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Um denselben vom Kanal ab zu erreichen, waren 35 Tage erforderlich gewesen.
Während dieser Zeit hatte man 40° N-Br in 13,6° W-Lg am 22. September,
30° N-Br in 17,9° W-Lg am 28. September, 20° N-Br in 24° W-Lg am
4. Oktober und 10° N-Br in 25,1° W-Lg am 9. Oktober gekreuzt.
Im Südatlantischen Ocean begleitete der beständigo Passat den Schoner
bis nach 24,5° S-Br in 29° W-Lg. Bei einem höchsten Luftdruck von 771,7 mn
lief dort am 31. Oktober der hier sehr kräftige Wind nach NE und im Laufe
der folgenden Tage weiter durch Nord und West nach Süd und SE zurück.
Eine Ab- und Zunahme des Luftdrucks von 6mm begleitete diesen Vorgang.
Bei dem folgenden SE-Winde erreichte das Barometer in der Nähe von
32° S-Br den hohen Stand von 775,4 mm. Südlich von 33,5° S-Br fand „Apoll“
beständige Westwinde, von welchen man bis zum 15. November zu der in
36,1° S-Br erreichten Länge von Greenwich geführt wurde. Die Strecke
zwischen Linie und diesem Punkte war in 25 Tagen zurückgelegt worden, und
auf derselben hatte man 10° S-Br in 29,1° W-Lg am 25. Oktober, 20° S-Br
in 31,4° W-Lg am 30. Oktober und 30° S-Br in 21,5° W-Lg am 4. November
geschnitten.
In östlicher Länge verlief die Reise bei dort anfänglich herrschenden
Nord- und Westwinden in befriedigender Weise. Ungünstig waren nur die
nach dem 25. November von 36,8° S-Br in 23,2° O-Lg ab auftretenden sehr
leichten Ostwinde. Es folgte auf diese jedoch bald wieder südwestlicher Wind,
bei welchem man am 30. November Port Elisabeth erreichte. Man hatte die
Länge der Kapstadt in 36,8° S-Br am 22. November geschnitten und die Reise
vom Kanal her in 75 Tagen zurückgelegt,
Am 18. Dezember verliels „Apoll“ Port Elisabeth wieder, um nach
Zanzıbar zu segeln. Der den Anfang dieser Reise begünstigende leichte süd-
liche und westliche Wind endete am 20. Dezember, und mufste nach dieser
Zeit längere Zeit gegen frische Ostwinde gekreuzt werden. Am 25. Dezember
nahm unweit 36° S-Br in 39,5° O-Lg der Wind wieder westliche Richtung an,
und endlich entwickelte sich aus diesem letzteren durch Drehung nach Süd
und SE der Passat. Unweit 31° S-Br in 42° O-Lg erfolgte am 28. Dezember
bei einem Luftdruck von 762,2 mm dieser Uebergang, und sehr kräftiger Wind
führte den Schoner dann in rascher Fahrt zur Stralse von Mozambique. Hier
endete am 30. Dezember dieser Wind, und leichte, höchst veränderliche Mallung
folgte auf ihn für längere Zeit. Bei auffallend häufigen Gewittern und
regnerischem Wetter schritt der Schoner dann langsam nach Norden hin vor.
Als man am 5. Januar 1881 nach 18,5° S-Br gekommen war, kam der etwas
frischere Wind meist aus nördlicher und östlicher Richtung. Am 14, Januar
befand „Apoll“ sich in Sicht von Mohilla. Am 17. Januar nahm unweit
12,8° S-Br in 42,2° O-Lg der Wind nordwestliche Richtung an und wehte von
daher für einige Zeit heftig; nach dem 24. Januar drehte er durch Nord nach
NE, endlich nach Ost, dadurch dem Schiffe eine günstige Gelegenheit bietend,
and am 29, Januar erreichte „Apoll“ die Rhede von Zanzibar. Die Reisedauer
betrug 42 Tage. Während dieser Zeit hatte man 30° S-Br in 42,3° O-Lg am
28. Dezember, 25° S-Br in 43° 0-Lg am 29. Dezember, 20° S-Br in 43,4° Ö-Lg
am 4. Januar 1881, 15° S-Br in 43° O-Lg am 10. Januar und 10° S-Br in
41,2° O-Lg am 23. Januar, — ferner 35° O-Lg in 35,3° S-Br am 24. Dezember
und 40° O-Lg in 35,2° S-Br am 26. Dezember geschnitten.
Von Zanzibar versegelte „Apoll“ am 26. Februar nach Mozambique,
Man traf auf dieser Reise anfänglich ganz leichte südöstliche und östliche
Winde, die wiederholt von Stillo unterbrochen wurden. Der nach Norden und
Westen versetzende Strom erreichte während der ersten auf See verbrachten
Tage den Betrag von 40 bis 60 Sm im Etmale. Die Folge davon war das
überaus geringe Fortschreiten des Schiffes nach Süden. Vom 5. bis zum
10. März gelangte „Apoll“ nur von 7,9° S-Br in 41,5° O-Lg nach 8,9° S-Br
in 41,7° O-Lg. Nach dem zuletzt genannten Tage herrschte ein leichter, aber
beständiger Nordwind, mit dessen Hülfe man am 14. März den Hafen von
Mozambique erreichte. Die Reise, während welcher 10° S-Br in 41,7° O-Lg
am 11. März überschritten worden, war in 16 Tagen vollendet.
Schon am 19. März ging „Apoll“ auch von Mozambique aus wieder in
See, um die Reise nach Hamburg fortzusetzen. Man begann sie bei nordöst-
Ann. d. Hydr., 1981, Hoft X (Oktober).