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wurde, begünstigt, und die Folge davon war, dafs die Bark die Linie in
24,6° W-Lg am 28. Oktober, vier Tage später als das Vollschiff, erreichte.
Im Südatlantischen Ocean fand „Dorothea“ kräftigen beständigen Passat,
dessen Gebiet sich bis nach 22,5° S-Br in 29° W-Lg ausdehnte. Bei einem
auf 768,0mm gestiegenen Luftdrucke drehte der frische Wind nordöstlich, um
sich für längere Zeit in hoch nördlicher Richtung zu halten. Der Luftdruck
nahm dann langsam ab, und als derselbe bis auf 764,0mm gefallen war, drehte
unweit 29° S-Br der gleichzeitig für kurze Zeit ganz schwach gewordene Wind
in rascher Weise durch West und Süd nach SE zurück, Das Barometer begann
nach diesem Vorgange wieder zu steigen und erreichte unweit 34° S-Br mit
775,4mm seinen höchsten Stand. Anhaltende Westwinde wurden angetroffen,
als die letztere Breite überschritten worden war, und bei denselben kreuzte
„Dorothea“ am 16. November in 38,5° S-Br den ersten Meridian. Um diesen
Punkt von der Linie aus zu erreichen, waren 23 Tage erforderlich gewesen,
und in dieser Zeit hatte man 10° S-Br in 30° W-Lg am 28, Oktober, 20° S-Br
in 31,1° W-Lg am 31. Oktober und 30° S-Br in 21,1° W-Lg am 5. November
überschritten. „Fürst Bismarck“ gelangte zum Meridian von Greenwich in
39,7° S-Br am 19. November. Sich in der Nähe von 41° S-Br haltend, segelte
„Dorothea“ ostwärts, doch drängten lang anhaltende Südwinde das Schiff wieder-
holt bis in die Nähe von 40° S-Br. Die fast immer günstigen Winde wehten
meistens aus einer hoch südlichen oder nördlichen Richtung, zeitweise wurden
indessen auch mäfsige Ostwinde beobachtet. Durch Stürme wurde die Fahrt in
keiner Weise beunruhigt. Am 7. Dezember erreichte „Dorothea“ in 37,2° S-Br
den Meridian von 80° Ost. Es waren bis dahin 21 Tage in östlicher Länge
zugebracht worden. Der Mitsegler „Fürst Bismarck“, welcher beim Gutmachen
der Länge sich eben nördlich von 40° S-Br gehalten hatte, kreuzte 80° O-Lg in
35,7° S-Br am 12. Dezember.
Sehr günstige Winde traf „Dorothea“ auf ihrem Wege von 80° O-Lg
zum Gebiete des Passats. Der zuerst aus nordwestlicher Richtung wehende
kräftige Wind drehte, bei allmählich zunehmendem Luftdrucke, mehr und mehr
nach links und wurde, indem unweit 27,3° S-Br und 86,8° O-Lg bei einem
Barometerstande von 769,3mm die Windrichtung eine südöstliche wurde, zum
Passat. Derselbe besafs, als er einsetzte, nur geringe Stärke, kam jedoch bald
kräftig durch, um in dieser Weise bis zu seiner am 15. Dezember in 10,8° S-Br
und 88,7° O-Lg liegenden Nordgrenze anzuhalten, Der Luftdruck betrug in der
Nähe derselben 760,7mm. Nördlich vom Passatgebiet wurde zunächst aus öst-
licher Richtung vorherrschende, von Windstille wiederholt unterbrochene Mallung
angetroffen, deren Gebiet sich bis nach 8,2° S-Br in 88,8° O-Lg ausdehnte.
Die in demselben beobachtete Strömung verseizte das Schiff in vier Tagen
56 Sm nach WSW. Als dieser letztere Punkt erreicht worden war, kam west-
licher Monsun durch, der zwischen 7° und 2,5° S-Br recht kräftig wehte und
den ein östlicher Strom begleitete. Am 23. Dezember überschritt „Dorothea“
in 91,3° O-Lg den Aequator, nachdem vorher 30° S-Br in 86,3° O-Lg am
9. Dezember, 20° S-Br in 88° O0-Lg am 13. Dezember und 10° S-Br in 89,3° O-Lg
am 16. Dezember geschnitten worden war.
Nördlich von der Linie wurde zunächst wieder mehrere Tage anhaltende
östliche Mallung und Windstille angetroffen. Am 29. Dezember setzte jedoch
unweit 4,2° N-Br in 93,5° O-Lg der NE-Monsun ein, bei welchem frischen
Winde nach Nordwesten gesegelt wurde. Da zuweilen für kurze Zeit über
St, B.-Bug gesegelt wurde, erreichte man als westlichsten Punkt nur 89,4° O-Lg
in 16,5° N-Br. Hier wurde am 3. Januar 1881 bei NNE-Wind gewendet. Am
6. Januar erblickte man das Kap Negrais, und am 8, Januar wurde in Sicht
von China Buckeer - Feuer geankert. Die Dauer der Reise von 50° N-Br ab
betrug 101 Tage.
„Fürst Bismarck“ erreichte die Linie in 92,5° O-Lg am 2. Januar und
die Mündung des Rangoon-Flusses am 18. Januar.
Am 14. Februar ging „Dorothea“ von Rangoon aus wieder in See, um
nach dem Kanal zurückzukehren. Der leichte, in der Nähe der Küste aus NNW
wehende Wind drehte unweit 13° N-Br durch Nord nach NNE und wurde dann
beständiger, Bei demselben durchsegelte man am 18. Februar den Zehngrad-
Kanal. Südlich von 6,5° N-Br frischte der Wind auf, lief später wieder nörd-