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liche Theil der Präsidentschaft Madras bis zum Kistna hat das Maximum im
September, daran stöfst südlich das Gebiet der Stationen Coimbatore, Madura,
Athur, Trichinopoly, Virdachellum, Shevory Hills mit Oktober-Maximum, an
das sich die unmittelbaren Küstengebiete der Koromandelküste von Nellore bis
zur Südspitze Östindiens, der Golf von Manaar und die Nord- und Osttheile von
Ceylon mit November-Maximum anschliefsen. Die allmähliche Verspätung der
Hauptregenzeit in Ostindien vom Juli im Norden bis November im äufser-
sten Süden läfst sich also hieran genau verfolgen.“
3. Vertheilung der Regenhäufigkeit im Indischen Ocean nach
den einzelnen Jahreszeiten. „In dem ersten Jahresviertel (Januar-März)
zeigt sich eine regelmäfsige Zunahme der Regenwahrscheinlichkeit im Gebiet
des SE-Passates von Ost nach West, also eine ähnliche Erscheinung, wie sie
schon die Maury' schen Untersuchungen für den Atlantischen Ocean in dem
Gebiet der beiden Passute ergeben haben, dort freilich für das ganze Jahr,
während für den {Zndischen Ocean sich die Erscheinung nur für die Monate
Juli-September uoch einmal erkennen läfst. Sehr trockene Gebiete finden sich
zu dieser Zeit an der Westküste Australiens, wo diese sclbst nach den Beobach-
tungen zu Perth die Trockenperiode hat, und ferner noch in den Meerestheilen
anmittelbar im Süden der Kap-Kolonie, welche namentlich für die Monate Januar
aud Februar eine geringe Regenwahrscheinlichkeit (ca 0,20) aufweisen. Im
Nordindischen Ocean zeigt der Busen von Bengalen eine schr geringe Regen-
wahrscheinlichkeit, und jedenfalls ist wohl auch der die Westküste ÖOstindiens
bespülende Meerestheil zu dieser Zeit regenarm, obwohl hierfür keine Beobach-
tungen vorliegen, während weiter im Westen das Arabische Meer schon regen-
reicher orscheint.
Zanzibar hat in dieser Zeit nur eine Regenwahrscheinlichkeit von 0,30.
Weiter nach Osten nimmt jedoch hier, südlich vom Aequator, die Regeu-
wahrscheinlichkeit rasch zu, Mah& zeigt schon eine solche von 0,57. Der
Kanal von Mozambique, für den in diesen Monaten Beobachtungen vorliegen,
zeigt eine sehr hohe Regenwahrscheinlichkeit. Die ganze Halbinsel von Ostindien
ist zu dieser Zeit regenarm, nur die in unmittelbarer Nachbarschaft des Himalaya
liegenden Gebiete haben eine etwas höhere Regenwahrscheinlichkeit; in Assam
bilden die Stationen Sibsagar und Silchar zwei inselförmige Gebiete von noch
höherer Regeuwahrscheinlichkeit, nämlich 0,34. Der Streifen der Regenwahr-
scheinlichkeit 0,10—0,25 im Süden des Bengalischen Busens setzt sich über den
mittleren Theil Ceylons wohl nach dem Arabischen Meere fort, um den Ueber-
gang zwischen dem trockenen /ndien und dem Gebiet mit der Regenwahr-
scheinlichkeit 0,25—0,50 auf dem Arabischen Meere zu vermittoln.
Im zweiten Vierteljahr (April-Juni) ist der Regen im Südindischen
Ocean viel gleichmäfsiger vertheilt, im Nordindischen Ocean dagegen zeigen sich
wesentliche Verschiedenheiten. Die Westküste von Hinterindien ist unter dem
Einflufs des SW-Monsuns schon sehr regenreich, ebenso Assam; außer Ost-
bengalen und Orissa und der Malabarküste ist das übrige Indien noch ziemlich
vegenarm, das Punjab und ein Theil der Nordwestprovinzen sogar noch ebenso
trocken wie im ersten Quartal, An der Südspitze Vorderindiens und in Ceylon
liegen die Grenzen der Gebiete mit verschieden grofser Regenhäufigkeit sehr
dicht zusammen; am schnellsten erfolgt der Uebergang aus dem fast regonlosen
Golf von Manaar zu dem regenreichen Gebiete im Süden davon in der Nachbar-
schaft von Pt. de Galle,
In dem dritten Quartal (Juli-September) sind die Verhältnisso im
Südindischen Ocean wenig verändert, im Nordindischen hat die Regenhäufigkeit
an der Westküste Hinterindiens eine aufserordentliche Gröfse erreicht (so in
Maulmain 0,95, Rangoon 0,88, Akyab 0,84), auch die höher gelegenen Stationen
im östlichen Himalaya und diejenigen an den Khasta-Bergen haben eine gröfsere
Regenwahrscheinlichkeit als 0,75. Assam, Ostbengalen, die Centralprovinzen,
der nördliche Theil der Küste von Orissa und die Küstenstrecken der Malabar-
küste in der Umgebung von Goa haben eine größere Regenhäufigkeit als 0,50.
Auch die Südwestspitze von Ceylon gehört hierher, sowie die Küsten von Acheen,
obwohl die Beobachtungen an Bord der holländischen Kriegsschiffe für die Nord-
und Ostküste nur eine Regenhäufigkeit von 0,36, für die Westküste eine solche
von 0,44 ergaben, — Werthe, die mit den Resultaten der Schiffsjournale der