accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

187 
Peilung SSO. Von diesem Punkte aus fühlt der Kurs 113 Sm weit W s /iS bis 
zwischen Seal-Rh. und Port Henry, und von liier WSW'/sW nach See 
zu. Hält man Three peaks nördlich von O'/tN, so bleibt man südlich frei von 
den bei Primero-Pt. liegenden Untiefen. Es ist anzurathen, zunächst offene See 
zu erreichen, denn bei der Westküste der Mornington- und Compaña-1. liegen, 
mindestens bis auf oinen Abstand von 12 Sm vom Lande entfernt, blinde Klippen; 
deshalb ist es gefährlich, zu früh nach Norden aufzusteuorn. 
Von Westen kommend. Man darf sich dem Lande nicht mehr als bis 
auf 76° W-Lg nähern, bevor man 49° 58' S-Br erreicht hat: von hier kann 
man sich den verschiedenen Fahrwassern auf diesem Parallel nähern, bis entweder 
Horn Rk. oder Eastern Peaks östlich von Port Henry erkannt werden kann. 
Das Land bei der südlichen Einfahrt ist hoch und zeigt viele zerklüftete Berge, 
unter dencu die Eastern Peaks,-- Ttnlor Range und die Organ Pipes besonders 
in die Augen fallen; die letzteren bilden einen scharf ausgezackten Bergrücken. 
Die drei Gipfel der Eastern Peaks sind von schwarzer Farbe und bilden die 
beste Laudmarke, wenn man dicht beim Fahrwasser sich befindet. An der 
Nordküste befindet sich der 746 m hohe Berg Nares, er bildet das höchste Land 
über dem ylfert-Hafen, wenn man ihn westlich von der Halbinsel Corso, in der 
Peiluug OzS erblickt; von hier aus gesehen erscheint er als ein flachgipfligcr, 
kegelförmiger Berg. Von derselben Position aus erscheint das Kap Gamboa 
wie ein langer, plötzlich steil in die Seo abfallender Bergrücken, weil man das 
niedrige, am Fufse der Berge befindliche Land in dieser Entfernung nicht 
sehen kann. Bei klarer Luft kann man auch die Schneoberge an der Ostküste 
von Brazo del Norte erblicken, unter welchen der vorher erwähnte Berg 
Cathedral auffällt. Die Peilung: Three Peaks in O’AN, führt südlich von allen 
bei Pnmero Pt. befindlichen Untiefen vorbei, und auf 73 m Wassertiefe in die 
Einfahrt des Fahrwassers hinein. 
Sobald der Berg Corso NzW peilt, steuere man 11 Sm mit ON0 3 /<tO 
zwischen Seal Rks. und Arragon-I. hindurch. Sobald Rugged Head SO peilt, 
flacht das Wasser bis auf 44 w ab und darauf wird es wieder allmählich tiefer, 
so dafs, wenn Seal Rh. NNW'/sW peilen, die Tiefe auf 55 m zunimmt; von 
hier ab ist das Fahrwasser tief und frei von Untiefen. Ist man 13 Sm mit dem 
Kurs 0 3 /iN gesegelt, so befindet mau sich 1'/2 Sm NNW von Kap Candelaria 
entfernt, und von hier mufs man zwischen Medio-1. und der Halbinsel Brazo 
hindurch OSO'/iO steuern, '/« Sm östlich von Ins-I. passiren und dann den 
Kurs nach dem Concepción-Kanal setzen. 
Inocentes-L erscheint von der östlichen Einfahrt des Trinidad-Kanals 
wie ein fiachgipfliger Berg mit niedrigem Lande an allen Seiten. Beide Küsten 
des Concepción-Kanals sind bergig; der am meisten in die Augen fallende 
Gipfel ist der Singular Peak auf Chatham-I., eine senkrechte Felsmasse von 
933 m Höhe. Chüders Bluff ist gleichfalls gut zu erkennen. 
Gezeiten. Im Trinidad-Kanal ist die Hafenzeit ea. №; die Fluthhökc 
beträgt bei Springzeit ca 1,8 m. Die Fluth setzt ostwärts und dio Ebbe west 
wärts; die Aenderung des Stromes ist von den jeweilig herrschenden Winden 
abhängig. Südwestliche Winde halten die Fluth sowohl im Trinidad- als auch 
im Concepción-Kanal zurück. Die Strömung hat ungefähr die Geschwindigkeit 
von Vs Kn die Stunde, mit Ausnahme im Caffin- und Brassey-Pass, wo 
dieselbe bei Springzeit 1 *J-j Kn die Stunde setzt. Beim Kap Somerset befinden 
sich Stromkabbelungen. 
Vorräthe. Sowie in allen anderen patagonischen Fahrwassern sind auch 
hier Holz und Wasser im Ueberflufs vorhanden. Zu Rundhölzern passende 
Bäume findet mau in Port Charrúa und im Notre Dame-Fjord. Fische wurden mit 
Netzen in grofsen Massen in den meisten der oben beschriebenen Häfen ge 
fangen. Die Methode, welche auf der „Alert“ mit Erfolg angewendet worden 
ist, bestand darin, dafs man Garnuctze quer über die Mündung eines Flusses 
bei Hochwasser aussetzte, da zu dieser Zeit die Fische zur Fütterung sich oin- 
finden. Bei dieser Methode wurden von der Schiffsbesatzung in der kurzen 
Zeit von drei Monaten 2000 Pfund Fische gefangen, welche viel zum Wohl 
befinden der Mannschaft boigetragen haben. Während der Monate Oktober und 
November befanden sich grofse Massen wohlschmeckender Gänse auf den gras 
bewachsenen Stellen der ITäfon. Fast überall wächst bei den verlassenen Ort- 
$4v
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.