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Bemerkungen.
1. Ad No. 1, 2 und 3. Diese Lothungen zeigen, dafs die Inseln
St. Ambrose und Felix weder mit dem amerikanischen Kontinente noch mit
der Juan Fernandez-Gruppe zusammenhängen (s. „Ann. d. Hydr. etc,“, 1880,
pag. 386 und 387.)
2. Ad No. 4 und 5. Diese Lothungen ergeben eine gröfsere Tiefe, als
die ungefähr in denselben Meridianen, aber ca 16°—17° südlicher ausgeführten
Lothungen des „Challenger“ und scheinen auf eine Depression des Meeresbodens
in ca 20°—21° S-Br zwischen 80°—100° W-Lg hinzudeuten.
3. Ad No. 10 und 11. Diese Lothungen, sowie zahlreiche vom 19. bis
21. Juli 1880 ausgeführte Aufsuchungen des Minerva- oder Ebrill-Rifes (s. „List
of Report. Dang. in the Pacif.-Oc.“, II, South of the Equator, No. 1000,
pag. 222), auf welchem das Schiff „Sir George Grey“ i. J. 1865 verloren ge-
gangen sein, und welches nach verschiedenen Angaben zwischen 22° 32‘—45' S-Br
und 133° 20—139° W-Lg liegen soll, haben die Nicht-Existenz dieses Riffes
nachgewiesen; es ist deshalb aus den Br. Adm.-Karten entfernt worden.
4. Ad No. 12—15. Diese Lothungen sind nicht weit südlich von dem
Paumotu-Archipel (Niedrige Inseln) gemacht worden.
5. Die von der „Alert“ gemessenen Bodentemperaturen sind durch-
weg höher, als die vom „Challenger“ und von der „Gazelle“ angetroffenen
(s. „Ann. d. Hydr. ete.“, 1879, pag. 546).
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Mai 1881
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,) .
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats
Mai 1881 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber.
Centraleuropa.
1. Die ziemlich grofse Zahl, aber
meist geringe Tiefe der barometrischen
Minima, deren Zugstrafsen über alle
Gebietstheile Europa’s hinweggingen.
Das wiederholte Auftreten be-
deutender barometrischer Maxima, von
denen das vom 7. bis zum 13. in
Schottland die ungewöhnliche Höhe
von 781mm erreichte.
2. Das hohe Monatsmittel des
Luftdruckes auf dem ganzen Gebiete,
aufser in den Golfstaaten, Florida
und längs der Pacifischen Küste. Im
Gegensatze zum vorigen Monat war
über den maritimen Gebietstheilen
Canada’s der mittlere Luftdruck aufser-
gewöhnlich hoch,
Das Vorherrschen nordöstlicher
Winde in den südöstlichen Gebiets-
theilen, südöstlicher bis südwestlicher
an den mittleren atlantischen Küsten,
im Mississippi-Thal, Texas und Felsen-
gebirge, nördlicher bis westlicher in
dem aufsersten nordwestlichen Gebiete.
Stürme von größerer Ausdehnung und
Dauer kamen nicht vor.
2, Das durchschnittlich hohe
Monatsmittel des Luftdrucks; im süd-
lichen Centraleuropa übertraf derselbe
die Normale um 2, im nördlichen um
4 bis 5mm. Die Schwankungen des
Luftdruckes waren überall nahezu
normal.
Das Vorherrschen nordöstlicher
bis nordwestlicher Winde in den süd-
lichen Gebietstheilen; in Dänemark
bildeten südliche bis nordwestliche
Winde die Luvseite. Stürmische Winde
kamen fast gar nicht vor.