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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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von NW durch Nord nach NNE drehte, das Gebiet des NE-Passats. Dasselbe 
dehnte sich, dem Schiffe keine besonders günstige Gelegenheit bietend, bis nach 
6,0° N-Br und 22,5° W-Lg aus. Im Stillengürtel, in welchem Windstille und 
leise östliche Mallung vorherrschte, verbrachte das Schiff vier Tage, und am 
31. Mai überschritt „Hugo“ in 25,7° W-Lg den Aequator. Es waren dann 
28 Tage verfiossen, seit man den Kanal verlassen hatte, und während dieser 
Zeit war 40° N-Br in 18° W-Lg am 8. Mai, 30° N-Br in 17,2° W-Lg am 
13. Mai, 20° N-Br in 20,1° W-Lg am 18. Mai und 10° N-Br in 22,4° W-Lg 
am 22. Mai gekreuzt worden. 
In der Nähe der Linie wehte der frische Passat, wie zu dieser Jahres- 
zeit sehr häufig, aus solch raumer Richtung, dafs fast ein Südkurs eingehalten 
werden konnte. Als 8° S-Br aber erreicht worden war, nahm der Passat eine 
südlichere Richtung an, wehte aber auch dann kräftig und beständig, in der 
Nähe von 15° S-Br sogar für längere Zeit stürmisch. Die polare Passatgrenze 
schien unweit 24° S-Br und 34,4° W-Lg zu liegen; denn nicht weit von diesem 
Punkte entfernt drehte bei einem höchsten Barometerstande von 772,5mm der 
Wind nordöstlich. Es erfolgte dann bei einer Luftdruckabnahme von ungefähr 
{mm eine Drehung nach links um den ganzen Kompafs und später, als wieder 
leichter SE-Wind herrschte, ein Steigen des Barometers bis auf 775,8mm. 
Unweit 30° S-Br wurde dieser letztere Stand beobachtet. Der Wind lief bald 
darauf wieder nördlich, um sich für längere Zeit zwischen NNE und NNW zu 
halten, und begleitete derselbe den „Hugo“ ganz bis zum Meridian von Green- 
wich. Am 22. Juni, 22 Tage später, als südliche Breite erreicht worden war, 
ging das Schiff in 36,9° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Vorher 
hatte man 10° S-Br in 29,2° W-Lg am 3. Juni, 20° S-Br in 34,3° W-Lg am 
7. Juni und 30° S-Br in 29° W-Lg am 13. Juni überschritten. 
In östlicher Länge, wo man als südlichsten Punkt 40,1° S-Br in 19° O-Lg 
berührte, wurden zunächst für längere Zeit kräftige Westwinde angetroffen. 
Oestlich von 46° O-Lg traten an einigen Tagen östliche Winde auf, bei denen 
der Luftdruck am 6. Juli In etwa 36,3° S-Br und 48,1° O-Lg den ungewöhnlich 
hohen Stand von 783,3 mm erreichte. Nachdem dieser eingetreten war, lief der 
ganz leichte Wind durch Nord nach NW, um sich dann wieder für längere 
Zeit in der letzteren Richtung zu halten, Als das Schiff nördlich von 32° S-Br 
gokommen war, beobachtete man dort für längere Zeit flaue hoch nördliche 
Winde, und nicht eher als unweit 24° S-Br und 62° O-Lg gelang es, das Gebiet 
des SE-Passats zu erreichen. Man überschritt dessen Grenze bei frischem, von 
einem Barometerstande von 770,0mm begleiteten, von SW durch Süd nach SE 
drehendem Winde. Am 21, Juli erreichte „Hugo“ die Rhede von Port Louis. 
Die Dauer der Reise von Lizard ab betrug 78 Tage. Auf dem letzten Reise- 
abschnitt hatte man die Länge der Kapstadt in 40,1° S-Br am 27. Juni und 
den Meridian von 50° Ost in 36,5° S-Br am 7. Juli, wie 30° S-Br in 62,8° O-Lg 
am 15. Juli geschnitten. 
Am 18. August verliefßs der „Hugo“ bei heftigem, fast stürmischen SE- 
Passat die Rhede von Mauritius, um die Reise nach Batavia fortzusetzen. 
Südlich von 25° S-Br wurde der Passat schwächer und raumer, und unweit 
28° S-Br in 55° O-Lg, wo bei einem Luftdruck von 771,0mm der Wind nord- 
östlich lief, wurde die polare Passatgrenze erreicht. Bei einer Luftdruckabnahme 
von etwa 12mm erfolgte dann ein Umlaufen des Windes durch Nord, Wost 
und Süd nach SE zurück, und stieg das Barometer bei dem letzteren Winde 
bis auf 779,0mm. Man beobachtete diesen Stand am 26. August in der Nähe 
von 833,5° S-Br und 63° O-Lg. Nachdem der Wind dann noch einmal durch 
Nord gedreht war, hielt er sich für längere Zeit in nordwestlicher Richtung. 
Bei demselben wurde am 1. Soptember in 37,4° S-Br der Meridian von 80° Ost 
überschritten, 
Am 6. September überstand das Schiff unweit 35,8° S-Br und 95° O-Lg 
einen nur kurze Zeit anhaltenden, aber heftigen NW-Sturm, bei dem das Baro- 
meter bis auf 745,7mm fiel. Nachdem dieser Sturm sich gemäfsigt hatte, wehte 
noch wieder kräftiger Westwind und später, indem in der Nähe von 32,5° S-Br 
und 100,5° O-Lg der Wind bei einem Luftdrucke von 775,0mm durch Süd 
nach SE drehte, an mehreren Tagen frischer SE-Wind, Unweit 23,5° S-Br in 
102,8° O-Lg wurde „Hugo“ durch eine 36 Stunden lang anhaltende Windstille
	        
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