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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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37,1° O-Lg am 28. September, 20° S-Br in 89,3° O-Lg am 1. Oktober und 
10° S-Br in 90,2° O-Lg am 4. Oktober; ferner 10° N-Br in 95,5° O-Lg am 
18. Oktober gekreuzt worden. 
Am 21. November ging die mit Reis beladene Bark wieder von Rangoon 
in See, um nach dem Kanal zurückzukehren. Mäfsiger, beständiger NE-Monsun 
begünstigte den Anfang dieser Reise. Am 25. November, an welchem Tage 
„Deutschland“ den Zehngrad-Kanal durchsegelte, lief der Wind südöstlich, 
wurde dann allmählich flauer und ging endlich am 27. November unweit 
6,8° N-Br in 89,8° O-Lg in Windstille über. Um von diesem letzteren Punkte 
aus den Aequator zu erreichen, war eine verhältni(smäfßig lange Zeit erforder- 
lich. Anhaltend aus östlicher Richtung wehender leichter Zug führte die Bark 
in acht Tagen nach 2,5° N-Br in 88,2° O-Lg. Unweit dieses Punktes lief der 
Wind zuerst nördlich, später nordwestlich, frischte dann etwas auf, und gelangte 
„Deutschland“ damit am 7. Dezember in 87,7° O-Lg zur Linie. 
In südlicher Breite herrschte zunächst mäfsiger, ziemlich beständiger, 
aus südwestlicher Richtung wehender Monsun, dessen Gebiet sich bis nach 
5° S-Br in 90,7° O-Lg erstreckte. Nachdem er ein Ende genommen hatte, 
traf man für längere Zeit leichte östliche Mallung, später in der Nähe von 
3° S-Br wieder Windstille und schliefslich, am 17. Dezember, unweit 8,5° S-Br 
in 89° O-Lg den SE-Passat an. Derselbe setzte als ganz leiser Zug ein, wurde 
aber bald kräftiger, und konnte dann für längere Zeit eine sehr befriedigende 
Fahrt erzielt werden. In der Nähe von 24° S-Br in 60,5° O-Lg erreichte 
„Deutschland“ am 27. Dezember bei einem Barometerstande von 766,1 mm die 
polare Passatgrenze, Der dort nördlich holende Wind hielt sich später längere 
Zeit in dieser Richtung, und erst am 2. Dezember traf man unweit 28° S-Br 
wieder südöstlichen Wind. Nach dieser Zeit wehte er wieder anhaltend 
aus den östlichen Quadranten. Auch bei der Umsegelung des Kap der guten 
Hoffnung wurden westliche Gegenwinde kaum angetroffen. Am 15. Januar 
1881 kreuzte man bei frischem SE-Winde in 35° S-Br die Länge der Kapstadt 
und gelangte am 17. Januar bei mäfsigem SSW-Wind in 11° O-Lg wieder 
nördlich von 30° Süd. Südlich von dieser Breite hatte „Deutschland“ nur 
11 Tage zugebracht. Auf der Fahrt über den Indischen Ocean war 10° S-Br 
in 87° O-Lg am 18. Dezember, 20° S-Br in 73° O-Lg am 23. Dezember und 
30° S-Br in 41° O-Lg am 6. Januar; ferner 90° Ö-Lg in 7,2° S-Br am 
14. Dezember, 60° O-Lg in 24,2° S-Br am 28. Dezember und 30° O-Lg in 
33,5° S-Br am 11. Januar gekreuzt worden. 
Aus dem südwestlichen Winde, bei welchem „Deutschland“ 30° S-Br 
überschritt, entwickelte sich später, ohne dafs vorher Mallung oder Stille ein- 
getreten wäre, der Passat. Unweit 26° S-Br in 5,8° O-Lg wurde bei einem 
Barometerstande von 766,1mm die polare Passatgrenze gefunden, und begünstigte 
nach dieser Zeit ein mäfsiger, beständiger SE-Wind die Fahrt. Nördlich von 
18° S-Br nahm die Windstärke etwas ab; schließlich wurde am 7. Februar in 
23,1° W-Lg der Aequator überschritten. Die Zurücklegung der Strecke zwischen 
30° S-Br und der Linie hatte 21 Tage erfordert, und auf derselben war 
20° S-Br in 1,2° W-Lg am 23. Januar und 10° S-Br in 12,6° W-Lg am 
31. Januar geschnitten worden. 
Den Stillengürtel traf „Deutschland“ zwischen 3,8° N-Br in 24,7° W-Lg 
und 4,4° N-Br in 24,8° W-Lg an. Neben Windstille war leichte nördliche 
Mallung in ihm vorherrschend, und fast zwei Tage waren erforderlich, um ihn 
zu überschreiten. Das Gebiet des anfänglich nur sehr leichten und schralen, 
auf der zwischen 6,5° und 28,5° N-Br liegenden Strecke aber kräftig und 
beständig auftretenden NE-Passats erstreckte sich bis nach 29,5° N-Br in 
10,6° W-Lg. In der Nähe dieses Punktes, wo der Luftdruck mit 773,6 mm 
sein Maximum erreicht hatte, sank der Wind fast zur Stille herab und drehte 
dann allmählich durch Süd nach West. Der letzte Theil der Reise konnte bei 
anhaltend aus westlicher Richtung wehenden Winden zurückgelegt werden. Am 
9. März befand „Deutschland“ sich in Sicht der Lizard-Feuer. Die Dauer der 
ganzen Reise war 108 Tage; 30 derselben hatte man im Nordatlantischen 
Ocean zugebracht, wo 10° N-Br in 31,1° W-Lg am 15. Februar, 20° N-Br in 
36,8° W-Lg am 19. Februar, 30° N-Br in 40,6° W-Lg am 24, Februar und 
40° N-Br in 28,4° W-Lg am 2. März überschritten worden war.
	        
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