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und sechs Tage später befand das Schiff sich am Kingange zur Basılan-Strafse.
Eine starke Gegenströmung, die den dort wehenden sehr böigen NW-Wind be-
yleitete, erschwerte die Durchsegelung dieser Strafse in solcher Weise, dafs
man erst am 16. Juli nördlich von derselben gelangte. Nachdem dann bei
ziemlich beständigem mäfsigem SSW-Winde auch die Sulu-See durchsegelt
worden war, wurde am 20. Juli der Bestimmungsplatz erreicht. Zur Zurück-
legung der Reise waren 48 Tage erforderlich gewesen,
Am 30. August verliefs „Salisbury“ die Bai von Manila wieder, um nach
England zurückzukehren. Man durchsegelte bei ganz leichter, meist aus west-
licher oder östlicher Richtung kommender Mallung die Mindoro-Straße und
Sulu-Soe und erreichte am 9. September die Bastlan-Strafse. Nachdem dieselbe
bei leichtem Westwinde passirt worden war, wurde bei leichten südlichen, west-
lichen und südöstlichen Winden für die Makassar-Strafse gesteuert, und gelangte
man am 14. September zum Eingange derselben. Begünstigt von der meist
schwachen, an einem Tage jedoch 33 Sm nach SSW versetzenden Strömung
machte „Salisbury“ dann trotz der vorherrschend ungünstigen Richtung und
Schwäche der beobachteten Winde befriedigend Fortschritt nach Süden gut,
and nachdem man am 16. September in 119° O-Lg den Aequator überschritten
hatte, konnte am 19. September die Makassar-Strafse wieder verlassen werden.
In der Sunda-See verlief bei dem dort herrschenden mäfsigen SE-Winde die
Reise auch anfänglich in zufriedenstellender Weise, Westlich von 110° O-Lg
3ank der Wind aber zum ganz leisen Zuge herab, und als man nach 107° O-Lg
gekommen war, lief der Wind um nach SW. Von der Nähe des North Watcher
ab, wo man sich am 27, September befand, mufste gegen diesen letzteren, von
starker Gegenströmung begleiteten Wind gekreuzt werden. Am 3. Oktober
ankerte das Schiff auf der Rhede von Anjer, und am 4. Oktober erreichte
„Salisbury“ den Ausgang der Sunda-Strafse. Ks waren 35 Tage seit dem An-
tritt der Reise verflossen.
Im Indischen Ocean wurde gleich von der Sunda-Strafse ab frischer
Passat, bei dem das Schiff eine weite Strecke in rascher Fahrt zurücklegen
konnte, angetroffen. Nicht weit von 18° S-Br in 77° O-Lg entfernt, herrschte
an einem Tage nur leichter Wind, doch fafste der Passat bald wieder kräftig
durch, um später noch für eine ungewöhnlich lange Zeit anzuhalten. Nicht
eher als unweit 29,5° S-Br in 41° O-Lg lief der Wind nordöstlich. Der Luft-
druck, welcher in 25,5° S-Br und 50° Ö-Lg 771,2mm betragen hatte, zeigte in
der Nähe der ersteren Position auf 768,2mm. Südlich von 30° S-Br erfolgten
mehrere jener nach links verlaufenden Drehungen um den ganzen Kompafs, bei
denen die gewöhnlichen Erscheinungen beobachtet wurden. Der sich im Al-
zemeinen hoch haltende Luftdruck erreichte nach der ersten wie zweiten Um-
drehung den hohen Stand von 773,0mm. Ohne dafs man westliche Winde
antraf, wurde dann auch die Umsegelung des Kap der guten Hoffnung in sehr
günstiger Weise vollendet, und am 5. November führte kräftiger SE-Wind das
Schiff in 35,0° S-Br über die Länge der Kapstadt. Der SE-Wind veränderte
im Atlantischen Ocean seine Richtung nach Süd, drehte bald aber wieder nach
SE zurück, und bei Wind aus letzterer Richtung kreuzte „Salisbury“ auch am
7. November in 10,0° O-Lg den Parallel von 30° Süd. Es waren nur 11 Tage
verflossen, seit man dieselbe Breite im Indischen Ocean verlassen hatte, und
vorher hatte man 10° S-Br in 100,3° O-Lg am 7. Oktober, 20° S-Br in 65,2° O-Lg
am 18, Oktober und 30° S-Br in 39,8° O-Lg am 27, Oktober, wie 90° O-Lg
in 15,3° S-Br am 10. Oktober, 60° O-Lg in 21,7° S-Br am 20. Oktober und
30° O-Lg in 33,5° S-Br am 31. Oktober geschnitten.
Der SE-Wind, welcher anscheinend ohne vorher erfolgende Störung sich
zum Passat entwickeln wollte, wurde nördlich von 26° S-Br ganz flau und
endete unweit 24° S-Br in Windstille, Nachdem diese und leichte westliche
Mallung an mehreren Tagen geherrscht hatte, kam endlich am 15. November
in 22° S-Br und 0,5° O-Lg, bei einem Barometerstande von 767,1mm, der
eigentliche Passat erst durch. In langsamer Fahrt näherte sich „Salisbury“
nun der Linie, und am 28, November wurde in 23,1° W-Lg nördliche Breite
erreicht. Auf der Strecke zwischen 30° S-Br und dem Aequator waren 23 Tage
zugebracht worden, und man hatte dort 20° S-Br in 1,7° W-Lg am 16. November
und 10° S-Br in 11,9° W-Lg am 22. November geschnitten.
Ann, d. Hydr., 1881, Heft X (Oktober),