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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Rhede von Falmouth, Die Reisedauer von der Sunda-Stralse ab betrug 
119 Tage; von diesen hatte man 45 im Nordatlantischen Ocean zugebracht und 
dort 10° N-Br in 28,7° W-Lg am 27. Januar, 20° N-Br in 36° W-Lg am 
31. Januar, 30° N-Br in 37,4° W-Lg am 6. Februar und 40° N-Br in 27,5° W-Lg 
am 11. Februar überschritten. 
2. Reise der Bremer Bark „Cuba“, Kapt. A. Reinefarth. 
Die auf einer Reise von Bremen nach New- York begriffene Bark „Cuba“ 
befand sich am 3. Januar 1881 in der Nähe von Lizard. Der dort zur Zeit 
herrschende ganz leichte Ostwind wurde am nächsten Tage kräftiger und 
bewirkte, dals das Schiff in der folgenden Zeit einen aufserordentlich befrie- 
digenden Fortgang erzielen konnte. Der zeitweise stürmisch auftretende öst- 
liche Wind herrschte ununterbrochen, und schon am 14. Januar, nur 11 Tage 
später, als man den Kanal verlassen hatte, befand sich „Cuba“ auf der Neu- 
fundland- Bank. Am 17. Januar konnte der Meridian von 60° West über- 
schritten werden. An diesem Tage endete aber der bis dahin so günstige 
Wind; vorherrschend aus nördlicher und westlicher Richtung kommender Wind 
trat an seine Stelle, und da von nun an auch heftige Stürme angetroffen wurden, 
verlief der letzte Theil der Reise nur in sehr langsamer Weise, Durch die 
stürmischen Winde sah sich die Bark wiederholt in den Golfstrom vertrieben, 
wo durch starke Gegenströmung die vorher gewonnene Länge wieder theilweise 
verloren ging. Am 22, und 23. Januar überstand man unweit 40,6° N-Br und 
66,5° W-Lg einen heftigen NW-Sturm, bei dem der Luftdruck bis auf 747,2 mm 
abnahm. Einen zweiten NW-Sturm beobachtete „Cuba“ am 27., 28. und 
29. Januar in der Nähe von 39° N-Br in 67° W-Lg. Das Baromeier erreichte 
in diesem Fall seinen niedrigsten Stand mit 758,0 mm. Ein besonders langer 
Aufenthalt wurde durch die anhaltend stürmischen Nordwinde verursacht, welche 
„Cuba“ antraf, als man schon westlich von 73° W-Lg gelangt war. Durch 
diese zur Winterszeit in der Nähe der Küste nicht seltenen, in kurzen, heftigen 
Stöfsen wehenden Winde wurde die Bark nach 36° N-Br gedrängt. Schließlich 
lief der Wind jedoch östlich, und erreichte man am 11. Februar die Rhede von 
New- York. Die Reisedauer betrug 39 Tage. Auf dieser Reise war 30° W-Lg 
in 46,1° N-Br am 9. Januar, 50° W-Lg in 43,1° N-Br am 14. Januar, 60° W-Lg 
in 41,8° N-Br am 17. Januar und 70° W-Lg in 37,7° N-Br am 2, Februar über- 
schritten worden, 
Am 10. März verliels „Cuba“ den Hafen von New- York, um wieder nach 
Bremen zurückzukehren. Die ersten drei Tage dieser Reise wurden durch 
kräftigen Westwind begünstigt; später herrschten jedoch schr unbeständige 
Winde, die ihrer Richtung nach oft ungünstig und stürmisch waren und bei 
denen kein befriedigender Fortgang erzielt werden konnte. HEinen sehr heftigen 
NW-Sturm überstand „Cuba“ am 19. März in der Nähe von 38,5° N-Br und 
57,5° W-Lg bei einem niedrigsten Luftdruck von 752,6 mm. Während dieses 
Sturmes lief aus NE eine solch ungewöhnlich hohe Dünung, dafs durch dieselbe 
das Schiff zum Beidrehen gezwungen wurde. Einen anderen Sturm erlebte man 
am 24. und 25. März unweit 41,3° N-Br und 48° W-Lg. Derselbe begann aus 
der Südrichtung und endete, nachdem der Wind ausgeschossen war, aus WNW. 
Ein niedrigster Barometerstand von 728,6 mm wurde vor dem Einsetzen dieses 
Sturmes beobachtet. Am 13. April befand „Cuba“ sich in Sicht der Lizard- 
Thürme. Die Reise bis dahin hatte eine Dauer von 34 Tagen; während der- 
selben war 70° W-Lg in 39,5° N-Br am 11. März, 50° W.Lg in 40,8° N-Br 
am 23. März und 30° W-Le in 46° N-Br am 2. April geschnitten worden. 
Reise des eisernen Bremer Vollschiffes „Regulus‘“, Kapt. Ed. Block. 
Auf einer Reise von Cardiff nach Singapore überschritt das eiserne 
Vollschiff „Regulus“ am 3. Juli 1880 den Parallel von 50° Nord. Bei nörd- 
lichen und westlichen Winden, die einen ganz befriedigenden Fortgang nach 
Süden ermöglichten, wurde die Reise fortgesetzt, und gelangte man bis zum 
10. Juli nach 37,3° N-Br in 16° W-Lg. Hier gerieth des Schiff in Windstille 
und leichte westliche Mallung von vier Tagen Dauer. Nach dieser Zeit traten 
mäfsige SW-Winde auf, durch welche „Regulus“ bis in die Nähe von Madeira 
gedrängt wurde. Um nicht östwärts von dieser Insel nach Süden gehen zu 
Ann. d, Hydr., 1881, Heft IX (September). 
3.
	        
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