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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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4° S-Br in 4° O-Lg erreicht hatte, wurde dort versucht gegen leichten Südwind 
nach Süden auf zu kreuzen. Kine leichte nach Norden setzende Strömung 
erschwerte dies Unternehmen auch nicht zu sehr, und konnte man daher noch 
einigermafsen befriedigenden Fortschritt erzielen, Am 28, September wurde, 
von 5° 8-Br in 3,6° O-Lg ab, wieder ostwärts gesegelt, und holte man dann, 
ohne auch nur ein einziges Mal wieder zu wenden, in einem Schlage die Congo- 
Mündung an. Am 4. October erreichte die Brigg in derselben einen sicheren 
Ankerplatz. Die Reisedauer betrug 52 Tage. 
Am 17. Dezember lichtete „Adolph“ auf der Rhede von Banana wieder 
den Anker, um die Heimreise nach Rotterdam anzutreten. Während der ersten 
vier jetzt auf See verbrachten Tage konnte man bei regnerischem Wetter, 
Gewitter und leichter veränderlicher Mallung nur ganz geringen Fortschritt 
erzielen, und erst nach dem 21, Dezember war bei mäfsigen aber beständigen 
SSW-Winden der Verlauf der Reise ein befriedigender. In westlicher Länge, 
welche man am 27. Dezember in 4° S-Br erreichte, wurde der allmählich in den 
SE-Passat übergehende Wind noch kräftiger und führte er das, einen gut 
westlich liegenden Schnittpunkt der Linie aufsuchende, Schiff am 6. Januar 1881 
in 24° W-Lg über den Aequator. Es waren bis dahin 20 Tage verflossen, seit 
man den Abgangshafen verlassen hatte. Den Stillengürtel fand „Adolph“ 
zwischen 3,6° N-Br und 25,7° W-Lg und 5,5° N-Br und 26,2° W-Lg. In ihm 
herrschten leichte östliche Mallung und kurze Stille vor, und waren, um ihn zu 
überschreiten, 3 Tage erforderlich. Der NE- Passat wurde bis 16,5° N-Br 
ziemlich frisch, weiter nördlich flauer, und schon unweit 18° N-Br in 34,2 W-Lg 
dessen polare Grenze angetroffen. Nachdem man diese überschritten hatte, 
herrchte noch für längere Zeit veränderliche leichte nordöstliche Briese, und 
erst nachdem eine, in der Nähe von 22,5° N-Br und 37,5° W-Lg auftretende, 
‚indstille ein Ende genommen hatte, kam westlicher Wind durch, der rasch 
auffrischte, und bei welchem der ganze noch vorliegende Theil der Reise zurück- 
‚elegt werden konnte. Zu wiederholten Malen erreichte dieser letztere Wind 
lie Stärke eines Sturmes, doch konnte in jedem Falle die Brigg bequem vor 
3emselben lenzen. Am 9. Februar erreichte „Adolph“ die Mündung des Kanals. 
Die Zurücklegung der Reise hatte 54 Tage erfordert. In nördlicher Breite 
waren 34 derselben verbracht, und hatte man dort 10° N-Br in 29,5° W-Lg 
am 15. Januar, 20° N-Br in 34,3° W-Lg am 21. Januar, 30° N-Br in 34,2° W-Lg 
am 29. Januar und 40° N-Br in 29,8° W-Lg am 1. Februar geschnitten. 
24, Reise des Bremer Vollschiffes „Marie Louise“, Kapt. N. Behring. 
Am 10. März 1880 überschritt, während einer Reise von Cardiff nach 
Singapore, das Vollschiff „Marie Louise“ den Parallel von 50° Nord. Anhaltend 
aus hoch südlicher Richtung wehende, wiederholt von Stille unterbrochene, 
Winde hinderten zunächst für längere Zeit den Fortgang der Reise. Am 
18. März lief unweit 45° N-Br in 16,7° W-Lg der Wind aber nach Nord, um 
für mehrere Tage von dort her zu wehen. Südlich von 35,3° N-Br beobachtete 
man noch wieder leichte südwestliche Winde, bis schliefslich unweit 31° N-Br 
in 18,6° W-Lg bei einem Luftdrucke von 769,2 mm der später sehr kräftig 
und beständig wehende NE-Passat durchkam. In rascher Fahrt gelangte das 
Schiff hierauf nach 7,5° N-Br in 25,4° W-Lg; nicht weit von diesem letzteren 
Punkte entfernt wurde die Windstärke geringer, und endlich erreichte man in 
5° N-Br und 25,1° W-Lg die äquatoriale Passatgrenze. Im Stillengürtel, der 
sich bis weit südlich von der Linie erstreckte, herrschte zunächst anhaltend 
leiser nördlicher Zug, bei welchem man am 11. April in 24° W-Lg auch den 
Aequator überschritt. Es waren, um diesen Punkt vom Kanale aus zu erreichen, 
32 Tage erforderlich gewesen und während dieser Zeit 40° N-Br in 17,4 W-Lg 
am 20. März, 30° N-Br in 19,2° W-Lg am 26. März, 20° N-Br in 24,3° W-Lg 
am 30. März und 10° N-Br in 25,4° W-Lg am 2. April gekreuzt worden. 
Südlich der Linie fand „Marie Louise“ veränderliche, leichte, südliche 
Briese und erst in 3° S-Br und 25,7° W-Lg den regelmäfsigen SE-Passat. Das 
Gebiet desselben, in dem mäfsiger, beständiger Wind angetroffen wurde, dehnte 
sich bis nach 24,5° S-Br in 28,2° W-Lg aus. In der Nähe dieses Punktes 
lief, bei einem auf 764,4 mm gestiegenen Luftdrucke, der gerade hier sehr frisch 
wehende Wind nach NE und später, indem das Barometer um etwa 3 mm sank
	        
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