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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Auf dem Wege zum Passatgebiete wurden zuerst für längere Zeit mäfsige 
nordnordwestliche Winde, und später nördlich von 34° S-Br leichte östliche 
Winde angetroffen, Schliefslich lief, unweit 31,5° S-Br in 100° O-Lg, der 
Wind um nach West und SW, und aus dem aus letzterer Richtung wehenden 
Winde entwickelte sich in der Nähe von 26° S-Br in 102,2° O-Lg durch 
Drehen nach SSE der Passat, Derselbe setzte bei einem auf 770,4 mm ge- 
stiegenen Luftdrucke ein, Kräftiger, beständiger Passat führte die Bark dann 
schnell nach 15,5° S-Br in 103,9° O-Lg. Nördlich von diesem Punkte lief der 
Wind aber nordöstlich und bald darauf durch Nord nach NW. Nachdem dann 
aus der letzteren Richtung zunächst noch für einige Tage mäfsige Briese ge- 
herrscht hatte, sank dieselbe unweit 11° S-Br in 104,6° O-Lg zum ganz leisen 
Zuge herab, und mufste später noch lange gegen Mallung und Stille gekämpft 
werden, bevor man die Sunda-Stralse erreichen konnte. Am 26. April befand 
„G. F. Muntz“ sich in der Nähe der Princess-Insel. Die Dauer der Reise von 
50° N-Br ab betrug 126 Tage. Auf dem zuletzt zurückgelegten Theile der- 
selben war 30° S-Br in 101,0° O-Lg am 10. April, 20° S-Br in 103,6° O-Lg 
am 14. April und 10° S-Br in 104,9° O-Lg am 21. April geschnitten worden. 
In der Sunda-Strafse, Sunda-See und Banka-Strafse wurde ganz flaue 
südöstliche Mallung angetroffen. Nördlich von der am 8, Mai in 106° O-Lg 
erreichten Linie herrschte dagegen veränderliche, aber etwas kräftigere west- 
liche Briese vor und nachdem 3° N-Br überschritten worden war, segelte die 
Bark 3 Tage lang bei leichtem beständigen SW-Winde, Als man mit dem- 
selben nach 8,5° N-Br in 108,2° O-Lg gekommen war, lief der Wind um nach 
SE, und nördlich von 11° N-Br herrschte abermals für lange Zeit ganz leichte 
südliche und südöstliche Mallung. Von einem beständigen SW-Monsune wurde 
keine Spur angetroffen. Die Strecke von 16° N-Br bis zum Bestimmungshafen 
wurde bei mäfßigem ziemlich beständigen SE-Winde zurückgelegt. Am 29, Mai 
ankerte der „G. F. Muntz“ auf der Rhede von Hongkong. Die Dauer der Reise 
von 50° N-Br ab betrug 159 Tage. Auf der Fahrt durch die China-See hatte 
die Bark 5° N-Br in 107,1° O-Lg am 13. Mai, 10° N-Br in 109,7° O-Lg am 
16. Mai und 15° N-Br in 113,4° O-Lg am 25. Mai gekreuzt. Die Strömung, 
welche nur südlich von 13,5° N-Br bedeutend, aber auch dort nicht regelmäfsig 
war, lief vorherrschend nach nördlicher und östlicher Richtung, mit einer 
durchschnittlichen Stärke von 15 bis 20 Sm im Etmale, 
Am 6. August trat „G@. F. Muntz“ von Hongkong aus eine Reise nach 
Newyork an. Man fand jetzt in der China-See beständigen, mälsigen SW-Monsun, 
mit welchem die Bark beim Winde nach Südosten segelte. Als man nach dieser 
Richtung vorrückte, wurde der Wind allmählich raumer, nahm aber auch an 
Stärke ab, und nachdem 14° N-Br in 118,5° O-Lg überschritten worden war, 
herrschte nur ganz leichte, veränderliche, westliche Briese. Am 15. August 
gelangte der „G. F. Muntz“ zur Mindoro-Strafse, und nachdem unter den eben 
erwähnten Umständen diese Strafse und die Mindoro-See durchsegelt worden 
war, erreichte man am 24. August die Basilan-Strafse. In der Sulu-See herrschte 
leichter, sehr veränderlicher südlicher und südwestlicher Wind vor, doch war 
hier zu verschiedenen Malen die Windrichtung auch eine nördliche. Am 
i. August erreichte „G. F. Muntz“, bei leichtem NNE-Winde, den Eingang der 
Makassar-Strafse, welche bei sehr veränderlicher, leichter Briese in 6 Tagen 
durchsegelt wurde. Man beobachtete in derselben keine nennenswerthe Strömung. 
In der Sunda-See fand man frischen SE-Monsun, bei dem auch am 11. September 
die Lombock-Strafse passirt wurde. Es waren dann 36 Tage seit dem Antritt 
der Reise verflossen. Im Indischen Ocean wurde für längere Zeit kräftiger 
Passat angetroffen, mit dem eine befriedigend rasche Fahrt erzielt werden 
konnte. Nachdem 23° S-Br in 66,5° O-Lg erreicht worden war, wurde der 
Wind flauer, und in der Nähe von 27° S-Br und 51° O-Lg hörte der Passat zu 
wehen auf. Der hier nordöstlich laufende Wind sank kurze Zeit nachher fast 
zur Windstille herab. Als nach derselben der Wind wieder an Stärke zunahm, 
lief er auch wieder südöstlich, um das Schiff dann noch für eine weite Strecke 
zu begleiten. Westliche Winde wurden in Wirklichkeit nicht eher, als westlich 
vom Kap der guten Hoffnung angetroffen. Anfänglich aus nordwestlicher 
Richtung kommend, waren dieselben nur leicht, doch wehten sie später kräftig 
aus SW. Bei mäfßigem Westwinde überschritt man am 23. Oktober in 11,5° O-Lg 
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