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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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noch heftig gestürmt hatten, begleiteten die Bark ganz bis nach 20,4° S-Br in 
148,2° W-Lg. Hier drehte der leichte Wind bei einem Luftdrucke von 764,0 mm 
durch Süd nach SE, setzte die Drehung bald darauf nach NE fort, und bei Wind 
aus letzterer Richtung gelangte man am 29. Juli in Sicht der Insel Tahiti, 
Leichte Mallung verzögerte die Ankunft des Schiffes im Hafen von Papeite dann 
noch bis zum 31. Juli. Die Dauer der ganzen Reise betrug 114 Tage. Während 
derselben war östlich vom Meridian von Greenwich 50° O-Lg in 44,6° S-Br am 
{2. Juni, 80° O-Lg in 45,2° S-Br am 19. Juni, die Länge des Kap Leeuwin in 
45,6° S-Br am 27. Juni, die des Südkaps von Tasmania in 47,1° S-Br am 5. Juli, 
180° Länge in 45,8° S-Br am 12. Juli und 150° W-Lg in 32,3° S-Br am 22, Juli; 
{ferner beim Verfolgen eines nördlichen Kurses 40° S-Br in 162,5° W-Lg am 
17. Juli, 30° S-Br in 149,8 W-Lg am 22. Juli und 20° S-Br in 148,3° W-Lg am 
28. Juli geschnitten worden. 
Von Tahiti versegelte der „Emanuel“ nach der nahegelegenen Insel 
Ruiatea und diese wurde am 23. September wieder verlassen, um nach Madeira 
als Orderplatz zurückzukehren. Man trat die Reise dahin bei frischem, bestän- 
digen Passat an, der raum genug war, um einen östlich von Süd liegenden Kurs 
einhalten zu können. Unweit 24° S Br in 151,2° W-Lg lief bei einem höchsten 
Luftdrucke von 764,4 mm der Wind nordöstlich, und nicht weit von 26° S-Br in 
150,5° W-Lg entfernt, drehte der Wind in rascher Weise bei Gewitter und Regen 
durch Nord nach West. Nachdem dann an einigen Tagen südwestlicher Wind 
yeherrscht hatte, wurde die Windrichtung Süd, und wehte es von daher für einige 
Tage so heftig, dafs man denselben nicht voll ausnutzen konnte. Nachdem 
später noch wieder an mehreren Tagen leichte östliche Winde aufgetreten waren, 
fand „Emanuel“ endlich südlich von 39° S-Br die erwünschten Westwinde, bei 
denen die Strecke bis zum Kap Horn zurückgelegt werden konnte. Am 26. Ok- 
tober wurde in 56,7° S-Br die Länge dieses Kaps erreicht, nachdem bis dahin 
33 Tage auf See zugebracht worden waren. Während dieser Zeit hatte man 
20° S-Br in 151,7° W-Lg am 24. September, 30° S-Br in 148,8° W-Lg am 29. Sep- 
tember, 40° S-Br in 138,5 W-Lg am 8. Oktober und 50° S-Br in 91,5° W-Lg am 
21. Oktober; wie 120° W-Lg in 45,3° S-Br am 13. Oktober und 90° W-Lg in 
50,8° S-Br am 21. Oktober gekreuzt. 
Im Südatlantischen Ocean waren zunächst nordwestliche und westliche 
Winde für längere Zeit die herrschenden. Am 1., 2. und 3. November stürmte 
es unweit 46° S-Br und 42° W-Lg, bei einem niedrigsten Luftdrucke von 732,7 mm 
heftig aus nordwestlicher Richtung. Nördlich von 36° S-Br in 29° W-Lg traf 
„Emanuel“ für einige Tage leichte nordöstliche, später wieder nordwestliche 
Winde an. Nicht weit von 23,5° S-Br in 24° W-Lg entfernt, wo am 15. November 
bei einem höchsten Luftdrucke von 766,9 mm an einem Tage Windstille geherrscht 
hatte, setzte der Passat ein, welcher bald auffrischte und die Bark bis zum 
25. November in 25,5° W-Lg zum Aequator führte. Es war die Strecke zwischen 
Kap Horn und diesem Punkte in 30 Tagen durchsegelt und auf derselben 
50° S-Br in 49° W-Lg am 30. Oktober, 40° S-Br in 33,7° W-Lg am 5. November, 
30° S-Br in 24,5° W-Lg am 12. November, 20° S-Br in 24,9° W-Lg am 17. No- 
vember und 10° S-Br in 26,8° W-Lg am 21. November geschnitten worden. 
Einen eigentlichen Stillengürtel traf „Zmanuel“ in nördlicher Breite kaum 
an. Unweit 5,8° N-Br in 24,7° W-Lg herrschte für kurze Zeit Mallung und Stille, 
doch folgte auf sie schon nach wenigen Stunden frischer NE-Wind. Dieser 
letztere Wind war jedoch noch nicht der beständige Passat, es kamen noch 
wiederholt Störungen vor, und erst nachdem 9,5° N-Br überschritten worden war, 
traf man diesen an. Schon unweit 18,2° N-Br in 36,5° W-Lg erreichte „Emanuel“ 
die polare Grenze des nicht sehr günstig gefundenen, aus sehr schraler Richtung 
wehenden Passats. In ihrer Nähe drehte, bei einem Maximum des Luftdruckes 
von 764,3 mm, der schwach gewordene Wind durch Nord nach West, doch 
herrschte nachher noch wieder für längere Zeit flauer östlicher Wind. Nördlich 
von 28,5° N-Br wurde südöstlicher Wind angetroffen, der später im Verlaufe 
mehrerer Tage und bei einem auf 770,2 mm gestiegenen Barometerstande durch 
Süd nach SSW drehte. Westlicher Wind führte „Emanuel“ schliefslich am 
29. Dezember zur Insel Madeira. Man hatte die Reise in 97 Tagen vollendet. 
34 derselben waren in nördlicher Breite zugebracht worden, woselbst die Bark 
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