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a) Fad., 0 10 20 30 50 70 100 200 300 340 (Grund)
m © 19 38 57 94 132 188 376 565 640
°C 118 10,1 86 67 5,7 60 6,2 6,3 6,2 6,2
o) Fad. 0 10 20 30 40 50 100 146 (Grund)
m © 19 38 57 75 94 188 275
°C 12,7 87 72 53 54 54 6,2 6,1
Am 15. August 1875 p. m. fand Mohn folgende Temperaturen im
Varanger Fjord (zwischen Finnmarken und der Halbinsel Kola, östlich von
Vardö):
Fad. 0 10 20 30 40 50 75 100 150 224 (Grund)
m 0 19 88 57 75 4 142 188 282 425
5 92 91 89 73 64 61 483 26 23 31
Hier, in der Mündung des Varanger Fjords, liegt das Minimum der
Temperatur in ca 210m, weiter südlich im Stjern-Sund (nach Messung von
Mohn am 23. Juli 1875) in 170m, in der Mündung des West-Fjords zwischen
130—110 ın und weiter hinein im West-Fjord bei Tranö und im Ofoten-Fijord
in bezw. 95 und 55m. Bine Temperaturmessung von dem norwegischen Schiffs-
kapitän Dietrichson vom 22. Juli 1873 in dem südlicher gelegenen Hardanger
Fjord (zwischen Stavanger und Bergen) zeigt eine Abnahme der Temperatur
von der Oberfläche bis zu 75m Tiefe von 16,6° bis 7,3° und von da ab wieder
eine Zunahme derselben bis zu 8,0° in 115m, also ein Minimum in 75m Tiefe.
Aus diesen hier erwähnten und in der Tabelle II sub 1 und 2 ange-
führten Temperaturmessungen geht hervor, dafs die Bodentemperaturen in den
norwegischen Fjorden von 60°—70° N-Br zwischen 3° und 6,5° schwanken
und selbst noch in dem nördlichsten derselben, im Varanger Fjord, über 3°
betragen. Selbst in und bei den Fjorden West-Spitzbergens sind die Boden-
temperaturen in Tiefen von 200—500 m verhältnifsmäfsig hoch, zwischen 0,8°
und 2,3°.
An der Ostgrenze des südlichen Theiles der Kismeertiefe, zwischen
Island und Jan Mayen, finden wir eine ähnliche Temperaturvertheilung des
Tiefenwassers, nämlich eine kältere Wasserschicht zwischen zwei wärmeren, so
in No. 237, 238, 240, ferner in No. 217, 218, 221, 223, 231 (Tab. II, sub
3 8 u. b), also zwischen 69°—71° N-Br und 5°—11'4A° W-Lg; ebenso aufser-
halb und an der Ostgrenze des Westeises des Grönländischen Meeres zwischen
72°—78° N-Br und 5° O-Lg—4° W-Lg in No. 297, 304, 298 und 300 (Tab. II,
sub 4) und in No. 348, 352, 351 und 8350 (Tab. II, sub 5).
- Das erste Minimum liegt in diesen eben genannten Meerestheilen gewöhn-
lich in einer Tiefe von nur ca 100m oder noch höher hinauf mit einer Tem-
peratur meist unter 0° bis —1,5° (No. 231) und sogar bis —1,6° (No. 300);
in dem sekundären Maximum, welches eine wärmere Wasserschicht zwischen
zwei kälteren anzeigt und in Tiefen von 40 bis 400m angetroffen worden
ist, schwankte die Temperatur zwischen 1° und —1° (No. 238, 240, 217,
218, 221, 297, 304, 298, 351 und 350 in Tab. II, sub 3, 4 und 3 Bei No. 93
(Tab. I, sub 1), 176, 373 und 370 (Tab. II, sub 1 und 2) sind solche
sekundäre Maxima gleichfalls zu erkennen.
In der Dänemark-Strafse haben die Temperaturmessungen der „Fylla“
in den Jahren 1877 und 1878 ebenfalls das Vorhandensein einer wärmeren
Wasserschicht zwischen zwei kälteren deutlich nachgewiesen.!)
2. Mit Ausnahme der oben erwähnten Meerestheile im Osten und Westen
der Kismeertiefe, sowie der Küstenbänke an der ersteren und dem eiskalten
Meere Grönlands an der anderen Seite nimmt im Sommer die Temperatur im
Nordmeere mit der Tiefe ab, und zwar, wie in den anderen Oceanen, am
raschesten in den oberen, unmittelbar unter der Oberfläche liegenden Schichten,
und mit der zunehmenden Tiefe immer langsamer, namentlich unterhalb der
Nullgrad-Isotherme, und in den tieferen Schichten, in welchen die Temperatur
!) S. „Ann. d, Hydr, etc.“, 1880, pag. 179 u. 180, 186 u. 187, 494 u. 495, und diesen
Artikel sub 6 in „Ann, d. Hydr. ete,“, 1881, pag. 237—246, wo auch die Erklärung dieser Erscheinung
durch Kapt, Hoffmeyer angeführt und auf die ähnlichen Vorkommnisse bei Serdzekamen (1879),
an der Westseite des Smith-Sundes und in der Polar-Sce (1875 und 1876) und im Kennedy-Kanal
1872) hingewiesen ist.
Ann. d. Hydr., 1881, Heft XI (November).