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Rafala- Bucht. MNähert man sich von Norden diesem Ankerplatz, so
sollte man (s. „Not. hydr.“, 1881, No. 1, Paris) sich längs der Ostküste der
[nsel Erandza halten, bis der ziemlich in der Mitte der Insel befindliche Gipfel
WzN peilt; von dieser Position ist der Kurs nach dem Ankerplatz 0zS, und
zobald der westliche Theil des an der Nordseite der Bucht liegenden Ortes
NzO peilt, ankere man auf 13m Wassertiefe,
Der Ort ist theilweise am Strande und theilweise rund um ein auf
einem Hügel liegendes Fort erbaut. Das Zollhaus ist an einem Flaggenmast zu
erkennen.
Bei Niedrigwasser ist für grofse Boote das Landen querab von dem
Orte beschwerlich, da dieselben auf einer weiten Entfernung vom Ufer bereits
auf Grund stofsen; es ist rathsam, nach dem inneren Theil der Bucht zu gehen
and in ein an der Nordseite befindliches Fahrwasser einzulaufen, welches nach
dem Orte führt. Boote von geringem Tiefgang können zu jeder Zeit in kurzer
Entfernung westlich vom Zollhause landen,
Nos Beh (Nossi be oder Bog-Il.) Foutaka- Bucht, Nach einem Bericht
des Lieut. W. J. Barnard von I. Br. M. S. „Dragon“, 1880, befindet sich
westlich der Foutaka-Bucht eine Untiefe mit 13 bis 20m, Korallengrund. Diese
Untiefe ist von unregelmäfsiger Form, und erstreckt sich nach Schätzung in der
Richtung Nord—Süd ungefähr 2 Sm. Von der 13m -Stelle peilt Nos Fanihi
N81°O und das Südende von Sakatia-I. S25° O0,
Obgleich die 13m-Stelle die geringste auf dieser Untiefe gelothete Tiefe
war, so hatte es dennoch den Anschein, als wenn auch noch geringere Tiefen
vorhanden wären.
Nos Cumba-JT, liegt bei dem Südende von Nos Beh und ist ca 550m hoch.
S0O- und Ostküste von Madagascar.‘)
An der SO-Küste von Madagascar ist gewöhnlich eine frische NE-Briese
beobachtet worden, und der Strom setzt beständig von Nord nach Süd. Der
Kommandant des französischen Schiffes „Bisson“ fand die Stärke des Stromes
63 Sm in weniger als 48 Stunden,
Fort Dauphin.?) Auf dem südlichen Theil der Landspitze, auf welcher
das Fort Dauphin sich befindet, steht ein besonders von See aus deutlich sicht-
barer Thurm mit Schiefsscharten, den man aber nicht mit dem Fort Dauphin
selbst verwechseln darf, Das Fort selbst ist nicht besonders in die Augen
fallend, jedoch befindet sich ein Flaggenstock auf dem Dache des anstofsenden
Wohnhauses des Kommandanten; an diesem Stocke weht die Flagge der Königin
von Madagascar (Ranavalou).
Ytapere- Bucht. Nach einem Bericht des Führers des Königlichen
Postdampfers „Courland“, Mr. C. H, Young, 1880, liegt ca 3/4 Sm SzW von
der Spitze Yiapere, an der Ostseite der Yiapere-Bucht, ein Riff im Meeres-
spiegel, auf welchem die See brandete. Zwischen diesem Riff und der Küste
ist anscheinend ein reines Fahrwasser.
Tamatave.?) Nach einem Bericht des Lieutenant H. C. B. Hulbert
von I. Br. M. S. „Euryalus“, 1880, ist das Land in der Nähe von Tamatave
niedrig und von See aus schwierig zu erkennen. Die Häuser der Stadt und
der weilse Flaggenmast in der Nähe der Spitze Hastie sind in einem Abstand
von 9 Sm sichtbar, Diese und die niedrige, bewaldete, ca 12 Sm weit sichtbare
{nsel Prune sind die einzigen Objekte, an welchen man von See aus den Hafen
erkennen kann.
Die in See liegenden Riffe kann man deutlich sehen, wenn man in ihre
Nähe kommt, und auf einen Abstand von 4 bis 5 Sm sieht man die See branden.
Die Ueberreste des Wracks, welche früher an der SO-Grenze des Great-Riffes
lagen, sind nicht mehr vorhanden.
Tanio Pt. an der Nordseite des Ankerplatzes, ist von au[serhalb der Riffe
leicht erkennbar und dient als eine Leitmarke beim Einsegeln. Das Auge giebt
hier den besten Führer ab.
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Findlay a. a. O. pag. 404—421.
S. „Not. hydr.“ No. 1, Paris, 1881.
Vgl. „Ann. d. Hydr. ete.“, 1880, pag 563.