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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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5. Maloelab liegt richtig und ist in den „Directions of the North 
Pacific Occan“ (1870) pag. 722 gut beschrieben. 
6. Erikub ist seiner Lage und seinen Umrissen nach richtig in der Karte 
verzeichnet, Infolge der Armuth des Landes und der geringen Bevölkerung 
findet hier gar kein Verkehr statt, und ist daher die Lagune unbekannt ge- 
blieben. 
7. Wotje- oder Romanzoff-Inseln, Von dieser Gruppe existirt schon ein 
alter Plan, welcher richtig ist. Es ist wenig Verkehr hier, und ist die Gruppe 
im Verhältnifs zu der Gröfse der Lagune schwach bevölkert. 
3. Mejit liegt richtig. Diese Insel ist zwar nur 3 Sm lang, aber mit 
Allem bepflanzt, was überhaupt auf der Marshall-Gruppe gedeiht. Das Riff am 
Südende der Insel ist nur ungefähr 2 Kblg, dagegen an der Nord- und West- 
seite 1—1'/ Sm breit, mit Senkungen nach Innen. Das nordöstliche Riff ist 
ca 3'% Sm lang. 
9. Ailuck. Die Lage in der Karte ist richtig, nur liegt die SW-HEecke 
des Lee-Riffes 2 Sm westlicher, als angegeben. An der Westseite der Gruppe 
und im nördlichen Theile des Riffes sind zwei nicht ‘sehr breite, aber reine 
Passagen, die man mit der Fluth durchkreuzen kann. Im Südriff, auf 2/3 seiner 
Länge nach Westen, ist eine für Boote zugängliche Passage. Der östliche Theil 
der Lagune, und hauptsächlich an seinem Südende, ist voller Untiefen. Die 
südlichste Insel ist Ailuck benannt; sie ist fruchtbar und gut bebaut, dagegen 
die Ost- und Nordseite der Gruppe sehr wenig. In der Mitte der Insel finden 
sich 4,3—4,9m (14—16 Fufs) tiefe Versenkungen, zum Theil kreisrund geformt. 
Alle liegen dicht bei einander; es ist hier reichlich Trinkwasser vorhanden. 
Der Ankerplatz im Süden der Lagune ist 1'% Sm von der Insel Adluck in 
21,9m (12 Fad.) Tiefe. Näher heranzugehen ist nicht rathsam, Der Ankerplatz 
im Norden ist besser, jedoch weniger benutzt, da hier wenig Menschen wohnen. 
Die Bevölkerung zählt 120 Menschen. 
10. Takai (Taka) sowie Otirik sind richtig in der Karte verzeichnet. Beide 
sind gut angebaut. Die Einwohnerzahl beträgt 40 Menschen, die häufig von 
einer Insel zur anderen übersiedeln, 
11. Zur Ralick-Kette gehört die Enywetok- oder Brown-Gruppe. Von 
dieser existirt ein Plan, der als richtig angenommen werden kann. Die An- 
sichten von Walfischfängern, die wohl die einzigen Besucher dieser Gruppe 
sind, stimmen darin überein, nur behaupten sie, daß das Land ausgedehnter 
ist, als in der Karte verzeichnet. Die Gruppe hat drei Passagen und ist von 
ca 40 Einwohnern bewohnt, die sich von Nüssen und Fischen ernähren. 
12, Bikini, ebenfalls zur Ralick-Kette gehörig, ist richtig in der Karte ver- 
zeichnet. Am Nordende ist diese Gruppe offen oder doch nur durch ein gesunkenes 
Riff von bedeutender Tiefe geschlossen. Im Süden, in der Mitte des Riffes, ist 
eine geräumige Passage von 20,1—21,9m (11—12 Fad.) Tiefe. Das Land ist 
arm an Produkten und von nur 30 Einwohnern bewohnt, die von Arrowroot, 
Fischen und Muscheln leben. Man trifft hier zeitweise einzelne der Einwohner 
auf Rongelab. Dieselben sind der Civilisation noch sehr wenig zugänglich 
gewesen, übrigens aber nicht bösartiger Natur. 
13, Atlinginae liegt in den neuesten Karten richtig. Die Gruppe erstreckt 
sich Ost— West und ist unbewohnt. Am südlichen Ende ist eine kleine Passage. 
Das Ostende scheint etwas enger zu sein, die Lagune flach, aber fischreich. 
Die östliche Insel ist mit Eisenholz, die westliche mit einigen Kokospalmen 
bewachsen. 
14. Kili liegt auf 5° 43‘ N-Br und 169° 9‘ O-Lg. Die Gruppe erstreckt 
sich 2!/2 Sm in der Richtung WNW—0O05S0 und ist unbewohnt. Sie war früher 
angebaut, wurde jedoch 1874 im Herbst durch einen Orkan zerstört. Trotz 
des unbedeutenden Rifles kann man doch nur selten mit Booten landen. 
Einige Bemerkungen über Pleasant-I. (Nauru).') Dieselbe liegt in 0° 25’ S-Br 
und 167° 15‘ O-Lg. Sie ist eine gehobene Koralleninsel, und man sieht noch 
in beträchtlicher Höhe über dem Meeresspiegel Korallen zwischen den Bäumen 
hervorstehen. Die beiden Enden der Insel sind bedeutend höher, wie die Mitte 
derselben, das südliche Ende, das höchste, ist ca 100’ (30m) hoch. In der 
1) Vgl. Findlay, „South Pacific Directory“, 1877, pag. 757. 
Ans. d. Hydr., 1881, Heft X (Oktober).
	        
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