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Zusätze zu der Beschreibung von Neu-Irland und Neu-Hannover. ©)
(„dIydrographic Notice“ No. 8, London, 1881.)
Die nachstehenden Zusätze zu der Beschreibung von Neu-Irland und
Neu-Hannover sind einem Bericht des Lieut. Thomas de Hoghton, Kommandant
I. Br. M. Schoner „Beagle“, 1880, entnommen.”) Die Peilungen sind milsweisend;
die Mifsweisung bei Neu-MIannover beträgt 5° 50‘ Ost 1881.
Neu-Irland.?) Sandwich-]1. Die Südküste dieser bei dem Westende
von Neu-Irland liegenden Insel wurde von Lieut. de Hoghton untersucht und
erstreckt sich in der Richtung ON0O—WSW ca 12 St.
George Brown-Pt., so nach dem englischen Missions-Direktor (vgl. pag. 383)
benannt, ist die östlichste Spitze der Sandwich-I1. Ein Barrier-Riff erstreckt sich
ca 91m weit ostwärts von der Spitze George Brown, und indem es sich nach
Süd und West herum zieht, vereinigt es sich wieder mit dem Küstenriff ca 1 Kblg
SW von derselben Spitze.
Die Patchy-Bucht, welche ca 1 Sm breit und !/2 Sm tief ist, liegt un-
mittelbar westlich von George Brown-Pt.; um ihre Küste zieht sich ein Riff und
viele einzelne Korallenuntiefen liegen in derselben. In der Mitte zwischen
den äufseren Spitzen der Patchy-Bucht konnte mit 50m Lothleine kein Grund
erreicht werden.
Die mit einem Korallenriff umsäumte Küste erstreckt sich von der SW-
Spitze der Patchy-Bucht ungefähr 2 Sm weit nach SW und biegt dann
scharf nach NNO um, so dafs sie eine halbkreisförmige Bucht bildet. Die-
selbe hat den Namen „Deep Bay“ erhalten und ist ca 1’'/2z Sm breit. Sie ist
voll von Korallenuntiefen und hat einen weifsen Sandstrand; die Ufer sind
ca. 275m Entfernung von Korallenriffen umgeben. Dicht bei den Korallen-
untiefen konnte mit 45m Leine kein Grund orreicht werden, In der Nähe des
Strandes befanden sich einige Kokospalmen.
Von der Westspitze der „Deep Bay“ erstreckt sich die Küste 8 Sm weit
nach WSW, und in einem Abstand von 1 und 2 Sm westlich der Bucht
liegen Korallenspitzen %/4 Sm von der Küste. Ungefähr 2 Sm westlich der „Deep
Bay“ ist die Küste von Mangroven eingefafst, und das Küstenriff wird breiter.
Beagle Pt. bildet das SW-Ende der Sandwich-1., von ihr dehnt sich das
die Küste einschliefsende Korallenriff weiter aus und erstreckt sich 3 Sm süd-
wärts., Mehrere Korallenfelsen befinden sich auf dem Riffe und bleiben selbst
bei Hochwasser sichtbar.
Redlands-I, ist. die gröfsere von zwei Inseln und liegt ca 1 Sm in NW
von Beagle Pt. Kokospalmen und Brodfruchtbäume wachsen auf dem NO-Ende
dieser Insel und geben die Anzeichen eines früher daselbst bewohnten Dorfes,
Archway-I., ungefähr 2 Kblg NW von Redlands-I., ist nur klein und hat
einen natürlichen Bogengang durch das NO-Ende. Die Höhe dieser Insel wurde
zu 6m über Wasser geschätzt.
Das Barrier- Riff, innerhalb dessen sich tiefos Wasser befindet, mit zahl-
reichen vereinzelt liegenden Korallenstellen, erstreckt sich von der Südspitze von
Redlands-XI. ungefähr 3 Sm südlich, biegt dann in konvexer Form 3 Sm nord-
westlich von derselben Insel um, nähert sich dabei der Küste der Sandwich-I.
und führt nordwärts dicht bei Archway- und Rediands-1. vorbei.
Ein Fahrwasser von ca 1!2 Sm Breite führt zwischen dem südlich der
Spitze Beagle befindlichen Riff und der Ostseite des Barrier-Riffes, welches sich
südlich der Redlands-I. hinzicht, hindurch. In diesem Fahrwasser befinden sich
sehr viele Korallenuntiefen; wenn es auch möglicherweise für einen kleinen
Dampfer befahrbar ist, so sollte man doch vor der Benutzung eine genauere
Untersuchung anstellen,
5) S. Findlay’s „South Pacific Directory“ (1877), pag. 789—795.
?Z) Die neue Br. Adm.-K, No, 764 berücksichtigt bereits obigen Bericht in den Hauptsachen,
3) Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1876, pag. 361—366.