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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

4° 
zwei Tage vor „Regulus“, kreuzte; dieses Schiff erreichte den NE-Passat in 
4,5° N-Br und 26,5° W-Lg schon am 2. März. Noch ein anderer Mitsegler, 
die hölzerne Hamburger Bark „Zsmeralda“, schnitt den Aequator in 22° W.Lg 
am 20. Februar und die äquatoriale Grenze des NE-Passats in 3,4° N-Br und 
25,2° W-Lg am 2. März gleichzeitig mit „Wega“, Endlich kreuzte die hölzerne 
Hamburger Bark „Hans“, welche am 12. April gleichzeitig mit „Regulus“ die 
Kanalmündung erreichte, den Aequator in 28,9° W-Lg am 9. März und ging 
dann vom Gebiete des SE- in das des NE-Passats über, fast ohne dabei Mallung 
oder eine Verzögerung in der Fahrt zu beobachten. 
Im Gebiete des NE-Passats fand „Regulus“ zwar beständigen, aber nur 
sehr mäfßsigen Wind, der nördlich von 18° N-Br sogar zum ganz leisen Zuge 
herab sank. Unweit 21° N-Br in 35,4° W-Lg wurde am 16. März die polare 
Passatgrenze angetroffen. Der auffrischende Wind lief dort zuerst südöstlich 
und kurze Zeit darauf nach Süd. Bei südlichen und westlichen Winden nahm 
die Reise nachher für längere Zeit einen ziemlich befriedigenden Verlauf, 
Mehrere heftige Stürme wurden aus westlicher Richtung überstanden; so auch 
derjenige, über welchen die am 27. März in 37° N-Br und 31,5° W-Lg stehende 
Bark „Hans“ berichtete. „Regulus“ beobachtete denselben unweit 38,2° N-Br 
und 34° W-Lg bei einem niedrigsten Barometerstande von 747,0mm. Bei den- 
selben Verhältnissen, wie sie schon im Reisebericht des „Hans“ hervorgehoben 
worden sind, vollendete „Regulus“ den letzten. Theil der Reise. Die hölzerne 
Bark, an Segelfähigkeit augenscheinlich dem eisernen Mitsegler überlegen, hielt 
bei den später angetroffenen Ostwinden voller weg nach Norden, machte da- 
durch zwar anfänglich mehr Länge gut, verlor das Gewonnene aber später 
wieder gänzlich. Und gleichzeitig mit „Hans“ gelangte „Regulus“ am 12. April 
zur Mündung des Kanals. Die Dauer der ganzen Reise betrug 120 Tage, Von 
denselben waren 47 im nordatlantischen Ocean zugebracht worden, und hatte 
das Schiff dort 10° N-Br in 28,6° W-Lg am 9. März, 20° N-Br in 34,9° W-Lg 
am 15. März, 30° N-Br in 36,5° W-Lg am 21. März und 40° N-Br in 34° W-Lg 
am 28. März geschnitten. 
5. Reise der eisernen Elsflether Bark „Frank Wilson“, Kapt. F. Pieken. 
Am 15. Januar 1880 überschritt die auf einer Reise von Liverpool nach 
Brisbane begriffene Bark „Frank Wilson“ den Parallel von 50° Nord. Bei 
veränderlichen, jedoch meist aus östlicher Richtung wehenden Winden konnte 
man von jener Breite aus einen ziemlich befriedigenden Fortgang nach Süden 
erzielen. Die ersten SW-Winde von längerer Dauer wurden angetroffen, als 
man südlich von 28,5° N-Br gekommen war, wo dann durch sie eine bedeutende 
Verzögerung der Reise verursacht wurde, Die polare Passatgrenze erreichte 
„Frank Wilson“ erst in 21,3° N-Br und 25,5° W-Lg. Auf kurze Windstille 
folgte dort der rasch auffrischende, sich bis nach 3° N-Br in 25° W-Lg 
erstreckende Passat, Drei Tage waren erforderlich, um den Stillengürtel, 
dessen südliche Grenze am 16. Februar in der Nähe von 1,4° N-Br und 
26,5° W-Lg angetroffen wurde, zu überschreiten. Am 18. Februar ging „Frank 
Wilson“ in 28° W-Lg von der nördlichen zur südlichen Halbkugel über. Man 
hatte die Strecke zwischen Kanal und Linie in 34 Tagen zurückgelegt und auf 
derselben 40° N-Br in 21,2° W-Lg am 21. Januar, 30° N-Br in 23,3° W-Lg 
am 27. Januar, 20° N-Br in 25,8° W-Lg am 7. Februar und 10° N-Br in 
25,5° W-Lg am 10. Februar gekreuzt. 
Südlich vom Aequator trat der Passat anfänglich nur mäfsig, unweit 
4° S-Br sogar nur als ganz leiser Zug auf, Als man nach 7° S-Br gekommen 
war, setzte aber beständiger, kräftiger Passat ein, bei dem für längere Zeit ein 
recht befriedigender Fortgang erzielt werden konnte. Man gelangte nach 
27° S-Br in 26,8° W-Lg, bevor der frische, von einem Barometerstande von 
764,9 mm begleitete Wind nordöstlich lief. Später traf man noch zu ver- 
schiedenen Malen heftige Ostwinde an, und nicht eher als südlich von 37° S-Br 
wehten die Winde beständig aus westlicher Richtung. Am 12. März überschritt 
„Frank Wilson“ in 37,8° S-Br den ersten Meridian. Auf der zwischen Linie 
und diesem Punkte liegenden Strecke waren 23 Tage verbracht worden, und 
man hatte dort 10° S-Br in 31,1° W-Lg am 23. Februar, 20° S-Br in 30,4° W-Lg 
am 26. Februar und 30° S-Br in 21,3° W-Lg am 4. März gekreuzt,
	        
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