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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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durcheinander“ (33). Nur eine Erklärung ist hier möglich: Nicht der ganze 
Wirbel hat sich am 3. Oktober Mittags nach NE in Bewegung ge- 
setzt, sondern nur der untere Theil; der obere ist als selbststän- 
diger Wirbel zurückgeblieben, getrennt von dem Fufs, und erst am 
7. Oktober ganz zur Ruhe gekommen. Vor der Trennung (s. o. Epoche 2) 
war die Geschwindigkeit des ganzen Wirbels eine langsame, nach der Trennung 
(Epoche 3) die des unteren Theiles eine viel größere. 
Ein derartiger, in den höheren Luftschichten hinterlassener Wirbel kann 
auch zur Erklärung der tiefen Barometerstände dienen, welche in seltenen Fällen 
ohne Sturm, selbst ohne starken Wind auf See beobachtet werden. 
Die oberste Kurve (4), Fig. 7, zeigt wieder die uns schon bekannte 
Beckenform des Wirbels in höheren Breiten und das Voreilen des Minimums, 
wie es auch (29) und noch entschiedener (28) andeuten. 
Die Achse des Teifuns war in niederen Breiten senkrecht, in höheren 
vorwärts geneigt. 
Ueber die Lage des absoluten Minimums zum Centrum geben uns diesmal 
drei Beobachtungsreihen definitiven Aufschluls. (S. Fig. 7 Kurven (15) und 
(33) und Fig. 1.) 
Oktober 3 
(6) 
11 p. ESE 11 
11,20-—11,40 0 
12 NW 12 716,8. 
(15) 
SE 10—11 
nf 
Oktober 3 
11 p. 
11,15 
11,30 
12 
1 a. 
723 mm 
722 
724 
127 
734. 
1m 
Oktober 2 
(33) 
NW 
NE 12 
ö pP: 
R.30 
X. 
6 
” n 
m 12 
NW 11. 
708,1 mm 
709,4 
714,5 
Alle drei Schiffe waren im Centrum; bei (6) und (15) haben wir den 
direkten Beweis durch die Windstille, bei (33) einen plötzlichen Wechsel von 
NE nach NW ohne Stille, wie er ebenfalls nur in unmittelbarer Nähe des Cen- 
trums vorkommt. In allen drei Fällen wurde das Minimum an der vorderen 
Grenze des centralen Raumes beobachtet. 
(6) hatte 20 Minuten lang Windstille, (15), südlicher als (6) zu derselben 
Zeit, 45 Minuten. Nehmen wir als Geschwindigkeit 35Sm die Stunde an, so erhalten 
wir nach (15) für den Durchmesser des centralen Raumes 26 Sm (s. Fig. 1, 
Kreis um 11,30 p.), für die Sehne, welche (6) beschrieb, 12 Sm. (12) passirte 
am 4. Oktober 4 a. m. ebenfalls das Centrum in 15 Minuten, hatte aber keine 
Stille; aus der Bemerkung „Wind von SE auf S, dann plötzlich nach NW,“ läfst 
sich schliefsen, dafs (12) auch eine Sehne von 12 Sm Länge durch den südlichen 
Theil des Centrums beschrieb. 
Manche Autoren scheinen der Ansicht zu sein, dafs der windstille, innere 
Raum nur den Wirbelstürmen der Tropen eigenthümlich ist, die oben ange- 
führten Daten sowie Beobachtungen während des grofsen August-Teifuns 1880 
beweisen, dafs bei Teifunen wenigstens auch aufserhalb der Tropen ein wind- 
stiller centraler Raum vorkommt. 
Die einzigen Beobachtungen, welche vor dem Eintritt in das Teifungebiet 
eine Barometerschwelle erkennen lassen, sind der Zeit nach folgende drei: 
(16) September 30 12 p. 360 Sm W vom Centrum, 
(17) Oktober 1 Mittag 400 „ NNE „ % 
(4) ” 2 8p. 1100 „ NE ” 
In Fig. 8 sind die tiefsten während einiger Teifune der letzten Jahre 
beobachteten Barometerstände verzeichnet mit Angabe der Zeit und der Breite.
	        
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