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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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5. Die zu grofse Regenmenge 
innerhalb des 30. und 40. Breiten 
grades und des 77. und 100. Längen 
grades. Im unteren Missouri - Thal 
betrug dieselbe das 1'/*fache der 
Normalen. Die zu geringe Regen 
menge in Florida, den mittleren 
atlantischen Staaten und New-England. 
Auch an der Pacifischon Küste er 
reichte die Regenmenge die Normale 
nicht. 
5. Die im nördlichen Central 
europa theihvcise normale, sonst aber 
auffallend geringe Regenmenge; in 
Siiddeutschland erreichte letztere nur 
Vs der Normalen. 
Kleine hydrographische Notizen. 1 ) 
1. Zusätze zu der Boschreibung der Insel Jerbali (Djorbah).*) 
Golf von Kabes. Tunis. („Notice hydrographique“ No. 40 und 45, Paris 1881.) 
Aus den Berichten der Kommandanten der französischen Kanonenboote „Léopard“, 
„Chacal“ und „Gladiateur“, Linienschiffs-Lieutenants Mallarmé, Ilennique 
und S. de Kersabiec sind nachstehende Zusätze zu der Beschreibung der 
Insel Jerbah entnommen. 
Zoug (Houmt Soug). Das Anlegen am Landungsplätze von Zorn/ ist 
bequemer, als in Sfax; bei Springfluth können während fünf Stunden die gröfsten 
Boote anlcgen. Die Brandung ist ebenfalls geringer, als in Sfaæ. Kanonenboote 
können sich dem Landungsplätze bis auf 2 Sm Abstand nähern, doch bleiben 
sie während zweier Stunden bei Niedrigwasser auf dem Grunde sitzen. 
Ankerplatz von Aghir (Ajir). In einem Abstande von 1,6 bis 2,2 Kblg 
(300—400m) vom Strande beträgt die Wassertiefe 2,5m; von da nimmt sic 
seewärts sehr regelmäfsig zu, und zwar auf je 300 m Abstand um lm. Der Grund 
ist ganz eben und besteht aus feinem Sande, weiter seewärts findet man stellen 
weise Algen. 
Boote laufen bei Niedrigwasser ca 40m vom Lande auf den Grund; bei 
Hochwasser können sie dicht am Ufer anlegen. 
Das Fort ist ein kleines, vierseitiges, halbverfallenes Bauwerk, das mit 
vier, von aufsen sichtbaren Kanonen versehen ist. Eine Batterie mit zwei Ka 
nonen verlängert das Fort nach Süden hin. 
Ein Haus, ein Marabut und eine alte Kirche hinter dem Fort sind nebst 
diesem die einzigen vom Ankerplätze aus sichtbaren Bauwerke. Am Ufer stehen 
die Bäume sehr weitläufig, mehr landeinwärts scheinen sie dichter zu stehen. 
Zwischen den Peilungen NW und NWViW können sich Schiffe von 
dem Tiefgang einer Panzerkorvotte dem Lande am meiston nähern. Grofse 
Schiffe müssen das Fort in die Peilung NW/2W bringen und in dieser auf das 
selbe zu steuern, bis sie eine passende Tiefo zum Ankern finden. 
Die Fluthköhe beträgt ca 0,6 m; sie ist unregelmäfsig und geringer als 
in Zoug. 
Fort Kastine. Der „Léopard“ ankerte ungefähr 1,5 Sm CO/sS von diesem 
Fort. In dom zum Fort führenden Fahrwasser sind gröfsere Tiefen, als auf den 
Karten angegeben sind. Die Bänke zu beiden Seiten des Fahrwassers sind 
ganz gut zu erkennen. Ein kleines Kanonenboot kann sich dem Fort vielleicht 
bis zu einem Abstand von ca l /s Kblg nähern, da im Fahrwasser niemals weniger 
als 2,5m Wasser bei halber Fluth gefunden wurde. Die Hafenzeit ist 3 h ; die 
Fluthhöhe scheint sehr gering zu sein, auf keinen Fall beträgt sie mehr, als 
0,4 bis 0,5m. 
Bordj Bab. Die Gig des „Leopard“ kam in dem nach Bordj Bab 
führenden Fahrwasser mehrmals auf den Grund, obwohl die Karten nicht weniger 
als 1,4m Tiefe angeben. 
>) Die mit (ü. S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet. 
V Vgl. „Mediterranean Pilot“, Part I, 1873, pag. 285.
	        
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