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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Die Westspitze von Sandwich-I. ist gleichfalls von einem ausgedehnten 
Barrier-Riff eingeschlossen; man sah dieses Riff sich zwischen der Westspitze 
und der Archway-I. und von hier 2 Sm nordwärts erstrecken, dann bog es 
nach Ost und SO um; genauere Untersuchungen derselben sind jedoch nicht 
gemacht worden. 
Bei der Südküste der Sandwich-I. wurde eine nach Westen setzende 
Strömung beobachtet, welche ca 5/4 Sm die Stunde lief, 
Die Südküste der Sandwich-I. scheint nicht bewohnt zu sein, mit Aus- 
nahme in der Nähe von Beagle Pt., woselbst, wahrscheinlich aus einem Dorfe, 
aufsteigender Rauch und auch einige KEingeborene gesehen wurden. 
Auf der Sandwich-I. und längs der Küste von Neu-Irland haben die Ein- 
geborenen „Catamarans“ und „Outrigger Kanoes“ im Gebrauch. Ein Zeichen 
allgemeiner freundschaftlicher Begrüßung bei diesen Eingeborenen besteht darin, 
dafs man sich mit der flachen Hand auf den Kopf schlägt. 
Vorräthe von Kokosnüssen und Taro wurden von den Eingeborenen von 
Neu-Irland, Sandwich-I., Neu-Hannover und Portland-I. an Bord gebracht und 
gegen Bandeisen und Glasperlen eingetauscht. 
Tabak scheint diesen Eingeborenen unbekannt zu sein. 
Zusatz. In der „Hydr. Not.“ No. 38, London, 1880, wird u. A. erwähnt, 
dafs die Mitte von S. Francisco-I. (nordöstlich von Neu-Irland) in 2° 44‘ S-Br 
und 152° 41‘ O-Lg liegt (die Länge von Ferguson-I. im Marau-Sund gleich 
160° 48‘ 15“ Ost angenommen). Die Insel erhebt sich zu einem Plateau von 
etwas über 200m Höhe und ist dicht bewaldet. Die Inseln S, Joseph und 
S, Antonio sind dem NO-Endo von Gerrit Denny-I. um 4 Sm näher, als die 
bisherigen Karten angeben, 
Neu-Hannover. Nordküste. North-In.‘) Die vier östlichsten dieser 
Inseln liegen auf einem Barrier-Korallenriff, innerhalb dessen sich tiefes Wasser 
befindet. 
Die dritte Insel, von Osten gezählt, ist größer, als die übrigen; mehrere 
abgestorbene Bäume stehen auf derselben. Die westliche Insel ist nur klein, 
und auf ihr befindet sich eine Gruppe grofser Bäume, 
Das westlich der North-In. die Nordküste von Neu-Hannover einfassende 
Riff wurde ebenfalls als. ein Barrier- Riff erkannt. Westlich der dritten Insel, 
von der östlichsten der North-In. an gezählt, befindet sich ein Durchbruch 
oder eine Durchfahrt durch dieses Barrier-Riff von '/2 bis %/4 Sm Breite und 
mit anscheinend tiefem Wasser; solches schien sich auch dicht längs der Nord- 
küste von Neu-Hannover hinzuziehen, welche aus ziemlich hohem Land besteht. 
Die Portland-In., drei an Zahl, sind niedrig, bewaldet und erstrecken 
sich in der Richtung NO-—SW auf einem Korallenriff, auf welchem noch west- 
wärts oine kleine vierte Insel liegt. Von der SW-Insel erstreckt sich das Riff 
ca 2 Sm nach SW und von der NO-Insel ungefähr !/2 Kblg nach NO; an seiner 
östlichen Seite schien dieses Riff steil abzufallen, 
Am NO-Ende der nördlichen der Portland-In. kann man in einem Ein- 
schnitt des sie umgebenden Korallenriffes eine Landung ausführen. 
Die Eingeborenen scheinen friedlich gesinnt zu sein und haben keine 
Waffen irgend welcher Art; die Gesammtzahl der Einwohner auf den Portland-In. 
wurde auf 100 geschätzt. 
Uebersicht der Witterung des Monats April 1881 
in Nordamerika und Centraleuropa. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,) 
Nach der „Monthly Weather Review“ dos „Signal Office“ in Washington 
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung 
') Vgl. „Ann. d, Hydr. etc.“, 1876, pag. 357—361.
	        
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