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11. Dezember, 20° S-Br in 36,1° W-Lg am 16. Dezember und 30° S-Br in
45,8° W-Lg am 23. Dezember gekreuzt.
Nachdem in Buenos Ayres die Ladung entlöscht worden war, verliels
„van den Bergh* am 25. Februar 1880 den Za Plata-Flufs wieder, um fracht-
zuchend nach einem Hafen an der Westküste Südamerikas zu versegeln. Ver-
änderliche, jedoch meist aus südöstlicher Richtung wehende Winde führten die
Bark nach 40° S-Br, und auf der zwischen dieser und 50° S-Br liegenden
Strecke wurden neben westlichen Winden ebenfalls häufig südöstliche Winde
angetroffen. Man kreuzte 40° S-Br in 56,6° W-Lg am 3. März und befand
sich am 12. März in 50° S-Br und 63,4° W-Lig.
Am 15. März umsegelte „van den Bergh“ bei heftigem NE-Winde die
Ostspitze der Staten-Insel, Als man südwärts von derselben gelangt war, nahm
der Wind bei rasch fallendem Barometer und dem hier seltenen Auftreten von
Blitz zum heftigen Sturme zu, in welchem schliefslich der für kurze Zeit fast
orkanartig wehende Wind nach West umsprang. Der Luftdruck sank während
dieses Sturmes bis auf 721,5mm. Nach dem Sturme wehte der Wind bei an-
haltend niedrigem Barometerstande für längere Zeit aus westlicher Richtung.
Doch konnte, da die Stürme nicht sehr lange anhielten und die Windrichtung
sich häufig veränderte, in zufriedenstellender Weise nach Westen fortgeschritten
werden, Am 28. März kreuzto die Bark in 80,6° W-Lg wieder den Parallel von
50° Süd, nachdem man südlich von demselben 16 Tage verbracht hatte. Die
Länge des Kap Horn hatte die Bark in 57° S-Br am 17. März überschritten.
Nördlich von 50° S-Br traf „van den Bergh“ zunächst ungünstige nord-
westliche Winde an. Als 47° S-Br aber erreicht worden war, wurde der Wind
südwestlich, und von 45° S-Br ab führte frischer Süd- und SE-Wind die Bark
in rascher Weise ihrem Ziele entgegen. Nachdem 40° S-Br in 76,8° W-Lg am
2, April gekreuzt worden war, konnte zwei Tage später in der Bai von Coronel
geankert werden. Die Reisedauer betrug 39 Tage.
Mit Weizen beladen ging der „van den Bergh“ am 20, Mai wieder von
Talcahuano aus in Sce, um nach Buenos Ayres zurückzukehren. Man traf in
der Nähe der Küste heftigen SSE-Wind, mit dem nach Westen gesegelt wurde.
Unweit 36,5° S-Br in 76,5° W-Lg lief der Wind westlich, es wurde dann ge-
wendet und ein Südkurs eingeschlagen. Die Reise verlief nun für längere Zeit
in zufriedenstellender Weise, als man aber nach 53° S-Br in 80° W-Lg ge-
kommen war, lief der Wind östlich, um aus dieser Richtung für länger als fünf
Tage zu wehen. Am 7. Juni drehte unweit 55° S-Br der Wind durch Süd nach
SW, und bei Südwind passirte „van den Bergh“ am 9. Juni in 56,4° S-Br den
Meridian des Kap Horn. Nachdem die Insel Staten Land umsegelt worden war,
wurde ein nordwestlicher, Kurs eingeschlagen, welcher die Bark am 12. Juni
nach 50° S-Br in 64,5° W-Lg führte. Die zwischen dem letzterem Punkte und
40° S-Br in 55° W-Lg liegende Strecke wurde bei leichten veränderlichen West-
winden in sieben Tagen zurückgelegt, dagegen verursachten nördlich von 40°
S-Br anhaltende Nordwinde eine bedeutende Verzögerung. Am 26. Juni er-
reichte „van den Bergh“ die Mündung des La Plata, Man hatte die Reise in
36 Tagen vollendet.
Da in Buenos Ayres auch dieses Mal für den „van den Bergh“ keine
Fracht aufzutreiben war, verliefs die Bark den La Plata am 2. Oktober aber-
mals in Ballast, um nach St. Thomas zu versegeln. Bei anhaltend aus westlicher
Richtung wehenden Winden verfolgte man zunächst einen solchen Kurs, dafs
30° S-Br in 40,3° W-Lg am 7. Oktober erreicht wurde. Sehr günstig erfolgte
darauf der Uebergang in das Passatgebiet. Unweit 27° S-Br und 36,6° W-Lg
drehte, bei einem Barometerstande von 769,0mm, der recht kräftig wehende
Wind von SW durch Süd nach SE und wurde zum Passat. Und von diesem
geführt erreichte die Bark, nachdem 20° S-Br in 33,7° W-Lg am 11. Oktober
und 10° S-Br in 32° W-Lg am 14. Oktober gekreuzt worden war, am 18. Oktober
in 38,3° W-Lg den Aequator.
Bis nach 5,1° N-Br in 43° W-Lg dehnte sich das Gebiet des NE-Passats
aus. Im Stillengürtel, in welchem 3'/2 Tage verbracht wurden, traf man keine
Windstille, sondern veränderliche östliche Briese an. Als man nach 9,3° N-Br
in 45,7° W-Lg gekommen war, setzte der NE-Passat ein, welcher in mäfsiger
Stärke, aber beständig wehend, die Bark dann zum Bestimmungshafen führte.