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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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in 23° S-Br in Sicht des Festlandes von Afrika; hier hörte der Passat zu 
wehen auf, es folgte zunächst nördlicher Wind und gleichzeitig auch günstiger, 
in einem Etmale einmal 58 Sin versetzender SSW-Strom. Am 21. Juli stand 
die Bark in 30° S-Br und 33,7° O-Lg. Es waren bis dahin 13 Tage auf See 
zugebracht, und mau hatte 20° S-Br in 38,8° O-Lg am 13. Juli und 25° S-Br 
in 36° O-Lg am 18. Juli geschnitten. 
Bei der Umsegelung des Kap der guten Hoffnung wurden wiederholt 
anhaltende Weststürme beobachtet, durch welche der Fortgang des Schiffes in 
solcher Weise verzögert wurde, dafs man in einer Woche nur von 22° nach 
20° O-Lg gelangen konnte. Am 10. August kreuzte „Suaheli“ den Meridian 
der Kapstadt, und am 14. August wurde in 10° O-Lg der Parallel von 30° S-Br 
wieder überschritten. Südlich von demselben waren 24 Tage zugebracht worden. 
Der frische, unweit 32,5° S-Br und 13,5° O-Lg, bei einem höchsten Luft 
druck von 775,4 mm durchgekommene SE-Wind ging ohne weitere Störung in 
den Passat über. Bei diesem war der Verlauf der Boise in nächster Zeit ein 
befriedigender. Man schnitt 20° S-Br in 0,5° W-Lg am 19. August, 10° S-Br 
in 12,2° W-Lg am 25. August, und ging am 30. August in 21,3° W-Lg von der 
südlichen zur nördlichen Halbkugel über. Die Strecke zwischen 30° S-Br und 
Linie war in 16 Tagen durchsegelt worden. 
Tn nördlicher Breite ging der Passat ohne Störung in den SW-Monsun 
über, und endete dieser letztere, bis nach 12,5° N-Br ungewöhnlich heftig 
wehende, von starker Ostströmung begleitete Wind am 5. September in der 
Nähe von 13,3° N-Br und 26° W-Lg. Nachdem er ein Ende genommen hatte, 
beobachtete man an einem Tage Mallung, aus welcher sich unweit 13,6° N-Br 
in 26° W-Lg der NE-Passat entwickelte. Diesen beobachtete man später, im 
Gegensätze zum kräftigen SE-Passate, nur als weniger kräftigen und beständigen 
Wind, dessen Gebiet sich bis nach 31,5° N-Br in 36,5° W-Lg ausdehnte. Man 
verliefs dasselbe am 18. September bei einem höchsten Barometerstände von 
766,2 mm. Unweit 34° N-Br traf „Suaheli“ westliche Winde an, welche die 
Bark in ziemlich befriedigender Fahrt nach 45° N-Br in 18,5° W-Lg führten. 
Von diesem Punkte aus, in welchem man am 29. September stand, mufste der 
letzte Theil der Reise gegen östliche Winde zurückgelegt werden, und konnte 
daher erst am 6. Oktober die Mündung des Kanals erreicht werden. Die 
Dauer der ganzen Reise betrug 90 Tage. Von dieser Zeit waren 37 Tage im 
Nordatlantischen Ocean verbracht worden, und hatte die Bark dort 10° N-Br 
in 25,8° W-Lg am 4. September, 20° N-Br in 31,2° W-Lg am 9. September, 
30° S-Br in 36° W-Lg am 17. September und 40° N-Br in 30° W-Lg am 
26. September gekreuzt. 
10. Reise des Hamburger Vollsehiffes „Terpsichore“, Kapt. J. F. F. Köhler. 
Am 15. Juni 1881, 10 Tage später als die Elbe verlassen worden war, 
befand sich das nach New-York bestimmte Vollscliiff „Terpsichore“ in Sicht von 
Fair Island. Oestliche Winde führten von hier aus das Schiff bis nach 53,7° 
N-Br und 31,3° W-Lg. Hier endeten sie am 21. Juni, und anhaltende West 
winde, bei denen fast der ganze übrige Theil der Reise zurückgelegt werden 
mufste, folgten auf sie. Durch Stürme wurde die Fahrt nicht erschwert. Am 
26. Juli gelaugte „Terpsichore“ zum Hafen von New-York. Die Reise war von 
der Nordspitze Schottlands ab in 41 Tagen vollendet worden; während der 
selben hatte man 30° W-Lg in 54° N-Br am 20. Juni, 50° W-Lg in 44,5° N-Br 
am 6. Juli, 60° W-Lg in 41,5° N-Br am 16. Juli und 70° W-Lg in 40,3° N-Br 
am 25. Juli geschnitten. 
Am 1. September verliefs „ Terpsichore“ den Hafen von New- York wieder, 
um nach Hamburg zurückzukehren. Der erste Theil dieser Reise wurde durch 
anhaltende Ostwinde in solcher Weise verlängert, dafs erst am 18. September 
49° W-Lg in 41,2° N-Br erreicht werden konnte. Nach dieser Zeit waren die 
Verhältnisse günstiger; westliche Winde blieben vorherrschend, und führten 
diese das Schiff bis zum 9. Oktober in die Nähe von Lizard. Zur Zurücklegung 
der Reise waren 38 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man 70° W-Lg in 39,5° N-Br am 3. September, 60° W-Lg in 40,2° N-Br am 
8. September, 50° W-Lg in 41,8° N-Br am 17. September und 30° W-Lg in 
45,8° N-Br am 25. September gekreuzt.
	        
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