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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Süden und Osten erzielen, Am 26. August wurde in 3,5° N-Br die Länge des 
Kap Palmas überschritten und am 30. August in der Nähe von Appam geankert. 
Die Reisedauer betrug 34 Tage, und während dieser Zeit hatte man 
10° N-Br in 14,8° W-Lg am 6. August, 30° N-Br in 19,5° W-Lg am 11. August, 
20° N-Br in 20,4° W-Lg am 15. August und 10° N-Br in 19,6° W-Lg am 
20. August gekreuzt. 
Nachdem man an der Küste eine ganze Reihe von Plätzen besucht und 
eine aus Palmkernen und Palmöl bestehende Ladung wieder eingenommen hatte, 
‚rat „Asante“ am 7. Oktober von Addah aus die Heimreise nach Bremen an. 
Bei leichtem Westwinde, der in der Nähe der Küste ziemlich raum, weiter nach 
Süden hin aber schraler war, wurde über B. B-Bug beim Winde gesegelt. Es 
zeigte sich jetzt gleich, dafs der Boden des eisernen Schiffes sehr unrein sein 
müsse, denn „Asantes“ Segelfähigkeit war vom Anfange der Ausreise an bei 
leichtem Winde nur eine sehr geringe. Am 18. Oktober befand man sich in 
Sicht der Insel Anna Bon, wo gewendet und westwärts gesegelt wurde. Die 
Fahrt verlief dann in überaus langsamer Weise, und erst am 5. November über- 
schritt man in 1° S-Br den ersten Moridian. 
Westlich von demselben traf man etwas günstigere Verhältnisse. Von 
5° W-Lg in 0,5° S-Br ab wehte frischer beständiger Südwind, bei dem das 
Schiff eine ziemlich befriedigende Fahrt erzielen konute. Der südlichste Punkt, 
welcher angelaufen wurde, war 2,6° S-Br in 20,5° W-Lg. Am 22. November 
gelangte „Asante“ in 26° W-Lg wieder nördlich vom Aequator, und drei Tage 
später verliefs man in 4,2° N-Br und 27° W-Lg das Gebiet des SE-Passats. 
Entsprechend dem gut westlichen Standpunkte der Brigg, erforderte das Ueber- 
schreiten des Stillengürtels nur kurze Zeit, und kaum einen Tag später, als man 
den SE-Passat verloren hatte, erreichte „Asante“ in 5° N-Br und 27,4° W-Lg 
schon wieder das Gebiet des NE-Passats. Nachdem auch dieses in langsamer 
Fahrt durchsegelt worden war, traf man nördlich von demselben noch für sehr 
lange Zeit stürmische Ostwinde an, durch welche die Reise ganz ungewöhnlich 
verzögert wurde. Am 4, und 5. Januar 1881 überstand „Asante“ unweit 44° N-Br 
und 26,5° W-Lg, den schon im Reiseanszuge vom „General Brialmont“ erwähn- 
ten Sturm, welcher bei „Asante“ aus SE mit 11 seine grösste Stärke erreichte, 
und bei dem ein Sinken des Barometers bis auf 742,2 mm beobachtet wurde. 
Nachdem dann am 26. Januar noch jener, bei „Felix Mendelssohn“ und „General 
Brialmont“ hervorgehobene Oststurm durchgemacht worden war, erreichte 
„Asante“ am 29. Januar die Mündung des Kanals. Die Zurücklegung der Reise 
hatte nicht weniger als 114 Tage erfordert. Während derselben war 10° N-Br 
in 29,2° W-Lg am 30. November, 20° N-Br in 35,2° W-Lg am 14. Dezember, 
30° N-Br in 34,1° W-Lg am 25. Dezember und 40° N-Er in 831,7° W-Lg am 
Il. Januar 1881 geschnitten worden. 
5. Reise der Hamburger Bark „Plejaden‘“, Kapt. F. @. Crantz. 
Am 14. März 1880, 5 Tage später als von Liverpool aus eine Reise nach 
der Kapstadt angetreten worden war, befand sich die Bark „Plejaden“ in der 
Nähe von 50° N-Br. Von hier aus wurde während der nächsten fünf Tage, 
bei anhaltend aus südöstlicher Richtung wehendem Winde, bis nach 43,5° N-Br 
in 15° W-Lg gesegelt. 
In der Nähe dieses Punktes folgte auf kurze Windstille westlicher Wind, 
der anfänglich für längere Zeit flau und schral, südlich von 35° N-Br aber 
kräftig und aus raumer Richtung wehte. Durch langsame Drehung nach rechts 
erfolgte dann, nicht weit von 25,5° N-Br in 22,0° W-Lg entfernt, bei einem 
auf 769,0 mm gestiegenen Luftdrucke, der Uebergang in den Passat, ohne dafs 
irgend eine Störung dabei beobachtet wurde. Im Gebiete desselben herrschte 
bis nach 10,5° Nord hin sehr kräftiger beständiger Wind. Südlich von dieser 
Breite wurde derselbe flauer, um endlich in etwa 4,5° N-Br und 25° W-Lg 
zanz zu enden. Der Stillengürtel, in dem fast keine Stille, wohl aber ziemlich 
beständiger nördlicher und nordwestlicher Zug angetroffen wurde, erstreckte 
sich bis zum Aequator, und es waren, um das Gebiet desselben zu durchsegeln 
fünf Tage erforderlich. Am 11. April kreuzte „/lejaden“ in 25° W-Lg die 
Linie. Es waren damals 28 Tage verflossen, seit man 50° N-Br verlassen hatte, 
und während dieser Zeit war von der Bark 40° N-Br in 16,7° W-Ly am
	        
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