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schrieben als „rauchend und schreiend“. Ihre Beschreibung war so deutlich,
dafs wir sofort daraus entnahmen, dafs sie Mr. Brown’s Dampfkutter meinten,
welcher mich auf meiner Tour nach der Spaciows-Bucht begleitet hatte. Letztere
liegt unmittelbar an der anderen Seite der Insel (s. oben pag. 385). ;
Von Low- Pt. erstreckt sich die Küstenlinie im Allgemeinen nach
SW. Diesen Küstentheil haben wir nicht untersucht; mit Ausnahme von
Hummock-Head, welches von zwei kleinen Hügeln gebildet wird, an deren Süd-
seite sich eine leichte Einbuchtung befindet. Chard-I. liegt beinahe in der
Richtung Ost— West und ist ca 4/4 Sm lang; auf dieser Insel befinden sich zwei
flache Hügel, von denen der höchste und östlichere ca 30m hoch ist. Vessy-I.
ist niedrig und dicht bewaldet, nur am westlichen Ende derselben befindet sich
ein kleiner Hügel. Mac Donald-I. ist nur klein und liegt ca 4 Sm im West von
Vessy-X. Alle diese Inseln liegen dem Anscheine nach dicht unter der Küste,
welche, nachdem man Hummock- Head verlassen hat, sehr nicdrig und allmählich
abflachend ist.
Die Commodore-Bucht ist dem Anscheine nach mit Untiefen und Riffen
angefüllt. In dieser Bucht liegt die kleine felsige Norton-I., ca 1’/» Sm von der
nächsten Landspitze entfernt. Kap Hoskins ist ein steiler Abhang, hinter welchem
hohe Berge aufsteigen; von demselben erstreckt sich ca 3 Sm weit in östlicher
Richtung ein gefährliches Riff.
Ungefähr 10 Sm in NO vom Kap Hoskins liegt das Fairway-Riff,
welches sich in der Richtung NO —- SW ca 3 Sm weit erstreckt. Auf diesem
Riffe befinden sich zwei Sandbänke, von denen die östliche bei Hochwasser
trocken bleibt und die andere zu derselben Zeit im Meeresspiegel liegt. Un-
gefähr 6 Sın WzN von Fairway-Riff liegt Jenkins-I., diese ist ungefähr 3 Sm lang
und hat in ihrer Mitte eiuc kleine Erhebung. Von jedem der Enden dieser Insel
erstrecken sich ca 3 Sm lange Riffe. Jenkins-I. liegt 3 Sm von Island-Pt.;
zwischen beiden ist das Wasser stark entfärbt', deshalb als gefährlich für die
Schiffahrt zu bezeichnen.
Auf dem Festlande, ungefähr 6 Sm in SW von Island-Pt., liegt der
Pyramid-Berg; derselbe ist ca 600 m hoch und hat seinen Namen nach seiner
Form erhalten, welche ganz genau diejenige einer Pyramide ist.
Weiter links an der Küste des Festlandes liegt der „Two-peaks Mountain“,
ca 600m hoch und so benannt, weil er zwei gut zu unterscheidende Gipfel hat,
Mac Cullock- Pt. liegt unmittelbar unterhalb dieses Berges. Diese Spitze ist von
einem sehr langen Riffe umgeben, welches in der Richtung NO ca 6 Sm lang
ist. Deception-Pt. ist eine lange nicdrige Landspitze, 3 Sm in NW von Zwo-
peaks Mountain outfernt und bis an das Meer hinunter dicht bewaldet. Du
Faure-I. ist eine grofse hohe Insel, in der Richtung WzN—027z5S 7 Sm lang;
auf ihr befinden sich zwei Berge, von denen jeder eine Höho von 300m
hat. Kap Wilson ist eine lange niedrige Landspitze, welche bis zur Wasser-
grenze dicht bewaldet ist; dieselbe liegt in 5° 7’ S-Br und 150° 2‘ 30“ O-Lg.
Diese Spitze bildet den letzten und östlichsten Punkt des Fostlandes, welcher
von uns untersucht worden ist.
Die Gicquel-, Raoul-, High- und Willaumez-In, sind hoch, gebirgig
und dem Auscheine nach alle durch vulkanische Ausbrüche entstanden; Wil-
laumez-I. ist ca 18!/2 Sm lang. Kap Campell, ein hoher steil abfallender Ab-
hang, ist die NO-Spitze dieser Insel. AKRock-In. sind zwei kleine felsige Inseln,
welche recht in Süd von Kap Campell liegen. Die Durchfahrten zwischen allen
diesen Inseln sind dem Anscheine nach sehr gefährlich und voll von Riffen.
Fitz-I. ist nur von geringer Ausdehnung und liegt 17 Sm in SO von Kap Campell ;
auf derselben befinden sich zwei ca 30m hoho Hügol, und an ihrer Nordküste
liegen zwei deutlich sichtbare Felsen,
Die Eingebornen dieses Küstentheils waren erst nach langer Ueberredung in
freundlichen Verkehr mit uns getreten, und cs war ganz deutlich zu erkennen,
dafs dieselben noch nicht mit Weißen in Verkehr gestanden hatten. Sie scheinen
eine ziemlich intelligente Rasse zu sein, obgleich sie aufserordentlich schen
waren. Ich kaufte eine grofse Anzahl Schmucksachen von ihnen, welche von
sehr guter Handarbeit zeugen, obgleich dieselben nicht so schön sind, als die
der weiter östlich lebenden Eingeborenen von Neu-Britannien.