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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

1926 
Man kreuzte dieselbe, in deren Nähe „Fuldoe“ in drei Tagen eine westliche 
Strömung von zusammen 170 Sm konstatirte, in 128,5° W-Lg am 38. Tage 
der Reise. 
In südlicher Breite lief der Passat bald raumer, doch wehte er auch 
dort nur in geringer Stärke, Unweit 27° S-Br in 135,8° O-Lg schien am 
24, Oktober die polare Passatgrenze zu liegen. Bei einem Luftdruck von 
764,1 mm lief dort der Wind zuerst nordöstlich und, nachdem er zwei Tage 
kräftig aus dieser Richtung geweht hatte, nach West und SW. Nach einiger 
Zeit drehte der Wind noch einmal durch SE und NE nach Nord; als er dann 
in etwa 43° S-Br wieder westlich gelaufen war, behielt er diese Richtung für 
längere Zeit. Ohne dafs stürmisches Wetter zu überstehen war, wurde die 
Fahrt zum Kap Horn nun in ziemlich rascher Weise vollendet. Am 15. November 
befand man sich in Sicht desselben. Um von der Linie aus dahin zu gelangen, 
waren 36 Tage erforderlich gewesen, und während dieser Zeit hatte man 
10° S-Br in 131,7° W-Lg am 15. Oktober, 20° S-Br in 134° W-Lg am 
20. Oktober, 30° S-Br in 134,5° W-Lg am 25. Oktober, 40° S-Br in 127° W-Lg 
am 30. Oktober und 50° S-Br in 102,6° W-Lg am 6. November gekreuzt. 
Kapt. Basson bemerkt zu dieser Reise von der Linie im Stillen Ocean zum 
Kap Horn, dafs ein Schiff, dessen Segelfähigkeit durch unreinen Boden nicht 
beeinträchtigt gewesen wäre, dieselbe in weniger als 28 Tagen habe zurück- 
legen können. 
Im Südatlantischen Ocean wehten die Winde bis nach 45° Süd hin vor- 
herrschend aus südwestlicher Richtung. Dagegen waren nördlich von dieser 
Breite NW-Winde von geringerer Stärke überwiegend. Bei aufserordentlich 
ungünstigen Verhältnissen mußte die zwischen 33° S-Br in 26° W-Lg und 
19,5° S-Br in 26,2° W-Lg liegende Strecke durchsegelt werden, und verbrachte 
„Fulda“ auf derselben nicht weniger als 14 Tage. Bei einem, unweit 27° S-Br 
mit 766,8 mm seinen höchsten Stand erreichenden Luftdrucke herrschten dort 
leichte, veränderliche, der Richtung nach jedoch meist ungünstige Winde. In 
der Nähe von 19,5° S-Br bei einem Barometerstande von 763,4 mm lief der 
leichte nordöstliche Wind östlicher und ging dann nach und nach in den 
Passat über. Am 26. Dezember überschritt „Fu/da“ in 28,1° W-Lg den Aequator. 
Um vom Kap Horn aus dahin zu gelangen, waren 41 Tage erforderlich gewesen, 
und während dieser Zeit hatte man 50° S-Br in 52,3° W-Lg am 19. November, 
10° S-Br in 35,1° W-Lg am 25. November, 30° S-Br in 25,4° W-Lg am 
4. Dezember, 20° S-Br in 25,8° W-Lg am 15. Dezember und 10° S-Br in 
27,6° W-Lg am 20. Dezember geschnitten. 
Der Stillengürtel, in welchem „Fulda“ nur einen Tag verweilte, lag 
zwischen 2,5° N-Br in 28,3° W-Lg und 3,5° N-Br in 28,7° W-Lg. Der östliche 
Wind war hier flau und unbeständig, und bei regnerischem Wetter iraten 
häufige Gewitter auf, Den NE-Passat fand man bis 13,5° Nord ziemlich frisch 
und beständig, während derselbe nördlich von dieser Breite nur sehr schwach 
and aus einer hoch nördlichen Richtung wehte. Schon in 15,5° N-Br und 
40,8° W-Lg schien man zur polaren Grenze des NE-Passats gelangt zu sein. 
Weiterhin waren leichte veränderliche Westwinde vorherrschend, doch traten 
aeben diesen und Windstille auch wiederholt nördliche und östliche Winde auf. 
Der Verlauf der Reise war bei solchen Verhältnissen wieder nur ein sehr 
langsamer. Günstiger gestaltete derselbe sich erst, als man 25° N-Br in 
37,5° W-Lg überschritten hatte und frische, beständige Westwinde zu wehen 
vdegannen. Am 7. und 8. Februar überstand man in der Nähe der Südküste 
Irlands noch einen heftigen Weststurm, bei dem der Luftdruck bis auf 744,4 mm 
üabnahm. Am 9. Februar erreichte „Fulda“ den Hafen von Queenstown. Die 
Dauer der Reise war 160 Tage. Von diesen waren 45 im Nordatlantischen 
Ocean zugebracht worden, und hatte man dort 10° N-Br in 35,2° W-Lg am 
2. Januar 1881, 20° N-Br in 40,1° W-Lg am 15. Januar, 30° N-Br in 36,7° W-Lg 
am 26. Januar und 40° N-Br in 29,8° W-Lg am 31. Januar gekreuzt. Kapt. 
Basson fügt dem Schlusse der Reise die Bemerkung hinzu, dafs eine englische 
Bark, welche zugleich mit ihm die Queenstown-Bai erreichte, die Reise vop 
San Francisco in der kurzen Zeit von 108 Tagen vollendet hatte.
	        
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