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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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später schr lange Zeit anhaltende frische Nordwinde, bei welchen die Bark 
51° S-Br erreichte, Erst südlich von dieser Breite herrschten beständige West- 
windo vor, welche später wiederholt stürmisch auftraten, das Schiff aber doch 
in befriedigender Weise nach Osten führten. Am 29, November überschritt 
„Vorwärts“ die Länge des Kap Horn. Es waren dann 42 Tage verflossen, seit 
die Bark den Abgangshafen verliefs, und während dieser Zeit hatte man 30° S-Br 
in 174° W-Lg am 25. Oktober, 40° S-Br in 159,8° W-Lg am 5. November und 
50° S-Br in 126° W-Lg am 14. November, ferner 150° W-Lg in 44,2° S-Br 
am 8. November, 120° W-Lg in 51,5° S-Br am 16, November und 90° W-Lg 
in 54,8° S-Br am 24. November geschnitten. Besonders hervorzuhebende Stürme 
waren bis soweit nicht beobachtet worden. 
Im Atlantischen Ocean war „Vorwärts“ bei umlaufenden kräftigen West- 
winden bis zum 7. Dezember nach 45,5° S-Br in 39° W-Lg gelangt, als hier 
ein außergewöhnlich heftiger, dem Schiffe bedeutenden Schaden zufügender 
Sturm überstanden werden mufste, Es begann dieser Sturm, indem der kurze 
Zeit vorher nach Nord gekrimpte Wind stürmisch wurde, und wehte derselbe 
aus West, nachdem ein Ausschiefsen nach diesem Striche erfolgt war, für 
mehrere Stunden orkanartig. Der Sturm mäfsigte sich, als die Windrichtung 
SW geworden war.. Nach diesem Sturme herrschten für längere Zeit leichte 
veränderliche West- und Nordwinde. Dagegen traf „Vorwärts“ nicht die süd- 
lich vom Passatgebiete im Südatlantischen Ocean so häufig wehenden leichten 
NNW- und NNE-Winde an. Unweit 27° S-Br in 23,2° W-Lg gelangte die 
Bark zur polaren Passatgrenze. Der Uebergang über dieselbe erfolgte, indem 
bei einem Luftdrucke von 766,5mm der flaune Wind von SSW durch Süd nach 
SE drehte. Mäfsiiger beständiger, zwischen 21° und 5° S-Br am kräftigsten 
auftretender Passat führte die Bark schließslich bis zum 1. Januar 1881 in 
25,8° W-Lg zum Aequator. Es war die Strecke zwischen Kap Horn und diesem 
Punkte in 33 Tagen vollendet und auf derselben 50° S-Br in 51,2° W-Lgy am 
3. Dezember, 40° S-Br in 32° W-Lg am 10. Dezember, 30° S-Br in 23,3° W-Lg 
um 18, Dezember, 20° S-Br in 24,4° W-Lg am 23. Dezember und 10° S-Br in 
25,2° W-Lg am 27. Dezember überschritten worden. 
Der Stillengürtel, dessen Ueberschreitung drei Tage erforderte, wurde 
zwischen 0,9° N-Br in 25,9° W-Lg und 2,9° N-Br in 27,4° W-Lg angetroffen. 
Man fand in demselben neben Windstille sehr leichten südöstlichen und nordöst- 
lichen Zug, Das Gebiet des nur in geringer Stärke herrschenden NE-Passats 
vrstreckte sich nicht weiter, als nach 12,2° N-Br in 34,5° W-Lg. Unweit dieses 
Punktes sank der nordöstliche Wind fast zur Windstille herab, herrschte dann 
über noch für lange Zeit nachher. Westlicher Wind wurde erst am 24. Januar 
in der Nähe von 23,3° N-Br und 39,3° W-Lg angetroffen, und nahm nach dieser 
Zeit die Reise einen ungestörten ruhigen Verlauf, Am 8. Februar erreichte 
„Vorwärts“ die Mündung des Kanals. Die Dauer der ganzen Reise betrug 
113 Tage; 38 derselben waren in nördlicher Breite zugebracht, und hatte man 
dort 10° N-Br in 33° W-Lg am 8. Januar, 20° N-Br in 36,5° W-Lg am 
20. Januar, 30° N-Br in 35,2° W-Lg am 28, Januar und 40° N-Br in 24,9° W-Lg 
am 1. Februar geschnitten. 
4. Reise des Elsflether Vollschiffes „Hugo“, Kapt. 6. Bruno. 
Am 3. Mai 1880, fünf Tage später, als von der X/be-Mündung aus cine 
Reise nach Mauritius angetreten worden war, verlielßs das Vollschiff „A/wgo“ 
len Kanal. Frischer NE-Wind zunächst, dann ebenso günstiger NW-Wind 
förderte von hier aus die Reise in soleher Weise, dafs bis zum 11. Mai 33,4° N-Br 
in 20,8° W-Lg erreicht werden konnte. Unweit dieses Punktes lief der für 
kurze Zeit ganz flaune Wind südwestlich, frischte dann wieder auf und nöthigte 
las Schiff, einen südöstlichen Kurs zu verfolgen. Am 14. Mai befand der 
„Hugo“ sich in Sicht der Insel Palma. Dort lief der noch immer frisch aus 
Westen wehende Wind wicder raumer, 80 dafs ein wostlich von Süd liegender 
Kurs eingehalten werden konnte, doch war die Windrichtung nicht raum genug, 
um ein Verfolgen der westlich der Kap Verde-Gruppe südwärts führenden Route 
inöglich zu machen, Kapt. Bruno schlug also die östliche Route ein und 
erreichte auf derselben endlich in der Nähe von 21° N-Br und 20° W-Lg, wo 
bei einem Luftdrucke von 765,4mm der abermals für kurze Zeit schwache Wind
	        
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