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eine geringere, und unweit 28,4° S-Br in 27,9° W-Lg lag am 16. August die
polare Grenze des Passatgebietes. Nachdem dort für kurze Zeit ganz leiser
Zug geherrscht hatte, kam wieder frischer, beständiger Ostwind durch, der all-
mählich nach NE drehte. Bei demselben erreichte der Luftdruck unweit 32°
S-Br und 25,5° W-Lg mit 777,0mm sein Maximum. Der Wind setzte später
seine Drehung nach links weiter fort, bis er westliche Richtung angenommen
hatte, und am 25. August führte Wind aus letzterer Richtung „Spica“ in 37,4°
S-Br von westlicher in östliche Länge. Die Bark hatte bis dahin 20 Tage auf
südlicher Halbkugel zugebracht und dort 10° S-Br in 27,2° W-Lg am 8. August,
20° S.Br in 27,8° W-Lg am 12, August und 30° S-Br in 26,8° W-Lg am
17. August überschritten. Der Mitsegler „Regulus“ kreuzte den ersten Meridian
in 40,6° S-Br am 27. August,
Beim Absegeln der Länge hielt „Spica“ sich anfänglich zwischen 38°
und 839° S-Br, und blieb dort etwas gegen den in östlicher Länge von Anfang
an südlicher stehenden Mitsegler zurück. Später suchte „Spica“ auch höhere
Breiten auf und nahm die Reise dort einen günstigeren Verlauf. Die an-
getroffenen Winde waren ihrer Richtung nach vorherrschend günstig und nicht
übermäfsig stürmisch, eher war an einigen Tagen über zu geringe Windstärke
zu klagen. Den von „Regulus“ am 16. September in 41° S-Br und 69,5° O-Lg
beobachteten orkanartigen Weststurm, welcher dieses Schiff zum Beidrehen
nöthigte, beobachtete „Spica“ gleichzeitig in 39° S-Br und 67,2° O-Lg zwar
auch, doch trat der Sturm hier in bedeutend geringerer Stärke auf, so dafs
bequem vor demselben weggelenzt werden konnte. Am 19. September erreichte
„Spica“ in 36,2° S-Br den Meridian von 80° Ost. Es waren 25 Tage ver-
flossen, seit man westliche Länge verlassen hatte. „Regulus“ schnitt 80° O-Lg
in 40,3° S-Br auch am 19. September.
Beim Verfolgen eines nördlichen Kurses zur Region des Passats fand
„Spica“ zunächst mäfsigen SW-Wind, dagegen wurde nördlich von 35° S Br
kräftiger NW-Wind angetroffen. Indem dieser Wind sich später ganz rasch
durch West nach Süd drehte, entstand aus demselben am 27, September in der
Nähe von 30,8° S-Br und 100,3° O-Lg der SE-Passat. Kräftig und beständig
auftretend, führte derselbe das Schiff rasch nordwärts, bis er am 2. Oktober
unweit 12° S-Br in 103,8° O-Lg zu wehen aufhörte. Bei mäfsigem NE-Winde
wurde der letzte Theil der Reise zur Sunda-Strafse zurückgelegt, und am
5. Oktober befand „Spica“ sich in der Nähe von Java Head. „Regulus“ ge-
langte einen Tag später dahin. „Spica’s“ Reise betrug vom Kanale ab 94 Tage.
Auf dem letzten Reiseabschnitte war 30° S-Br in 100,8° O-Lg am 27. September,
20° S-Br in 102,5° O-Lg am 30. September und 10° S-Br in 103,7° O-Lg am
4. Oktober geschnitten worden.
Am 14, Januar 1881, als das auf der Heimreise nach dem Kanal be-
griffene Schiff sich in 11° S-Br und 114,2° O-Lg befand, wurde mit der Führung
des meteorologischen Journals wieder begonnen. Man segelte von hier aus
während der nächsten Tage bei leichtem westlichen Winde südwärts. Als
13° S-Br überschritten worden war, wurde die Windrichtung unbeständig und
musste dann bei südlichem und südostlichem Winde längere Zeit über St. B.-Bug
gesegelt werden. Erst am 26. Januar gelang es in der Nähe von 15,5° S-Br
und 107,2° O-Lg das Gebiet des SE-Passats anzutreffen. Auch in diesem nahm
die Reise jedoch zunächst noch keinen befriedigenden Verlauf. Bis nach
19° S-Br in 94,5° O-Lg hin trat der Wind nur in sehr geringer Stärke auf,
und erst als man diesen Punkt verlassen hatte, wurde frischer beständiger
Wind angetroffen. Zur polaren Passatgrenze gelangte „Spica“ am 21. Februar
in 26,3° S-Br und 54,5° O-Lg, doch herrschten auch südlich von derselben noch
für sehr lange Zeit leichte Ostwinde. Rundläufe des Windes wurden nicht
beobachtet und fand man östlich von der Länge der Kapstadt von Westwind
auch keine Spur. Am 12. März befand „Spica“ bei kräftigem SE-Winde sich
in Sicht des Kap Agulhas, und nachdem im Atlantischen Ocean der Wind für
kurze Zeit noch wieder aus SSW geweht hatte, führte frischer SE-Wind die
Bark am 16. März in 12,5° O-Lg zum Parallel von 30° Süd. Es waren 13 Tage
verflossen, seit man dieselbe Breite im Indischen Ocean gekreuzt hatte; und in
diesem letzteren war 20° S-Br in 91,1° O-Lg am 4. Februar und 30° S-Br in
38,5° O-Lg am 3. März, wie 90° O-Lg in 20,2° S-Br am 4. Februar, 60° O-Lg