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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

Die Regenverhältnisse des Indischen Oceans. 
in diesen Annalen, 1880, pag. 225—286, sind die Regenverhältnisse 
des Atlantischen Oceans in einer Abhandlung der Herren Dr. Köppen 
and Dr. Sprung auf Grundlage von 178 Schiffsjournalen über Reisen aus den 
Jahren 1868 —1872 ausführlich dargelegt worden. Als Seitenstück hierzu theilen 
wir aus der von Dr. A. von Danckelman, Vorstand des königl. sächsischen 
meteorologischen Bureau’s, als No. 2 des binnen Kurzem erscheinenden 11I. Jahr- 
ganges (1880) von „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“ vorher ver- 
öffentlichten Abhandlung über „Regen, Hagel und Gewitter im Indischen Ocean 
nach den meteorologischen Schiffsjournalen der Deutschen Seewarte etc.“ 
(36 S. mit 7 Tafeln) einige der wesentlichsten Ergebnisse dieser Untersuchungen 
hinsichtlich der Regenverhältnisse des Indischen Oceans mit. 
Das auf der Deutschen Seewarte vorhandene Beobachtungsmaterial aus 
dem Indischen Ocean rührt von drei Routen her, auf welchen Schiffe unter 
Deutscher Flagge stark vertreten sind; es sind dies die Secwege: 1. vom Kap 
der guten Hoffnung nach den Reishäfen an der Küste von Bengalen und nach 
dem Indischen Archipel; — 2, vom Busen vou Bengalen und den Sunda-Inseln 
nach dem Kap der guten Hoffnung zurück und 3. von diesem nach Australien; 
aufser diesem Material konnten noch einige Journale von Schiffsreisen nach 
Zanzibar und Madagaskar, von Aden nach der Malacca-Strafse und zurück, die 
Journale der „Novara“ und des schwedischen Expeditionsschiffes „Zugenie“, 
3owie die eigenen Beobachtungen A. von Danckelman’s auf der Ausreise 
von Europa an Bord des russischen Expeditions-Dampfers „A. E. Nordenskiöld“ 
und auf der Rückreise an Bord eines französischen Postdampfers benutzt werden, 
im Ganzen 325 Seglerjournale und 11 Dampferjournale. Von diesen blieben 
allerdings nur die Journale von 185 Schiffen für diese Untersuchung verwendbar. 
Am ergiebigsten war das Beobachtungs-Material in den Gebieten mit schwachen 
oder veränderlichen Winden an den Grenzen des SE-Passats, ferner dort, wo 
die Windrichtung dem Kurse des Schiffes meist entgegengesetzt ist, wie beim 
Verlassen der hinterindischen Reishäfen während des NW-Monsuns und beim 
Kap der guten Hoffunng für die nach Europa bestimmten Schiffe. Der grofse 
nordwestliche Theil des Indischen Oceans, besonders das Arabische Meer, welches 
von deutschen Schiffen nur selten befahren wird, ınufste bei diesen Unter- 
suchungen fast ganz unberücksichtigt bleiben. — 
Auf die mehr oder minder grofse Regenhäufigkeit ia den einzelnen Zonen 
üben die in den verschiedenen Theilen des Indischen Oceans und in verschiedenen 
Jahreszeiten vorherrschenden Windsysteme einen bedeutenden Einfluls aus. 
Ueber die einzelnen Windsysteme im Indischen Ocean haben die Kapitäne 
Mewes und Wagner von der Deutschen Seewarte in diesen Annalen, 1878, 
pag. 183 ff. und 433 ff. eingehende Untersuchungen veröffentlicht. Auf Grund 
derselben und der seit der Publikation jener Arbeiten bei der Seewarte 
eingegangenen Journale (s. „Ann. d, Hydr. etc.“, 1879 und 1880) hat Dr. 
von Danckelman die Grenzen der einzelnen Windsysteme, wie sie sich als 
Mittel aus einer Reihe von Beobachtungen ergaben, in folgender Tabelle 
zusammengestellt. 
Ann. d. Hydr., 1881, Heft VIE (Juli).
	        
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