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am 6. November, unweit 27,8° N-Br und 24,3° W-Lg, zusammen mit „Patagonia“
jenen auffallenden, heftigen Sturm. Die nördliche Grenze des NE-Passats wurde
am 10. November in 26,3° N-Br und 24,3° W-Lg erreicht, und durchsegelte
man dessen Gebiet dann bei mäfsiger, ziemlich beständiger Briese. Zum Stillen-
xürtel gelangte „Bernhard Carl“ in 9,2° N-Br und 25,6° W-Lg am 18. November.
Es herrschte in ihm leichte südöstliche Mallung und Stille vor, und 5% Tage
waren erforderlich, um ihn zu kreuzen. Am 26. November führte der, von
anweit 4,7° N-Br in 26° W-Lg ab herrschende SE-Passat die Bark in 29,5°
W-Lg über den Aequator. Man hatte die Strecke zwischen 50° N-Br und
diesem letzteren Punkte in 31 Tagen durchsegelt und dort 40° N-Br in 17,2°
W-Lg am 31. November, 30° N-Br in 23,3° W-Lg am 4. November, 20° N-Br
in 25,8° W-Lg am 13. November und 10° N-Br in 25,8° W-Lg am 18. November
geschnitten. Der Mitsegler „Patagonia“ hatte die nördliche Halbkugel in 29,8°
W-Lg am 21. November verlassen.
Im Südatlantischen Ocean wurde nur ein wenig befriedigender Passat
angetroffen. In der Nähe von 10° S-Br herrschte an zwei Tagen sehr flaue
Briese, und schon in 16° S-Br und 33,3° W-Lgy, wo der Wind nordöstliche
Richtung annahm, erreichte die Bark die polare Passatgrenze. Nicht weit von
19,5° S-Br entfernt, beschrieb der Wind in ziemlich rascher Weise eine jener
nach links verlaufenden Drehungen, auf welche später wieder südöstlicher Wind
folgte. Als nach kurzer Zeit der Wind abermals nördlich holte, hielt dieser
sich lange in nördlicher Richtung, und konnte bei ihm ein befriedigender Fort-
yang nach Süden erzielt werden, Bei stürmischem NW-Winde und einem auf
über 776,0 mm gestiegenen Luftdrucke, segelte „Bernhard Carl“ von 32° nach
36° S-Br. Südlich von letzterer Breite, wo der Luftdruck stetig und langsam
abnahm, lief der Wind westlicher, und am 19. Dezember ging die Bark in 40,2°
3-Br von westlicher in östliche Länge über. Um von der Linie aus diesen
Punkt zu erreichen, waren 23 Tage erforderlich gewesen, und während dieser
Zeit hatte man 10° S-Br in 34,3° W-Lg am 1. Dezember, 20° S-Br in 32° W-Lg
am 5, Dezember und 30° S-Br in 26° W-Lg am 11. Dezember überschritten.
„Patagonia“ gelangte zum ersten Meridian in 43° S-Br am 12. Dezember.
Das Ablaufen der Länge, welches zwischen 42° und 43° S-Br geschah,
wurde bei vorherrschend nordwestlichen Winden ausgeführt. Die wiederholt
aus östlicher Richtung wehenden Winde liefen in jedem Falle bald wieder
westlich. Heftige Stürme wurden nicht angetroffen. Am 10. Januar 1881,
22 Tage später als östliche Länge erreicht worden war, kreuzte „Bernhard Carl“
in 39,5° S-Br den Meridian von 80° Ost.
Beim Aufsteuern nach Nordosten, zum Passatgebiete, wurden auch nur aus
nordwestlicher Richtung wehende Winde beobachtet. Als diese die Bark nach
36,5° S-Br in 92,7° O-Lg geführt hatten, sprang der Wind plötzlich durch Süd
aach SSE, und war damit allem Anscheine nach das Gebiet des Passats erreicht.
In rascher Fahrt gelangte „Bernhard Carl“ dann nach 19,8° S-Br in 112° O-Lg.
Hier wurde der Wind flau, lief durch Süd nach West zurück, und bei mäfsigen,
ziemlich beständigen West- und NW-Winden legte man die letzte Strecke bis
zu den Sunda-Inseln zurück. Am 28, Januar kam die Sandalwood-Insel in
Sicht, und am 31. Januar ankerte die Bark, welche sich mit Trinkwasser
versorgen musste, in der Bucht von Koepang auf Timor. Die Reisedauer von
50° N-Br ab betrug 97 Tage, und auf dem letzten Theile derselben hatte man
30° S-Br in 101,0° O-Lg am 17. Januar und 20° S-Br in 112° O-Lg am
22. Januar gekreuzt,
Nachdem der Zweck des Binnenlaufes erfüllt worden war, wurde am
3. Fobruar der Anker wieder gelichtet und die Reise fortgesetzt. Am 5. Februar
wurde bei leichtem NW-Winde die Ombay-Strafse durchsegelt, und drei Tage
später befand „Bernhard Carl“ sich in Sicht der Insel Buru. Da der hier
herrschende westliche Wind zu schral war, um diese Insel westlich zu umsegeln,
wurde am 10. Februar die Manipa-Strafse durchkreuzt, Auch nördlich von
Burw wehten leichte, jedoch ziemlich beständige nordwestliche Winde, Schr
vicl ungünstigere Verhältnisse wurden nördlich von der, am 15. Februar in
128,8° O-Lg erreichten Linie angetroffen. Windstille wechselte hier mit meist
aus nordnordöstlicher Richtung kommendem Winde ab. Nördlich von 0,7° N-Br,
wohin man am 19, Februar gelangt war, herrschte kräftigerer, beständigerer