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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Ferner hatte man 30° W-Lg in 22,2° N-Br am 14. Februar, 50° W-Lg in 20° 
N-Br am 23. Februar, 60° W-Lg in 20,3° N-Br am 27, Februar und 70° W-Lg 
in 24,2° N-Br am 2. März gekreuzt. 
Am 12. September 1879, bei Beginn einer zweiten Reise nach Baltimore, 
wurde das meteorologische Journal weiter fortgeführt. Die Bark befand sich 
an diesem Tage in der Nähe von Zizard, konnte jedoch bei den während der 
nächsten Zeit wehenden leichten Westwinden nur geringen Fortschritt auf der 
wieder eingeschlagenen Route nach Süden erzielen. Am 16, September ging 
unweit 45,8° N-Br und 11,5 W-Lg der Westwind in Windstille über, und auf 
diese folgte östlicher, bald auffrischender Wind, der ohne jede fernere Störung 
in den Passat überging. In rascher Fahrt gelangte „Columbus“ bis westlich 
von 48° W-Lg. Hier wurde der Passat ungünstiger, er trat flauer auf und 
wurde wiederholt durch leichte Südwinde ganz gestört. Als 58° W-Lg über- 
schritten worden war, kam derselbe jedoch wieder kräftig und beständig durch, 
und nahm die Reise dann wieder einen befriedigenden Verlauf. Die polare 
Passatgrenze wurde erst am 16. Oktober in etwa 33,3° N-Br und 74,8° W-Lg 
bei einem Luftdrucke von 766,1 mm angetroffen. Vorherrschende Ostwinde 
führten auch auf dieser Reise die Bark vom Passate zum Eingange der 
Chesapeake-Bai. Man erreichte die letztere am 20. Oktober nach einer raschen 
Reise von 38 Tagen vom Kanale ab. Während dieser Zeit hatte man 40° N-Br 
in 16,5° W-Lg am 18, September, 30° N-Br in 24,4° W-Lg am 22. September 
und 30° N-Br zum zweiten Male in 73,2° W-Lg am 14, Oktober; ferner 30° W-Lg 
in 25,5° N-Br am 25. September, 50° W-Lg in 21° N-Br am 2. Oktober, 60° 
W-Lg in 21,3° N-Br am 8. Oktober und 70° W-Lg in 27,2° N-Br am 13. Oktober 
überschritten. 
Am 3. Dezember passirte die jetzt nach KRotterdam bestimmte Bark 
„Columbus“ das Kap Henry wieder. Während der ersten 8 Tage dieser Reise 
traf man keine günstigen Verhältnisse, denn die angetroffenen Winde wehten 
fast nur aus östlicher Richtung. Später herrschten nicht stürmische Westwinde 
vor, und nahm die Reise dann einen befriedigenden Verlauf. Am 25, Dezember, 
nach 22tägiger Reise, erreichte „Columbus“ die Mündung des Kanals. Man 
hatte 70° W-Lg in 38,7° N-Br am 6. Dezember, 50° W-Lg in 40,9° N-Br am 
14. Dezember und 30° W-Lg in 45,8° N-Br am 20. Dezember geschnitten. 
21. Reise der Wismarer Bark „Paul Thormann“, Kapt. M. Martens. 
Während einer Reise von Newcastle nach Java, auf welcher die Nord- 
spitze Schottlands umsegelt wurde, befand sich die Bark „Paul Thormann“ am 
14. Juli 1880 in der Nähe von Fair Island. Bei leichten veränderlichen Winden 
erreichte man von hier aus am 23. Juli den Parallel von 50° Nord in 13,1° 
W-Lg. Südlich von dieser Breite erlaubten anhaltend aus südwestlicher Rich- 
tung wehende Winde nur ein sehr langsames Fortschreiten des Schiffes nach 
Süden; nachdem jedoch unweit 39,5° N-Br in 12,3° W-Lg der frische Wind bei 
einem höchsten Barometerstande von 767,4mm von NW durch Nord nach NE 
gelaufen war, nahm die Reise einen rascheren Verlauf. Dieser Wind ging ohne 
jede Störung in den Passat, dessen südliche Grenze in der Nähe von 15,5° N-Br 
in 26,6° W-Lg erreicht wurde, über. Nach dem Aufhören des Passats herrschte 
an fünf Tagen noch ganz leichte östliche Mallung, und endlich kam am 16. August 
unweit 11° N-Br und 26,7° W-Lg der südwestliche Monsun durch, mit welchem 
nach Südosten gesegelt wurde. Gleichzeitig versetzt von östlicher Strömung 
gelangte „Paul Thormann“ bis zum 24. August nach 14,2° W-Lg in 4,6° N-Br. 
Hier wurde gewendet und bei allmählich aufraumendem Winde westwärts ge- 
segelt. Am 28, August erreichte die Bark in 23,7° W-Lg den Aequator. Es 
waren 36 Tage verflossen, seit man 50° N-Br verlassen hatte, und während 
dieser Zeit hatte man 40° N-Br in 12,3° W-Lg am 31. Juli, 30° N-Br in 18,9° 
W-Lg am 4. August, 20° N-Br in 25° W-Lg am 10, August und 10° N-Br in 
25,1° W-Lg am 17. August gekreuzt. 
Im Südatlantischen Ocean wurde bis nach 21° S-Br in 29,7° W-Lg frischer 
beständiger Passat angetroffen. Derselbe wurde flauer, als man südlich von 
diesem Punkte gelangte, und hörte in etwa 20,8° S-Br in 29,2° W-Lg zu wehen 
auf, Südlich vom Passatgebiete erfolgte zweimal ein Rundlaufen des Windes
	        
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