Gipfel ist der Singular Peak auf Chatham-I., eine senkrechte Felsmasse von
933 m Höhe. Chüders Bluff ist gleichfalls gut zu erkennen.
Gezeiten. Im Trinidad-Kanal ist die Hafenzeit ea. №; die Fluthhökc
beträgt bei Springzeit ca 1,8 m. Die Fluth setzt ostwärts und dio Ebbe west
wärts; die Aenderung des Stromes ist von den jeweilig herrschenden Winden
abhängig. Südwestliche Winde halten die Fluth sowohl im Trinidad- als auch
im Concepción-Kanal zurück. Die Strömung hat ungefähr die Geschwindigkeit
von Vs Kn die Stunde, mit Ausnahme im Caffin- und Brassey-Pass, wo
dieselbe bei Springzeit 1 *J-j Kn die Stunde setzt. Beim Kap Somerset befinden
sich Stromkabbelungen.
Vorräthe. Sowie in allen anderen patagonischen Fahrwassern sind auch
hier Holz und Wasser im Ueberflufs vorhanden. Zu Rundhölzern passende
Bäume findet mau in Port Charrúa und im Notre Dame-Fjord. Fische wurden mit
Netzen in grofsen Massen in den meisten der oben beschriebenen Häfen ge
fangen. Die Methode, welche auf der „Alert“ mit Erfolg angewendet worden
ist, bestand darin, dafs man Garnuctze quer über die Mündung eines Flusses
bei Hochwasser aussetzte, da zu dieser Zeit die Fische zur Fütterung sich oin-
finden. Bei dieser Methode wurden von der Schiffsbesatzung in der kurzen
Zeit von drei Monaten 2000 Pfund Fische gefangen, welche viel zum Wohl
befinden der Mannschaft boigetragen haben. Während der Monate Oktober und
November befanden sich grofse Massen wohlschmeckender Gänse auf den gras
bewachsenen Stellen der ITäfon. Fast überall wächst bei den verlassenen Ort-
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