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dann auf 770,2 mın. Oestliche Winde herrschten danach noch für länugero Zeit.
Es beschrieb der Wind später zwar noch zwei ähnliche Rundläufe, doch waren
die Westwinde auch bei diesen von nur geringer Dauer. Am 10, Februar be-
fand „Barbarossa“ sich in 30° O-Lg in Sicht der Küste Afrikas. Unweit 27°
O-Lg wurden westliche Winde angetroffen, die indessen nach nur zweitägiger
Dauer wieder endeten, um frischem SE-Winde Platz zu machen, Dieser letztere
Wind führte das Schiff am 14. Februar in 34,7° S-Br westlich von der Länge
der Kapstadt.
Im Atlantischen Ocean beobachtete man zunächst an mehreren Tagen
noch wieder leichte unbestäudige Westwinde. Diese endeten, indem frischer
Südwind sie verdrängte, und bei diesem Winde gelangte „Barbarossa“ am
8. Februar in 13,2° Ö-Lg wieder zurück zum Parallel von 30° Süd, Dreizehn
Tage früher hatte man dieselbe Breite im Indischen Ocean verlassen und vorher
war 10° 8S-Br in 116,2° O-Lg am 28. Dezember, 20° S-Br in 82,8° O-Lg am
18. Januar und 30° S-Br in 39,4° O-Lg am 5. Februar, — ferner 90° O-Lg in
19,9° S-Br am 16. Januar, 60° O-Lg in 24° S-Br am 28. Januar und 30° O-Lg
in 31,5° S-Br am 10. Februar geschnitten worden.
Der Südwind, bei welchem „Barbarossa“ wieder nördlich von 30° S-Br
gelangte, holte später östlich und schien ohne fernere Störung in den Passat
übergehen zu wollen. Zwischen 24° und 23° S-Br herrschte an einem Tage
noch wieder leichter SW-Wind, und erst nördlich von 22,5° S-Br setzte der
beständige, wenn auch nur schwache Passat ein. In langsamer Fahrt wurde
dann der Südatlantische Ocean durchsegelt, und nachdem man 20° S-Br in 2,2°
O-Lg am 24. Februar und 10° S-Br in 12,8° W-Lg am 5. März gekreuzt hatte,
erreichte „Barbarossa“ am 14. März den Aequator in 24,6° W-Lg. Die zwischen
30° S-Br und diesem Punkte liegende Strecke war in 24 Tagen zurückgelegt
worden.
In nördlicher Breite wurde von der Linie ab bis nach 4,5° N-Br in 27°
W-Lg hin ganz flaue östliche Briese angetroffen. Windstille von vierstündiger
Dauer beobachtete man nur in der Nähe des letzteren Punktes. Als sie am
18. März endete, setzte der sich bis nach 17° N-Br in 38° W-Lg ausdehnende,
zwar nur leicht aber doch beständig auftretende NE-Passat ein. Bei auf
768,1 mm gestiegenem Luftdrucke sank in der Nähe des letzteren Punktes der
Wind zum ganz leisen Zuge herab, und mufste nach dieser Zeit länger bei
leichtem unbeständigen NE-Winde gesegelt werden. Als man am 1. April nach
24° N-Br in 43,5° W-Lg gekommen war, drehte der leichte Wind nach West,
frischte später langsam auf und führte das Schiff bis zum 15. April nach 46°
N-Br in 24° W-Lg. Als man diesen Punkt erreicht hatte, nahm der günstige
Wind wieder ein Ende, längere Zeit anhaltender Ostwind trat an seine Stelle,
and erst die letzten Tage der Reise wurden wieder durch frischen Westwind
begünstigt. Am 26. April ankerte „Barbarossa“ auf der Rhede von Falmouth,
Es waren bis dahin 120 Tage verflossen, seit man den Indischen Ocean erreicht
hatte. 43 Tage hatte man in nördlicher Breite zugebracht und dort 10° N-Br
in 33° W-Lg am 22. März, 20° N-Br in 41,3° W-Lg am 27. März, 30° N-Br
in 40,9° W-Lg am 7. April und 40° N-Br in 36° W-Lg am 10. April über-
schritten.
2. Reise der Bremer Bark „Olbers“, Kapt. R. A. Alberts.
Am 10, November 1880, dem 7. Tage einer Reise von Hamburg nach
New- York, verließ die Bark „Olbers“ die Mündung des Kanals. Westwinde,
die am 16. November bei einem niedrigsten Luftdrucke von 733,9 mm zum
heftigen Sturme zunahmen, verursachten, dafs das Schiff erst am 17. November
frei von den Aufsengründen gelangte. Auch später verlief die Reise in lang-
samer Weise, und nur bei den zeitweise auftretenden Ostwinden gelang es, in
rascherer Weise Länge gut zu machen. Etwas günstiger waren die nach dem
8. Dezember, von 43,6° N-Br in 40° W-Lg ab, beobachteten Verhältnisse,
Oestliche Winde waren hier häufiger, und am 24. Dezember erreichte „Olbers“
einen Ankerplatz in der Nähe von Staten Island. Die Dauer der durch Stürme
nicht übermäßig erschwerten Reise betrug 44 Tage. Während derselben war
30° W-Lg in 46° N-Br am 2. Dezember, 50° W-Lg in 425° N-Br am
Ann. d. Hydr.. 1881. Heft XI (November).