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saling aus auf 10 Sm bei klarem Wetter in Sicht. Der Strom hatte nordöstlich
0,5 Sm die Stunde gesetzt. Die Insel wurde auf 2'/2 Sm passirt, und wurde
dann auf Stephens-I. zu gesteuert. Die Dry rocks bei Bramble Cay sind viel
besser sichtbar, als die Insel selbst. Von Süden gesehen erscheinen dieselben
wie das Wrack eines grofsen Dampfers, der seine Masten verloren, aber noch
den Schornstein stehen hat. Die Black Rocks kamen gut in Sicht. Während
der Fahrt zwischen Bramble Cay und Stephens-IL1. wurde das Schiff mit 2 Sm
die Stunde WNW versetzt, also auf die Durchfahrt zwischen Neu-Guinea und
dem grofsen Warrior-Riff zu gesetzt. Auch später wurde besonders dort, wo
sich das Schiff gegenüber von Oeffnungen in den westlichen Riffen befand, eine
starke westliche Versetzung gefunden, ganz besonders wurde dies auch östlich
von dem Moon Pass bemerkt.
Kurz vor Sonnenuntergang wurde in Lee der Rennel-I. auf 25m geankert.
Auf dieser Insel wurde, aufser einem Feuer während des Abends, kein Zeichen
von Bewohnern bemerkt. Während der Nacht wurde bis 12 Uhr ein westsüd-
westlicher Strom, 1 Sm, geloggt, eine Richtung, die nach dem Basılisk Pass
hinweist, dann kenterte der Strom und setzte mit 0,7 Kn nach NNE.
Bei Tagesanbruch am 22, Mai wurde die Fahrt fortgesetzt. Der Passat
wehte mit Stärke 7 bis 8 aus SE. Zwischen ARennel- und Cocoanut-I. führt
der „Recommended Course“ etwa 20 Sm SSW, also hart beim Winde; es ist
dies der südlichste Kurs in der ganzen Torres-Strafse. Gerade hier, durch
Peilungen genau zu verfolgen, setzte der Strom hart nach der Basilisk-Passage,
so dafs ein Segelschiff hier Schwierigkeiten finden dürfte. Während der Fahrt
von Cocoanut-I. (durch einzelne hohe Palmen gut erkennbar) nach Bez-I. mufs
besonders aufgepafst werden, doch geben diese beiden Inseln, ebenso wie Long-L.,
Sand Bank und Grassy Sand Bank gute Kreuzpeilungen; auch die Sve-I. über
das an B.B. liegende grofse Riff hinaus ist gut sichtbar. Saddle-I. dagegen
ergab bei der Passage von Bet-I. den Ort des Schiffes um 1 Sm zu nördlich,
Südwestlich von Bez-I. erstreckt sich ein nicht in der Karte angegebenes, einige
hundert Meter langes Riff, welches, da die Steine zur Zeit blo(s lagen, gefahrlos
umsteuert werden konnte. Während der Weiterfahrt auf den Ninepin Rk. zu
wurde auch aus dem Topp weder von Wreck Shoal noch von Moresby Rk, etwas
bemerkt. Ninepin Rk. wurde ziemlich nahe an B.B. gelassen. Südwestlich
von diesem Felsen erstreckt sich ein, in den Karten ebenfalls nicht angegebenes
einige 100m langes Riff.
Die Weiterfahrt erfolgte mit einer Geschwindigkeit von 10 Sm die Stunde,
doch war es sehr leicht, das Schiff auf der Linie des „Recommended Course“
zu halten, indem häufig Kreuzpeilungen zwischen Ninepin Rk., Mount Ernest
and demnächst Travers- und Double-I, genommen werden konnten, Die Länge
des Berges der letzteren Insel scheint nicht richtig zu sein, während später,
als die Breite mehr zur Geltung kam, die Peilungen stimmten. Die mit Wreck
und Marina Rk. bezeichneten Punkte wurden nicht gesehen.
Vor der Einfahrt in den Prince of Wales - Kanal erfuhren wir eine so
bedeutende westliche Versetzung, dafs das Schiff bei 7 bis 8 Sm Fahrt etwa
4 Strich südlicher bezw. höher, wie Kurs gehalten werden mufste, und dann
doch nur auf etwas über !/z Sın von der Östspitze des North West Reef frei
kam. Ich schätzte in Verbindung mit später vor Anker angestellten Beobach-
tungen den westlichen Strom, welcher durch den Prince of Wales-Kanal setzte,
auf 5 Sm. Die Inseln Horn, Wednesday und Hammond waren wegen des un-
klaren Wetters auf einige Entfernung nur schlecht in Sicht und konnten nicht
zu Peilungen benutzt werden, während Thursday- und Travers-In., sowie die
gut sichtbare Bake auf North West Reef sich besser dazu eigneten. In dem
Kanal selbst ist Hammond Rk. eine vorzügliche Marke,
Kurz vor Sonnenuntergang hatte „Nautilus“ etwa die Mitte des Kanals
erreicht und bog dann südlich aus demselben ab, um den für die Nacht ge-
wählten Ankerplatz aufzusuchen, und zwar: Bake NzO, Hammond Rk, West,
zwischen Hammond- und Wednesday-I. Als wir den Platz erreicht hatten, wo
der Anker und „out of the tide“ in der Br. Adm.-Karte No. 2375 (Tit. XII,
No. 262) verzeichnet sind, wurde Brandung voraus gomeldet, welche sich bei
Tagesanbruch auf der in 0zS von diesem Ankerplatz befindlichen und mit
3 Fad. (5,5m) bezeichneten Stelle wahrnehmen liefs. Wegen des auf diesem