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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Eine weiße Flagge weht gewöhnlich am Flaggenmast auf dem Fort an 
der Nordseite von Tamutave; diese Flagge ist über die Bäume hinweg zu sehen 
aber das Fort selbst ist vom Ankerplatz aus nicht sichtbar. ) 
„Euryalus“ fand bei der Stadt auf 16,5m Wasser, als der Flaggenmast 
des Forts S 73° W, die Mitte von Tanio Clump N 7° W und das Nordende des 
Point-Riffes S51° O peilte, einen Ankerplatz auf ziemlich ruhigem Wasser, Der 
Ankergrund soll, wie man sagt, etwas besser sein, wenn man etwas näher am 
Riff ankert. 
Während des Aufenthaltes des „Kuryalus“ lagen mehrere Handelsschiffe 
bei Tamatave zu Anker, und des beschränkten Raumes wegen war ein Vermooren 
derselben nothwendig. 
Prune-J. Nach einem Bericht des Navigating-Lieutenant A. E. Stanley 
von I. Br. M. S. „Ruby“, 1880, ist 9 Sm in NO0OY20 von dieser Insel flaches 
Wasser vorhanden, welches mit der Untiefe Marie Eugenie zusammenhängen 
soll. Dasselbe kann von Schiffen nicht passirt werden, und bei auflandigen 
Winden steht hohe Brandung daselbst. 
Fenerive. Ungefähr 8 Sm OzN von diesem Orte soll eine Untiefe 
liegen, auf welcher man von Fenerive aus Brandung gesehen hat. Die Position 
dieser Stelle ist angegeben zu 17° 20‘ S-Br und 49° 34‘ O-Leg. 
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Juli 1881 
in Nordamerika und Centraleuropa. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,) 
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington 
and der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung 
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats 
Juli 1881 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber. 
Centraleuropa. 
1. Die erhebliche Zahl barometri- 
scher Minima, deren Bahnen — ähnlich 
wie im Mai und Juni dieses Jahres — 
über ganz Europa vertheilt sind; 
Hervorzuheben ist das Minimum, wel- 
ches am 27. die für diese Jahreszeit 
beträchtliche Tiefe von 737mm er- 
reichte. Bis zum 19. und nachher 
wieder am 28, und 29. lagerte über 
dem südwestlichen und centralen Theil 
des Kontinents fast andauernd ein 
barometrisches Maximum. 
2. Die erheblichen Schwankungen 
des Luftdrucks, welche zu KEasport 
den Werth von 25mm erreichten. Die 
sehr regelmäfsige Vertheilung des 
mittleren Luftdrucks westlich vom 
100. Meridian und die rasche Abnahme 
desselben nordöstlich der Seeregion. 
3. Das Vorherrschen der west- 
lichen und südwestlichen Winde auf 
dem nordöstlichen Gebiete und an der 
Pacifischen Küste, das der östlichen 
bis südlichen in den westlichen Golf- 
staaten, Texas und im Missouri-Thal. 
2. Die erheblichen Schwankungen 
des Luftdrucks (18 bis 24mm), welche 
etwa um ein Drittel den normalen 
Werth übertrafen. Die tiefsten Baro- 
meterstände im Monat fielen fast aus- 
nahmslos auf den 26. und wurden 
durch das unter 1. erwähnte Minimum 
bedingt, welches am 26. und 27. 
Deutschland und Südschweden durch- 
schritt. 
3. Das stark ausgeprägte Vor- 
herrschen der westlichen und südwest- 
lichen Winde, welche in der Zeit vom 
26. bis 28. auf ziemlich grofsem Ge- 
biete stürmisch auftraten.
	        
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