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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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an Land zu kommen. Alle diese Brücken sind mit grofsem Kostenaufwand und 
in ganz aufsergewöhnlicher Länge hergestellt, ohne aber dadurch das Löschen 
und Laden sehr zu erleichtern. Die Kosten für dieselben betragen nahezu 
eben so viel, wie die ganze übrige Fracht von Europa bis Buenos-Ayres oder 
umgekehrt. 
Unter gewöhnlichen Umständen hat man auf der Aufsenrhede von Buenos- 
Ayres 6—7m Wasser, mul aber vorher die Barre passiren, wozu man durchaus 
nothwendig einen Lotsen braucht. Der von den fremden Konsulaten als richtig 
anerkannte Lotsentarif — hervorgegangen aus einer Vereinigung der Lotsen — 
beträgt 6 Pesos fuertes pro spanischen Fufs, Für alle Kauffahrteischiffe herrscht 
Lotsenzwang. — Will man in tieferem Wasser, als 7m, ankern, so mufßs man 
dies in einer Entfernung von 12 Sm vom Lande thun, da erst in dieser Ent- 
fernung wieder eine Tiefe von über 7m gefunden wird.“ 
Aus den Reiseberichten S.M.S. „Freya‘“‘, Korv.-Kapt. v. Lepel-Gnitz, 9 
Wind- und Stromverhältnisse 
zwischen Hongkong-— Singapore — Seychellen — Aden — Suez 
im Juli und August 1881. ; 
Auf der Heimreise von der ostasiatischen Station nach Europa hat der 
Kommandant S. M. S. „Freya“, Korv.-Kapt. von Lepel-Gnitz, einige Auf- 
zeichnungen über die von ihm auf den Routen Hongkong—Singapore—Anjer— 
Aden—Suez— Port Said im Juli und August d. J. angetroffenen, zum Theil 
eigenthümlichen Wind-, Wetter- und Stromverhältnisse gemacht, welche wir 
nachstehend im Auszuge mittheilen. 
1. Hongkong bis Singapore, Juni 30—Juli 9. 
„Aufserhalb des Hafens von Hongkong traf ich eine, für diese Jahreszeit, 
in der doch eigentlich der Monsun stetig durchgekommen sein sollte, ungewöhn- 
liche ostnordöstliche steife Briese, von Stärke 4—5, und eine ziemlich starke 
Dünung aus derselben Richtung. Es wurde nun ein südwestlicher bezw. süd- 
licher Kurs genommen, um sobald als möglich den dort zu erwartenden SW- 
Monsun anzutreffen, Der Wind drehte sich auch in der That gegen 4" a. m. 
am 1. Juli durch SE nach SSE und flaute während des 1. Juli bis zu fast 
völliger Windstille ab; doch machte sich noch immer die nordöstliche hohe 
Dünung bemerklich. Gegen 11* p. m. drang der SW-Monsun mit südsüdwest- 
licher Briese von Stärke 3 durch und hielt sich in dieser Richtung, zwischen 
SzW und WzS varlirend, bis zur Strafse von Singapore. Am 4. Juli gegen 
Abend frischte der Wind aus WSW bis zur Stärke 7 bei heftigem über dem 
Lande stehenden Wetterleuchten auf; es wurde böig, und der bis jetzt klare 
Himmel wurde bewölkt und die Briese wuchs bis zur Stärke 8. Am 6. Juli 
nahm der Wind (aus W bis SW) noch mehr an Stärke zu und war von heftigen 
Böen (9—10) und beträchtlichen Regengüssen begleitet, Gegen Abend am 
6. Juli flaute der Wind ab und hielt sich bis zum 8. Juli (Strafßse von Singapore) 
in der Stärke 3—4, worauf wieder schönes Wetter und ruhige See eintraten.“ 
Die von der „Freya“ während dieser Reise angetroffenen Stromverhältnisse 
sind in nachstehender Tabelle zusammengestellt: 
Datum 
1881 
Juli 1 
? 
„ € 
Ort 
N-Br | O-Lg 
19° 54” 
27091 
(4° 31° 
11° 507 
15° 47 
0° 21° 
0° 19% 
109 939% 
dStromversetzung 
in 24h 
Richtung | Sm 
Datum 
1881 
N33° W 
N22° W 
N 
NS°E 
22,6 ;ı Juli 5 
12,5 „ 6 
15,4 „7 
4,9 „8 
Ort 
N-Br | O-Lg 
9° 49 
8° 28 
68.0 
109° 50° 
108° 40° 
107° 12’ 
105° 24 
Stromversetzung 
in 24h 
Richtung | Sm 
59° FE 
N67°E 
N 42° E 
NG°W 
ud 
66 
30,5 
16.2 
)$S, „Ann. d, Hydr. ete.“, 1880, pag. 306, 458; 1881, pag. 410, 478.
	        
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