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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Meridian in 35,5° S-Br am 16. Dezember und „Auguste“ in 37° S-Br am 
15. Dezember, 
Beim Ablaufen der Länge hielt „A. C. de Freitas“ sich zwischen 45° 
and 46° S-Br. Fast beständig aus günstiger Richtung wehende, nicht über- 
mäfsig stürmische Winde führten das Schiff dort sehr rasch ostwärts, und bis 
zum 5. Januar 1881, an welchem Tage man 44,6° S-Br in 141° O-Lg erreicht 
hatte, verlief die Reise in befriedigender Weise, Von diesem Punkte ab wurden 
häufig Ostwinde angetroffen, bei denen der Fortgang nur ein langsamer war. 
Ziemlich günstig waren die zwischen Australien und Neu-Seeland vorherrschenden 
Ost- und SE-Winde, Bei leichtem SW-Winde umsegelte die Bark am 22. Januar 
die Nordspitze von Neu-Seeland, und am 24. Januar konnte im Hafen von 
Auckland geankert werden. Die Reise war von Lizard ab in 94 Tagen voll- 
endet worden. In östlicher Länge hatte man den Meridian der Kapstadt in 
43,8° S-Br am 10. Dezember, den von 50° Ost in 45,3° S-Br am 18. Dezember, 
den von 80° Ost in 45,3° S-Br am 24. Dezember, den des Kap Leeuwin in 
46° S-Br am 31. Dezember und den des Südkaps von Tasmania in 45,4° S-Br 
am 10. Januar 1881, endlich 40° S-Br in 143,3° O-Lg am 14. Januar gekreouzt. 
„Bolten“ hatte 80° O-Lg in 36,3° S-Br am 14. Januar, und „Auguste“ denselben 
Meridian in 38° S-Br am 9. Januar erreicht. 
8. Reise der Braker Schonerbrigg „Taube“, Kapt. A. Freesemann, 
Am 24. Dezember 1880 begann ınan an Bord der von Hamburg wuach 
Montevideo bestimmten Schonerbrigg „Taube“ mit der Führung des meteoro- 
logischen Journals. Das von frischem, beständigem Passate begünstigte Schiff 
befand sich damals in 24,5° N-Br und 22,8° W-Lg, und verlief von hier bis 
nach 4° N-Br in 24,7° W-Lg die Reise in rnhiger, ungestörter Weise, In der 
Nähe dieses letzteren Punktes erreichte „Taube“ am 1. Januar 1881 die 
äquatoriale Passatgrenze, nach dessen Ueberschreitung bei leichter, meist süd- 
östlicher Mallung drei Tage im Stillengürtel verbracht werden mufsten, bevor 
man in 2,3° N-Br und 25,5° W-Lg den SE-Passat wieder erreichen konnte, 
Am 7. Januar wurde in 28° W-Lg der Aequator überschritten, Vorher war 
20° N-Br in 24,3° W-Lg am 25. Dezember und 10° N-Br in 25,2° W-Lg am 
29. Dezember gekreuzt worden. 
Im Südatlantischen Ocean hörte schon unweit 17,5° S-Br in 37,3° W-Lg 
der bis dahin kräftige Passat zu wehen auf. Der hier nordöstlich laufende und 
gleichzeitig schwächer werdende Wind wehte nachher für längere Zeit aus 
nördlicher und später wieder aus südöstlicher Richtung. Ungünstige West- 
winde wurden kaum angetroffen. Am 29. Januar erreichte das Schiff seinen 
Bestimmungshafen. In südlicher Breite waren 22 Tage zugebracht worden, 
and man hatte dort 10° S-Br in 34,2° W-Lg am 12. Januar, 20° S-Br in 
38° W-Le am 17. Januar und 30° S-Br in 47,.6° W-Lg am 24. Januar geschnitten. 
9, Reise des eisernen Hamburger Vollschiffes „Europa“, Kapt. H. C. Hansen. 
Am 8, November 1880 befand sich das von Newcastle nach Rangoon 
bestimmte Vollschiff „Europa“ in Sicht der Feuer von Lizard. Die Reise 
aahm von hier aus bei den im Atlantischen Ocean angetroffenen, wiederholt 
zum heftigen Sturme zunehmenden Westwinden nur einen langsamen Verlauf, 
Günstiger wurden die Verhältnisse, nachdem 45° N-Br überschritten worden 
war, denn südlich von dieser Breite wehten die Winde für längere Zeit aus 
östlicher und nördlicher Richtung. Am 26. November schien „Zuropa“ unweit 
33° N-Br und 28° W-Lg die polare Passatgrenze erreicht zu haben, und sogelte 
man bis nach 21,5° N-Br in 24,6° W-Lg bei frischem ESE-Winde. In der Nähe 
dieses letzteren Punktes lief der frische Wind während eines Gewitters durch 
Süd nach West, um aus dieser Richtung für mehrere Tage zu wehen. Durch 
diese Verhältnisse wurde Kapt. Hansen bewogen, die West der Kap Verde- 
Inseln liegende Route aufzugeben und östlich von dieser Gruppe nach Süden 
zu segeln. Bis unweit 16° N-Br in 22,3° W-Lg begleitete der westliche Wind 
das Schiff, und folgte dann auf ihn ganz flauer NE-Wind. Regelmäfsiger Passat 
wurde gar nicht angetroffen; nur auf der zwischen 9,5° und 5,5° N-Br liegenden 
Strecke war der NE-Wind noch einigermaßen frisch. Zwischen 5° N-Br in 
24° W-Le und 4,5° N-Br in 24° W-Lg schien der Stillengürtel zu liegen, und
	        
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