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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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in 172,4° O-Lg am 13. Juli und 20° S-Br in 178,3° O-Lg am 20. Juli; ferner 
160° O-Lg in 35,5° S-Br am 10. Juli und 170° O-Lg in 31,4° S-Br am 13, Juli 
gekreuzt, 
Am 12. Oktober verließs „Plejaden“ Levuka wieder, um nach Lissabon 
als Orderhafen zurückzukehren. Man trat die Reise hei frischem SE-Passate 
an, mit welchem, da innerhalb der Viti-Inselgruppe der Strom stark nach Westen 
lief, die Kandavu-Passage durchsegelt wurde, 
In offener Sce lief der beständige Wind bald östlicher, so dafs von 
20,5° S-Br ab ein östlich von Süd liegender Kurs eingehalten werden konnte, 
Das Maximum des Luftdrucks beobachtete man in der Nähe von 26,5° S-Br 
und 179,5° O-Lg mit 769,2mm. Südlich von diesem Punkte, fand man an drei 
Tagen kräftigen NE-Wind, bei dem das Barometer langsam fiel, und schliefslich 
drehte der ganz schwach gewordene Wind unweit 33,5° S-Br und 172° W-Lg 
durch Nord nach West. Im Laufe der nächsten drei Tage erfolgte dann, bei 
einer Ab- und Zunahme des Luftdruckes von 4mm, einer jener Rundläufe des 
Windes, welche in den westlichen, den Passatgebieten südlich zunächst gelege- 
nen Theilen aller Oceane sehr häufig aufzutreten scheinen. Der in diesem 
Falle auf den Vorgang folgende kräftige SE- Wind hielt jedoch nur zwei 
Tage an, und nachdem in 37,6° S-Br und 164° W-Lg eine kurze Windstille 
überstanden worden war, setzten westliche Winde ein, welche für lange Zeit 
die herrschenden blieben. In verhältnifsmäfßsig ruhiger Weise verlief dann die 
Reise zum Kap Horn. Den einzigen hervorzuhebenden Sturm, bei dem dieses 
Kap auch passirt wurde, erlebte man am 18. November, Es war ein nicht 
{ange anhaltender Woststurm, bei dem das Barometer bis auf 734,8ınm sank. 
Der 18. November war der 37. auf See verbrachte Tag, und während dieser 
Zeit hatte die Bark 20° S-Br in 177,8° O-Lg am 14. Oktober, 30° S-Br in 
178° W-Lg am 17. Oktober, 40° S-Br in 159,4° W-Lg am 26, Oktober und 
50° S-Br in 98° W-Lg am 11. November; ferner 180° Länge in 26,5° S-Br am 
16. Oktober, 150° W-Lg in 43,6° S-Br am 29. Oktober, 120° W-Lg in 47° S-Br 
am 6. November und 90° W-Lg in 51,8° S-Br am 13, November überschritten. 
Im Atlantischen Ocean herrschten bis nach 50° Süd kräftige SW-Winde 
vor, während nördlich von dieser Breite fast stets nur in geringer Stärke auf- 
tretende nordwestliche Winde überwiegend waren. Nachdem 39° S-Br über- 
schritten worden war, traten die NW-Winde kräftiger und beständiger auf, und 
nahmen sie nicht eher als unweit 32,5° S-Br ein Ende. Nachdem man diese 
letztere Breite erreicht hatte, fand „Plejaden“ dort anstatt der gewöhnlichen, 
leichten, hoch nördlichen Winde veränderliche Ostwinde und Stille, und endlich 
erreichte man in etwa 21° S-Br und 28,5° W-Lg, bei einem auf 768,0 mm ge- 
stiegenen Luftdrucke das Gebiet des SE-Passats. 
Von 15° S-Br ab förderte frischer Wind die Fahrt, und am 22. Dezem- 
ber wurde in 28,1° W-Lg der Aequator überschritten. Um diesen Punkt vom 
Kap Horn her zu erreichen, waren 34 Tage erforderlich gewesen, und während 
dieser Zeit hatte man 50° S-Br in 53,8 W-Lg am 22. November, 40° S-Br in 
37,8° W-Lg am 29. November, 30° S-Br in 31,1° W-Lg am 4. Dezember, 
20° S-Br in 28,5° W-Lg am 14. Dezember und 10° S-Br in 29,1° W-Lg am 
18. Dezember geschnitten. 
Der SE-Passat reichte über die Linie bis nach 0,5° N-Br in 28,2° W-Lg. 
Im Stillengürtel wurde ein Tag verbracht, nach welchem in 1,3° N-Br und 
28,8° W-Lg der NE-Passat angetroffen wurde. Im Gebiete desselben herrschte 
auf der zwischen 3,5° N-Br in 29,8° W-Lg und 15,5° N-Br in 38,3° W-Lg 
liegenden Strecke frischer beständiger Wind. Die polare Passatgrenze fand 
„Plejaden“ schon in 19,5° N-Br und 42,3° W-Lg; Windstille, die bei einem 
Luftdrucke von 764,4 mm einsetzte, bezeichnete sie, und nachdem diese und 
leise Mallung zwei Tage lang angehalten hatte, kam nordwestlicher Wind durch, 
der rasch auffrischte. Kapt. Crantz, welcher infolge früherer in den Annalen 
erschienener Reiseberichte überzeugt war, dafs wenn, wie in diesem Falle, in 
angewöhnlich niederen Breiten anhaltend westliche Winde angetroffen werden, 
in höheren Breiten, an der dort liegenden nördlichen Seite des Depressions- 
yebietes die entsprechenden östlichen Winde herrschen mülston, steuerte dann, 
wie es mit Rücksicht auf seinen Bestimmungsort freilich auch ja doppelt rath- 
sam war, einen gut östlichen Kurs. Kr verfolgte denselben bei stürmischen,
	        
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